Pannoniabahn

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Pannoniabahn
Wulkaprodersdorf–Neusiedl am See–Parndorf
Kursbuchstrecke (ÖBB):730
Streckenlänge:40,2 km
Spurweite:1435 mm (Normalspur)
Stromsystem:15 kV 16,7 Hz ~
Bf Wulkaprodersdorf:25 kV 50 Hz ~
Maximale Neigung: 13 
Minimaler Radius:190 m
Höchstgeschwindigkeit:120 km/h
Strecke – geradeaus
RÖEE-Strecke (von Sopron)
Bahnhof, Station
0,000 Wulkaprodersdorf 175 m ü. A.
   
RÖEE-Strecke (nach Ebenfurth)
   
0,363 Grenze ÖBB-RÖEE
Haltepunkt, Haltestelle
1,304 Wulkaprodersdorf Haltestelle
   
beabsichtigte Schleife nach Müllendorf
Bahnhof, Station
6,674 Eisenstadt 159 m ü. A.
Haltepunkt, Haltestelle
7,364 Eisenstadt Schule
BSicon BS2c1.svgBSicon BS2+r.svg
BSicon exKBHFa.svgBSicon STR.svg
6,0 Sankt Magarethen-Rust
BSicon exHST.svgBSicon STR.svg
2,6 Oslip
BSicon eBS2l.svgBSicon BS2r.svg
Bahnhof, Station
0,0
13,700
Schützen am Gebirge 175 m ü. A.
Haltepunkt, Haltestelle
14,589 Schützen Haltestelle
   
17,116 Oggau (01.09.1988 aufgelassen)
Haltepunkt, Haltestelle
19,446 Donnerskirchen
Bahnhof, Station
23,114 Purbach am Neusiedler See 119 m ü. A.
Haltepunkt, Haltestelle
28,405 Breitenbrunn
Haltepunkt, Haltestelle
29,597 Winden
Haltepunkt, Haltestelle
32,236 Jois
   
Neusiedler Seebahn (von Fertőszentmiklós)
Bahnhof, Station
34,724 Neusiedl am See 130 m ü. A.
   
ehemalige Stammstrecke nach Parndorf
Haltepunkt, Haltestelle
40,006 Parndorf Ort
   
Ostbahn
   

Die Pannoniabahn, auch Leithagebirgsbahn genannt, ist das Teilstück der historischen Bahnverbindung von Sopron nach Bratislava (ung. Pozsony) zwischen Wulkaprodersdorf und dem Bahnhof Parndorf Ort.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein „Blauer Blitz“ verlässt die 1988 aufgelassene Haltestelle Oggau (1987).

Diese ursprünglich westungarische Lokalbahn wurde als Sopron–Pozsony helyi érdekü vasut konzessioniert und am 18. Dezember 1897 eröffnet. Zwischen Sopron und Wulkaprodersdorf benutzte sie die Strecke der Raab-Oedenburg-Ebenfurter Eisenbahn, der nördliche Abschnitt entspricht der heutigen Zweigstrecke Parndorf–Bratislava der Ostbahn.[1]

Mehrmals schien die Strecke, trotz Bedienung der Landeshauptstadt Eisenstadt, in Listen einstellungsgefährdeter Bahnen auf. Erste Modernisierungsschritte durch Einführung eines Taktfahrplanes mit abgestimmten Anschlüssen an den Endpunkten ab den 1990er-Jahren sowie die Einführung von Eilzügen von Wien über die Raaberbahn und Wulkaprodersdorf nach Eisenstadt, brachten den erhofften Fahrgastzuwachs, der letztendlich auch zum Entschluss zu einer umfassenden Modernisierung und Elektrifizierung führte.

Seit 2009 ist die Strecke von Neusiedl am See nach Wulkaprodersdorf elektrifiziert[2], wobei auf dem Teilstück Neusiedl–Eisenstadt das Stromsystem der ÖBB (15 kV mit 16,7 Hz) zur Anwendung kommt, auf dem Stück von Eisenstadt nach Wulkaprodersdorf jenes der Raaberbahn (25 kV mit 50 Hz).

Beim Ausbau der Pannoniabahn kam erstmals der Wiener Bogen zum Einsatz. Diese spezielle Kurvenbauart ermöglichte die Anhebung der Streckenhöchstgeschwindigkeit ohne nennenswerte Streckenbegradigungen von 80 auf 120 km/h. Dadurch wurden Fahrzeitgewinne von circa 10 Minuten erzielt.

Strecke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Strecke verläuft an den Ausläufern des Leithagebirges, im österreichischen Bundesland Burgenland und stellt die Verbindung der burgenländischen Landeshauptstadt Eisenstadt mit dem österreichischen Eisenbahnnetz dar. Sie führt von Wulkaprodersdorf am Leithagebirge entlang nach Neusiedl am See.

Fahrzeuge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Pannoniabahn wird seit der Elektrifizierung vor allem von Triebwagen der Reihe 4124 befahren. Vor der Elektrifizierung waren vorrangig Dieseltriebwagen der Reihe 5047 der ÖBB und der Raaberbahn, sowie deren Vorgängerbaureihen im Einsatz.

Fahrplan[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bahnhof Eisenstadt

Abgesehen vom frühen Morgen besteht ein stündlicher Grundtakt mit Zugkreuzung in Schützen am Gebirge, allerdings mit einer Symmetriezeit, die vier Minuten vor der sonst üblichen liegt. Im nachmittäglichen Berufsverkehr wird das Zugangebot von Bruck an der Leitha bis Wulkaprodersdorf zu einem angenäherten Halbstundentakt verdichtet.

Flügelbahn nach St. Margerethen-Rust[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ausgehend vom Bahnhof Schützen am Gebirge wurde im Zuge der Errichtung der Stammstrecke eine sechs Kilometer lange Flügelbahn zu den Steinbrüchen in St. Margarethen errichtet, die ebenfalls 1897 eröffnet wurde. Die Abzweigung kann man noch im Gelände erkennen, interessanterweise war die Bahn aber von Richtung Norden an den Bahnhof Schützen am Gebirge angebunden.

In Oslip bestand ein Bahnhof, an den heute nur mehr die „Bahnstraße“ erinnert. Bei St. Margarethen erinnert die Straße „Am alten Bahnhof“, die von St. Margarethen in Richtung der Steinbrüche führt, an die Bahnstrecke. Im Steinbruch selbst sind noch die ehemaligen Bahnanlagen zu erkennen.

Der Personenverkehr wurde 1937 eingestellt, 1943 wieder aufgenommen. Die endgültige Einstellung des Personenverkehrs erfolgte 1949. Der Güterverkehr wurde noch bis 1952 betrieben. Danach wurde die Strecke abgebaut und die Liegenschaften verkauft.

Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach einem Wettbewerb wurde die Bahnstrecke am 22. Juni 2010 in Pannoniabahn umbenannt.[3]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Pannoniabahn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Referenzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Dieter Geerkens: Wertpapiere österreichischer Eisenbahnen, Seite 188–189, bahnmedien.at, Wien 2009
  2. Rechnungshofbericht. In: oesterreich.orf.at, 14. Jänner 2011, abgerufen am 21. März 2011.
  3. Verkehr. Neuer Name für die Bahnstrecke: „Pannoniabahn“. In: burgenland.orf.at, 20. Juni 2010, abgerufen am 21. März 2011.