Pappus (Botanik)

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Schirmförmig ausgebildeter Pappus
auf den Samen des Wiesen-Bocksbarts
(Tragopogon pratensis)
Aufbau einer Zungenblüte:
A Fruchtknoten
B Pappus
C Theca
D Zunge
E Stempel

Als Pappus bezeichnet man die zu Haaren, Borsten oder Schuppen umgebildeten Kelchblätter bei Vertretern der Pflanzenfamilie der Korbblütler (Asteraceae).

Bei einem haarförmigen Pappus werden die einzelnen Haare als Pappusstrahlen bezeichnet, die verzweigt oder unverzweigt sein können. Länge, Form, Art der Ausbildung und generell das Vorhandensein eines Pappus sind wichtige Bestimmungsmerkmale bei vielen Korbblütlergewächsen. Bei einigen Taxa wie dem Löwenzahn (Taraxacum) oder den Bocksbärten (Tragopogon) ist der Pappus durch einen Stiel schirmartig emporgehoben, man spricht dann von einem geschäbelten Pappus.

In der Regel dient der Pappus der Samenausbreitung durch den Wind (Meteorochorie). Bei einigen Gattungen wie dem Zweizahn (Bidens) und den Kletten (Arctium) kann er sich im Fell von Tieren oder in Kleidung verhaken (Epichorie).

Bei den Baldrianen (Valeriana), wie z. B. beim Echten Baldrian (Valeriana officinalis) bezeichnet man den haarförmig entwickelten Kelch ebenfalls als Pappus.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Joachim W. Kadereit, Christian Körner, Benedikt Kost, Uwe Sonnewald: Strasburger - Lehrbuch der Pflanzenwissenschaften. Springer Spektrum, 37. vollständig überarbeitete & aktualisierte Auflage, Berlin & Heidelberg 2014. ISBN 978-3-642-54434-7 (Print); ISBN 978-3-642-54435-4 (eBook)
  • Peter Leins: Blüte und Frucht. Morphologie, Entwicklungsgeschichte, Phylogenie, Funktion, Ökologie. E. Schweizerbart’sche Verlagsbuchhandlung, Stuttgart 2000, ISBN 3-510-65194-4.
  • Rita Lüders: Grundkurs Pflanzenbestimmung. 7. Auflage, Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2015, ISBN 978-3-494-01615-3

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Pappus (Botanik) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien