Panait Istrati

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Panait Istrati (1927)
Gedenktafel am Haus in Paris, in dem er von 1922 bis 1930 seine Hauptwerke geschrieben hat.
Seine Beerdigung in Bukarest im April 1935
Die Panait-Istrati-Bibliothek in Brăila (2010)

Panait Istrati (* 22. August 1884 in Brăila, Rumänien; † 16. April 1935 in Bukarest) war ein französischsprachiger Schriftsteller rumänischer Herkunft.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seine Mutter war die Wäscherin Joița Istrate, sein Vater ein griechischer Schmuggler. Er wuchs in dem Dorf Baldovinești nahe Brăila auf, wo er die Grundschule sechs Jahre lang besuchte, wobei er zweimal sitzenblieb. Später verdiente er seinen Lebensunterhalt als Kellner und als Gehilfe eines Pastetenbäckers. In dieser Zeit war er ein unermüdlicher Leser. Seine Reisen brachten ihn nach Bukarest, Konstantinopel, Alexandria, Kairo, Neapel, Paris und die Schweiz.

In tiefster Armut lebend, krank und einsam, unternahm er 1921 einen Suizidversuch auf dem Weg nach Nizza, aber er wurde gerettet. Er schrieb einen Brief an Romain Rolland, der ihm sofort antwortete. Im Jahr 1923 wurde seine Erzählung Kyra Kyralina mit einem Vorwort von Romain Rolland veröffentlicht. Rolland nannte ihn in diesem Vorwort den „Gorki der Balkanländer“.

1927 reiste er gemeinsam mit Nikos Kazantzakis nach Russland und besuchte Moskau und Kiew. Eine zweite Reise in die Sowjetunion folgte 1929, wo er die Wahrheit über die stalinistische Diktatur erfuhr. Daraufhin entstand sein berühmtes Buch Auf falscher Bahn.

Seine früheren kommunistischen Freunde brandmarkten ihn nun als „Faschisten“. Er kehrte krank und gebrochen nach Rumänien zurück, wo er 1935 an Tuberkulose starb. Panait Istrati wurde auf dem Cimitrul Bellu (deutsch Bellu-Friedhof) in Bukarest beigesetzt.[1]

Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Geschichten um Adrian Zograffi:

Die Jugend des Adrian Zograffi:

Das Leben des Adrian Zograffi:

Außerhalb des Zyklus um Adrian Zograffi:

Bericht einer Reise durch die Sowjetunion:

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ilja Ehrenburg: Menschen – Jahre – Leben (Memoiren), München 1962, Sonderausgabe München 1965, Band II 1923-1941, S. 197–202 (Portrait), ISBN 3-463-00512-3.
  • Heinrich Stiehler: Panait Istrati. Von der Schwierigkeit, Leben zu erzählen, Büchergilde Gutenberg, Frankfurt 1990. ISBN 3-7632-3851-4.
  • Heinrich Stiehler: Zur Rezeption Panaït Istratis in der BRD und der DDR. Eine qualitative Inhaltsanalyse. In: Beatrice Nickel, Carolin Fischer (Hg.): Französische und frankophone Literatur in Deutschland 1945-2010. Rezeption, Übersetzung, Kulturtransfer. Peter Lang, Frankfurt am Main 2011. ISBN 978-3-631-55953-6, S. 43–50.
  • Jules Ferdmann: Panait Istrati. In: Davoser Revue, Jg. 1 (1926), Nr. 8, S. 23–27.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Panait Istrati – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. knerger.de: Das Grab von Panait Istrati