Panzer-Division Bergen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Panzer-Division Bergen
Aktiv März bis Mai 1945
Land Deutsches Reich NSDeutsches Reich (NS-Zeit) Deutsches Reich
Streitkräfte Wehrmacht
Teilstreitkraft Heer
Truppengattung Panzer
Typ Panzer-Division
Grobgliederung Gliederung
Garnison Hannover
Kommandeure
Einziger Kdr. Oberst Erhard Grosan[1]

Die Panzer-Division Bergen war ein Großverband des Heeres der deutschen Wehrmacht.

Divisionsgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Angesichts des drohenden Zusammenbruchs der Westfront im März 1945 beschloss das Stellvertretende Generalkommando XI in Hannover, die Aufstellung der PD Bergen aus der Panzertruppenschule Bergen, obwohl diese bereits nicht mehr im Besitz von Kampfpanzern und Artillerie war. Den Befehl über die neu aufgestellte Division erhielt Oberst Erhard Grosan.

Am 29. März 1945 marschierte die Lehrtruppe Fallingbostel zusammen mit der Panzerjagdbrigade Bergen[2] unter Oberstleutnant Rode an die vorgesehene Stellung an der Weser. Von dort aus entwickelten sich Kämpfe bei Rinteln und Bodenwerder bis zur sogenannten Harzfestung. Die PD Bergen war jedoch aufgrund ihrer mangelnden Bewaffnung, fehlender Munition und ohne Nachschub nicht in der Lage, die 2. US-Panzerdivision aufzuhalten, und ihre Hauptmasse wurde bei Rinteln vernichtet. Eine Nachhut unter Major Schulz konnte keine Verbindung mehr zu der Division herstellen und musste in den Harz ausweichen.

Aus den zerschlagenen Resten der Division bildeten Oberst Grosan und Major Graf von Werthern die „Kampfgruppe Grosan“, die sich eine Zeitlang an der Aller bis Soltau behaupten konnte, dann über die Elbe bis Berlin und dann nach Schleswig-Holstein marschierte, und schließlich bei Bad Segeberg kapitulierte. Am 9. Mai 1945 erhielten Oberst Grosan und Hauptmann Lotze das Ritterkreuz.

Gliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Lehrtruppe Fallingbostel
    • Panzergrenadier-Bataillon Hauptmann Birngruber
  • Panzerjagdbrigade Bergen
  • Regimenter ohne schwere Waffen

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Helmut Ritgen: Die Panzertruppenschulen des Heeres 1918 bis zum Aufbau der Bundeswehr.

Anmerkungen und Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.bergenbelsen.co.uk/pages/Staff/Staff.asp?CampStaffID=290
  2. Ausrüstung mit Fahrrädern und Panzerfäusten