Paris-Manhattan

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Filmdaten
Deutscher TitelParis-Manhattan
OriginaltitelParis-Manhattan
ProduktionslandFrankreich
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr2012
Länge78 Minuten
AltersfreigabeFSK o. A.
Stab
RegieSophie Lellouche
DrehbuchSophie Lellouche
ProduktionPhilippe Rousselet
MusikJean-Michel Bernard
KameraLaurent Machuel
SchnittMonica Coleman
Besetzung

Paris-Manhattan ist eine französische Filmkomödie aus dem Jahr 2012.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seitdem sie 15 Jahre alt ist, ist Alice Ovitz ein großer Fan von Woody Allen. Sie hat all seine Filme gesehen und unterhält sich imaginär immer wieder mit einem Poster von ihm, welches in ihrem Zimmer hängt. Dabei berät er sie in allen Lebenslagen, etwa wenn sie sich in den Jazzfan und Ingenieurstudenten Pierre verliebt, ihre Schwester Hélène ihn ihr wegschnappt und anschließend zwei Jahre später heiratet. Seine Ratschläge helfen ihr auch in den folgenden Jahren die gescheiterten Liebeleien mit anderen Männern und den Neid auf die glückliche Ehe ihrer Schwester zu verarbeiten. Dabei läuft es auf der Arbeit besser, denn als sich ihr Vater Isaac zur Ruhe setzt, überschreibt er ihr seine Apotheke. Und in ihrem Laden führt sie einiges anders, so verschreibt sie für die körperlichen Qualen Medikamente und für die seelischen Qualen verleiht sie DVDs, häufig die von Woody Allen.

Mit ihrem Leben könnte sie kaum zufriedener sein, wäre da nur nicht der Heiratsdruck von Isaac, dem sich Alice ausgesetzt fühlt. Permanent verteilt er ihre Visitenkarten an Singlemänner und lädt fremde Männer zu ihr ein. So muss sie sich in ihrer Apotheke auf Rat ihres Vaters vom attraktiven Victor eine neue Sicherheitsanlage einbauen lassen. Victor selbst lernte sie vor ein paar Tage in einer Galerie kennen. Interesse hatte sie keins. Vielmehr interessiert sie sich für den Singleman Vincent, der ebenfalls ein Fan von Woody Allen und Cole Porter ist. Während sie mit diesem eine Affäre eingeht, ist Victor doch immer wieder irgendwo zufällig anwesend. So diniert er mit ihr, den Eltern und Pierre und Hélène. Dabei kommen sowohl er als auch Alices Eltern auf den Gedanken, dass Pierre wohl seine holde Hélène betrügt. Um dies zu beweisen, brechen sie unabhängig voneinander in deren Wohnung ein. Doch beim Durchstöbern lassen sich keine Beweise finden. Erst als Alice einige Zeit später von Victor den Anruf erhält, dass Pierre sich in einem noblen Hotel mit einer jungen Dame trifft, hat sie die Gewissheit. Doch als sie mit Victor beide in der Lobby beobachtet, stellt sie überrascht fest, dass auch Hélène mit von der Partie ist und es sich lediglich um einen flotten Dreier handelt.

Kurze Zeit später verlässt Vincent Alice, da er geschäftlich nach New York City muss. Er verspricht ihr, dass sie bald wieder zusammen sein und über ihre Zukunft sprechen werden. Victor kommentiert es lediglich damit, dass Götter nicht lieben, sondern sich lediglich lieben lassen. Betrauern kann sie diesen Verlust eigentlich nicht. Lediglich mehr dem Leben zuwenden möchte sie sich. Als dann Hélène auch noch ihrer eigenen Tochter Laura hinterherspioniert, muss sie diese begleiten. Doch entgegen der Befürchtung, dass sie sich mit einem reichen alten Mann trifft, der sie nur ausnutzt, sehen sie, wie glücklich verliebt Laura mit ihrem Achille ist. Er wird es auch einige Zeit später sein, der Alice helfen wird, noch rechtzeitig zu einem Termin zu kommen. Denn durch Zufall trifft Victor in einem Hotel Woody Allen und bittet ihn darum, Alice kurz treffen zu können. Allen sagt zu, doch weil er kurz vor der Abreise ist, müsste sie sich beeilen. Mit Achille als Chauffeur schafft sie es noch rechtzeitig zum Hotel, wobei sie Victor ihre Liebe gesteht und Woody Allen trifft.

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Liebenswerte Komödie um Romantiker und Chaoten, die zwar nicht ganz die inszenatorische Leichtigkeit der Woody-Allen-Klassiker entfaltet, gleichwohl bestens unterhält.“

„Mit ihrem Regiedebüt beweist Sophie Lellouche [...] nicht nur komödiantisches Geschick, ihr gelingt auch ein wunderbarer Kniefall vor ihrem großen Idol Woody Allen. Der ließ es sich nicht nehmen, selbst die Kommentare einzusprechen und schließlich sogar mit einem Gastauftritt zu überraschen. Allen-Fans werden auch diese liebeswerte Hommage mögen, zumal auch Patrick Bruel wieder eine brillante Darstellung abliefert.“

„Die nun folgenden Kabbeleien [...] sind vielleicht nicht so originell wie beim großen Vorbild, und doch ist Sophie Lellouche eine amüsante und unterhaltsame Hommage an Woody Allen gelungen. Das liegt vor allem an den spritzigen Dialogen und den gut aufgelegten Darstellern. Die schöne Alice Taglioni überzeugt als charmant-chaotische Stadtneurotikerin, Patrick Bruel als liebenswert-verschmitzter Realist, der die anspruchsvolle Träumerin doch erobert.“

„Wer etwas andere romantische Komödien mag oder sich schon immer gefragt hat, wie Woody Allen wohl auf Französisch wäre, kann durchaus mal einen Zwischenstopp in der Stadt der Liebe einlegen. Die eigentliche Geschichte ist zwar recht simpel und vorhersehbar, dafür gibt es eine Menge skurriler Charaktere, gut aufgelegte Darsteller und charmante Situationskomik.“

film-rezensionen.de[4]

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film hatte seine Weltpremiere am 2. April 2012 auf dem The Alliance Française French Film Festival in Australien. In Deutschland kam er am 4. Oktober 2012 in die Kinos und ist seit dem 1. März 2013 auf DVD und Blu-ray Disc erhältlich.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Paris-Manhattan. In: Lexikon des internationalen Films. Zweitausendeins; abgerufen am 2. März 2017.
  2. Paris-Manhattan auf prisma.de, abgerufen am 13. März 2013
  3. Michael Ranze: "Paris - Manhattan": Charmante Luftbrücke auf abendblatt.de vom 4. Oktober 2012, abgerufen am 13. März 2013
  4. Paris – Manhattan auf film-rezensionen.de, abgerufen am 5. Juli 2013