Paolo Rossi (Fußballspieler)

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Paolo Rossi

Paolo Rossi, 2007

Spielerinformationen
Geburtstag 23. September 1956
Geburtsort PratoItalien
Größe 174 cm
Position Stürmer
Vereine in der Jugend
1972–1973 Juventus Turin
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1973–1975
1975–1976
1976–1979
1979–1980
1981–1985
1985–1986
1986–1987
Juventus Turin
Como Calcio (Leihe)
L.R. Vicenza
Perugia Calcio (Leihe)
Juventus Turin
AC Mailand
Hellas Verona
3 0(0)
6 0(0)
94 (60)
28 (13)
83 (24)
20 0(2)
20 0(4)
Nationalmannschaft
1976–1978
1977–1986
Italien U-21
Italien
10 0(5)
48 (20)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Paolo Rossi (* 23. September 1956 in Santa Lucia in Prato) ist ein ehemaliger italienischer Fußballspieler.

Karriere[Bearbeiten]

Bereits als Jugendlicher wurde Paolo Rossi von Juventus Turin entdeckt. Er musste dann jedoch 1975 den Weg in die Serie B zum AC Como antreten, um Erfahrungen zu sammeln. 1976 wechselte er zu einem weiteren Zweitligaverein nach Vicenza. Hier entdeckte ihn bereits Nationaltrainer Enzo Bearzot für die Italienische Fußballnationalmannschaft. Er wurde in dieser Saison Torschützenkönig der zweiten Liga und hatte maßgeblichen Anteil am ersten Aufstieg Vicenzas in die Serie A. In der Saison 1977/78 schoss er 24 Tore in der Serie A, wurde Capocannoniere und belegte mit Lanerossi Vicenza hinter Juventus Turin den zweiten Platz in der Liga.

Rossi hatte sein WM-Debüt bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1978 in Argentinien. Der damals 21-jährige trug das Nationalmannschafts-Trikot mit der Nummer 21 und erzielte gleich im ersten Gruppenspiel gegen Frankreich das Ausgleichstor zum 1:1. Italien wurde bei dieser Weltmeisterschaft Vierter. In der gleichen Saison war er mit Vicenza sogar italienischer Vize-Meister geworden und wechselte für die neue Saison zum AC Perugia.

1979 war Rossi in einen Skandal um ein verschobenes Ligaspiel (AC Perugia - US Avellino 2:2, 30. Dezember 1979) verwickelt und wurde vom italienischen Verband für drei Jahre gesperrt. Später wurde die Strafe auf zwei Jahre abgemildert, und Rossi war ab April 1982 wieder spielberechtigt. Trotz mangelnder Spielpraxis wurde er vom damaligen Nationaltrainer Enzo Bearzot für die Weltmeisterschaft nominiert.

Nach einer schwachen WM-Vorrunde, in der Italien dreimal unentschieden spielte und Rossi kein Tor erzielte, kam sein großer Auftritt im zweiten Spiel der zweiten Finalrunde gegen den hohen WM-Favoriten Brasilien. Rossi erzielte alle drei Tore zum 3:2-Erfolg Italiens. Italien bezwang dann Polen im Halbfinale mit 2:0, und Rossi erzielte beide Tore.

Im Finale gegen Deutschland schoss Rossi das Tor zum 1:0. Am Ende gewann Italien mit 3:1 seinen dritten Weltmeisterstitel, und Rossi wurde mit sechs Treffern Torschützenkönig und bester Spieler des Turniers. Außerdem wurde er im gleichen Jahr zu Europas Fußballer des Jahres gewählt.

Nach der Sperre kehrte Rossi dann 1982 zu Juventus Turin zurück. Anschließend hatte er seine größten Vereinserfolge. Gemeinsam mit Michel Platini und Zbigniew Boniek bildete er den torreichsten Angriff der italienischen Liga und gewann 1983 den italienischen Pokal, 1984 dann seine erste italienische Meisterschaft und den Europapokal der Pokalsieger. 1985 stand er dann in der siegreichen Elf im Finale des Europapokals der Landesmeister von Brüssel, das jedoch in der Katastrophen endete, als Hooligans aus Liverpool eine Massenpanik auslösten. In der nachfolgenden Saison 1985/1986 wechselte Rossi zum AC Mailand, konnte hier jedoch nicht mehr an die Erfolge anknüpfen, die er in Turin erzielt hatte. Enzo Bearzot nominierte ihn dennoch für die Fußball-Weltmeisterschaft 1986 in Mexiko. Rossi kam bei diesem Turnier aber nicht zum Einsatz. Seine Zeit beim AC Mailand wurde von Verletzungen geprägt, ebenso seine Zeit bei Hellas Verona in der Saison 1986/87. Er beendete daraufhin 1987 seine Karriere und zog sich ins Privatleben zurück. Rossi fehlen nur der UEFA-Pokal und der Europameistertitel. In 48 Länderspielen für Italien erzielte er 20 Tore und in 215 Erstligaspielen 82 Tore.

Erfolge[Bearbeiten]

Als Nationalspieler

Mit seinen Vereinen

Individuelle Erfolge/Ehrungen

Weblinks[Bearbeiten]

Vorgänger Amt Nachfolger

zuvor nicht vergeben
Bester Spieler einer WM
(Goldener Ball)

1982

Diego Maradona