Paris FC

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Paris FC
Logo ParisFC 2011.png
Basisdaten
Name Paris Football Club
Sitz Paris
Gründung 1969
Präsident Pierre Ferraci
Website www.parisfootballclub.com
Erste Mannschaft
Trainer Fabien Mercadal
Spielstätte Stade Charléty
Plätze 20.000
Liga Ligue 2
2017/18 8. Platz (Ligue 2)
Heim
Auswärts

Der Paris Football Club (kurz: PFC, nicht zu verwechseln mit dem FC Paris, einem Rugbyclub) ist ein französischer Fußballverein aus der Landeshauptstadt.

Die Vereinsfarben sind Himmelblau und Schwarz. Die Ligamannschaft der Männer spielt normalerweise im Stade Déjerine, das eine Kapazität von 2.500 Plätzen aufweist; wegen des unzureichenden Zustandes der Spielfläche hat der französische Verband 2006 einen Umzug ins Stade Marville von La Courneuve und 2007 ins Stade Charléty (20.000 Zuschauer) verfügt.

Vereinspräsident ist Pierre Ferracci; die erste Mannschaft wird derzeit von Fabien Mercadal trainiert (Stand: August 2017).

Geschichte und Namensänderungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vereinsemblem (bis 2011)

Gegründet wurde Paris FC erst im Jahr 1969. Dahinter stand die Absicht, in der Hauptstadt wieder Spitzenfußball anzusiedeln, nachdem die Traditionsvereine Racing Club und Stade Français 1964 bzw. 1967 aus der Division 1 abgestiegen waren und Red Star längst nur noch im Pariser Umland ansässig war. Dieser neue FC war im ersten Jahr ein Verein ohne Mitglieder und ohne Mannschaft; deshalb fusionierte er 1970 mit Stade 1904 Saint-Germain-en-Laye (daraus ging, ebenfalls als Neugründung, Paris Saint-Germain hervor) und hieß für eine Spielzeit Paris-Saint-Germain FC, danach wieder PFC. 1978/79 benannte er sich, wiederum nur für ein Jahr, in Paris 1 um (aufgrund seines Sponsors, des Radiosenders Europe 1).

Dies war die bisher letzte Erstligasaison des Klubs, der im Rennen um Erfolge und Publikumsgunst gegen seinen „jüngeren Stiefbruder“ PSG früh das Nachsehen hatte. Dazu trug auch bei, dass der PFC nur in seinen drei Erstligajahren im seinerzeit komplett umgebauten Prinzenparkstadion antreten durfte (dort 1979 Zuschauerrekord mit 41.000 Besuchern im Spiel gegen die AS Saint-Étienne), ansonsten aber mit dem baufälligen Stade de la Porte de Montreuil vorliebnehmen musste. Wegen dessen zeitweiliger Sperrung vagabundierte der PFC phasenweise regelrecht durch den Großraum Paris; 1981/82 trug die Ligaelf sogar einen Teil ihrer Heimspiele im 170 km entfernten Troyes aus.

1982/83 fusionierte der Verein mit dem Racing Club zu Racing Paris I; 1983 erfolgte seine eigenständige Neugründung als Paris FC 83, der 1997 (Paris FC 98) und 1998 (Paris FC 2000) weitere Namensänderungen vornahm und inzwischen wieder seinen ursprünglichen Namen trägt.

Seit Mitte 2016 fanden Gespräche und Verhandlungen zwischen dem PFC und dem erfolgreichen Frauenfußballverein Juvisy FCF statt, in denen die Möglichkeiten einer sehr engen Kooperation bis hin zu einer Fusion der Klubs ausgelotet werden sollten. Im Sommer 2017 wurde die Fusion der beiden Vereine vollzogen (siehe das Frauenfußball-Kapitel weiter unten). In die Verhandlungen waren zeitweise auch noch die Fußballer des traditionsreichen Racing Club Paris eingebunden; dies sollte die seit vielen Jahren bestehenden Überlegungen, in der Hauptstadt neben PSG dauerhaft einen starken zweiten Profiklub bei Männern und Frauen zu installieren, der Realisierung näherbringen.[1]

Ligazugehörigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Profistatus hat der PFC von 1970 bis 1973 und von 1976 bis 1984 besessen, seit 2015 hat er diesen erneut. Erstklassig (Division 1, seit 2002 in Ligue 1 umbenannt) spielte der Klub von 1972 bis 1974 und in der Saison 1978/79. Seit 1982 pendelte er zwischen Dritt- und Viertklassigkeit. 2015 gelang der Aufstieg in die zweitklassige Ligue 2, der Verein stieg aber nach nur einer Saison wieder ab. In der Saison 2017/18 wird Paris FC erneut in der Ligue 2 antreten; nachdem der Verein in der Relegation gescheitert war, rückte er durch den Lizenzentzug für den SC Bastia nach.[2]

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste Mannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kader der Saison 2017/18[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stand 17. Januar 2018

Nr. Nat. Name Geburtstag im Verein seit
Tor
1 Vincent Demarconnay 05. April 1983 2008
16 Thomas Aupic 24. Februar 1985 2016
30 GabunGabun Didier Ovono 23. Januar 1983 2017
Abwehr
2 KamerunKamerun Frédéric Bong 27. Juli 1987 2016
3 Thomas Delaine 24. März 1992 2017
5 GuineaGuinea Ousmane Sidibé 23. April 1985 2016
15 ElfenbeinküsteElfenbeinküste Axel Bamba 06. Juli 1999 2016
17 Samuel Yohou 06. August 1991 2017
19 ElfenbeinküsteElfenbeinküste Hervé Lybohy (C)Kapitän der Mannschaft 24. Juli 1983 2014
23 Souleymane Karamoko 29. Juli 1992 2017
Mittelfeld
6 Martin Mimoun 11. Juni 1992 2017
7 Rayane Aabid 19. Januar 1992 2017
8 Redouane Kerrouche 26. April 1994 2017
10 MarokkoMarokko Saifeddine Alami 19. November 1992 2016
11 Mathieu Robail 02. Juni 1985 2016
12 MadagaskarMadagaskar Lalaina Nomenjanahary 16. Januar 1986 2016
14 Cyril Mandouki 21. August 1991 2017
20 AlgerienAlgerien Julien Lopez 01. März 1992 2017
24 ElfenbeinküsteElfenbeinküste Edmond Akichi 24. April 1990 2017
28 Idriss Ech-Chergui 22. Mai 1985 2014
Angriff
18 Malik Tchokounté 11. September 1988 2017
26 KongoKongo Dylan Saint-Louis 26. April 1995 2017
27 Valentin Lavigne 23. Juni 1994 2017
29 Ibou Cissé 02. November 1996 2012

Spieler mit den meisten Einsätzen und Toren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stand 17. Januar 2018

In der folgenden Tabelle sind alle Pflichtspiele und Pflichtspieltore für die erste Mannschaft angegeben. Dies umfasst neben den Ligaspielen alle Spiele in den nationalen Pokalwettbewerben.

Einsätze
01 Lamri Laachi 1973–1983
1987–1988
270
02 Vincent Demarconnay seit 2008 164
03 Abdoulaye Diawara 2007–2010
2011–2013
155
04 Jean-Claude Lafargue 1975–1983 149
05 Jean-François Beltramini 1975–1979 132
Tore
01 Jean-François Beltramini 1975–1979 37
02 Louis Floch 1972–1974 33
03 Lamri Laachi 1973–1983
1987–1988
29
04 Bernard Lech 1977–1979 28
05 Bruno Knockaert 1979–1981 27

Bekannte Personen in Vergangenheit und Gegenwart[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Französische Nationalspieler

Die Zahl der Länderspiele für Paris FC und der Zeitraum dieser internationalen Einsätze sind in Klammern angegeben

  • Jean Djorkaeff (1, 1972) vorher 47 weitere Länderspiele für drei andere Vereine
  • Louis Floch (3, 1973) vorher 13 weitere Länderspiele für einen anderen Verein; 1972/73 auch zehntbester Torjäger der D1
  • Jean-Paul Rostagni (5, 1972–1973) vorher 20 weitere Länderspiele für drei andere Vereine
Andere

Frauenfußball[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Mitte 2016 begonnenen Gespräche und Verhandlungen zwischen PFC und Juvisy FCF führten im Sommer 2017 zur Fusion des reinen Frauenklubs mit dem PFC – unter dessen Namen. Juvisys letzte Präsidentin Marie-Christine Terroni ist Leiterin der neuen PFC-Frauenabteilung, sämtliche bisherigen Juvisy-Frauschaften und die Nachwuchsschule bleiben im Département Essonne ansässig, wo sie auch ihre Spiele austragen, wenngleich die Erstligaelf voraussichtlich einzelne Matches im Stade Charléty von Paris bestreiten wird. Die bisherigen Jugendteams des PFC hingegen verbleiben im 20. Arrondissement der Hauptstadt. Dadurch ist Frankreichs größte Frauenfußballabteilung mit rund 400 aktiven Frauen und Mädchen entstanden.[3] Die Frauen des PFC spielen somit ab der Spielzeit 2017/18 in der D1F, der höchsten Liga Frankreichs.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Thierry Berthou u. a.: Dictionnaire historique des clubs de football français. Pages de Foot, Créteil 1999, ISBN 2-913146-01-5 (Band 1, A-Mo) bzw. ISBN 2-913146-02-3 (Band 2, Mu-W).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Juvisy entwirft sich eine neue Zukunft vom 19. Januar 2017 bei footofeminin.fr
  2. Le Paris FC repêché en Domino’s Ligue 2 à la place du SC Bastia. Ligue de football professionnel, 25. Juli 2017, abgerufen am 31. Juli 2017 (französisch).
  3. Artikel „Der FCF Juvisy Essonne und der Paris FC sind eins“ vom 6. Juli 2017 auf fcfjuvisy.fr