Panixerpass

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Panixerpass
Panorama von der Panixerpasshöhe

Panorama von der Panixerpasshöhe

Himmelsrichtung Norden Süden
Passhöhe 2'407 m ü. M.
Kanton Glarus Graubünden
Wasserscheide Sernf Vorderrhein
Talorte Elm Pigniu
Ausbau Saumpfad
Karte (Graubünden)
Panixerpass (Graubünden)
Panixerpass
Koordinaten 726984 / 19075846.8558339.1038892407Koordinaten: 46° 51′ 21″ N, 9° 6′ 14″ O; CH1903: 726984 / 190758

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Der Panixerpass (rätorom. Pass dil Veptga?/i) ist ein Gebirgspass, der Elm im Glarner Sernftal mit Pigniu im Bündner Vorderrheintal verbindet. Auf der Passhöhe (2'407 m ü. M.) befindet sich eine Schutzhütte. Der Pass ist für Autos nicht befahrbar.

Der Panixerpass bildete einst bis ins 20. Jahrhundert eine wichtige Handels- und Reiseverbindung von Glarus über Graubünden nach Italien. Er ist der tiefste und beste aller Passübergänge zwischen Glarus und der Surselva. Als Ausgangsort für eine Überquerung auf Bündner Seite kann man die beiden Dörfer Andiast und Panix betrachten. Da es sich um eine hochalpinen - und bei ungünstigem Wetter beschwerlichen - Passweg handelt, kann man nicht daraus schliessen, dass diese Wegroute unbeschränkt begehbar ist. Die höheren Partien des alpinen Passweges führen zudem über weichen eozänen Tonschiefer und der Trail ist bei starkem Regenwetter oft mit Sturzschutt überdeckt (besonders vom Scheitel bis zur Alp Renasca). Bei einer Radtour und Befahrung mit Mountain-Bikes ist diesen hochalpinen Forderungen Rechnung zu tragen und dies ist nur an wenigen hochsommerlichen Tagen möglich, wenn die exponiertesten Stellen beim Hexenseeli und Gurgel keine Schneefelder mehr tragen. Der Fussweg ist zwar auf der Glarner Seite vom Glarner Senftal bis zu Wallenbrugg nach Wichlen (oder nach einem Karteneintrag von 1747 nach: Winklen) zur Jätzalp besser ausgebaut, jedoch steiler. Auf älteren Karten des 17. Jahrhunderts ist der Panixerpass nicht als "bevorzugte" alpine Passroute eingezeichnet, er stand zudem oft in Konkurrenz zum benachbarten Sardonapass, der als hochalpiner Fussweg Elm und Flims verbindet. Trotzdem ist der Panixerpass (rätoromanisch: Pass da Veptga) berühmt geworden durch die Überquerung von zahlreichen Personen, Reisenden und Handelsleuten, die eine schnelle und alternative Verbindung zwischen Glarus, den Bündner Pässen und Italien suchten.

Überquerung durch die russische Armee 1799[Bearbeiten]

Siehe auch: Suworow

Suworow überquert den Panixerpass, Gemälde von Alexander von Kotzebue

Die russische Armee unter General Suworow überquerte auf ihrem Rückzug aus dem Glarnerland nach Graubünden den Panixerpass am 6. und 7. Oktober 1799. Die geschwächte Armee erlitt infolge Schnee und Kälte grosse Verluste. Etwa 2000 Soldaten und ebenso viele Lasttiere sowie alle 25 mitgeführten Geschütze gehen bei der Überquerung verloren. Eine Gedenktafel auf der Passhöhe erinnert heute an dieses Ereignis.

Galerie[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Panixerpass – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien