Parker-Punkte

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Parker-Punkte (PP) sind die Ergebnisse der Bewertungen von Wein seitens des US-amerikanischen Weinkritikers Robert Parker und seiner Mit-Autoren.

Bewertungssystem[Bearbeiten]

Parker-Punkte werden entsprechend dem amerikanischen Schulnoten-System vergeben, zwischen 50 und 100 Punkten. Die einzelnen Wertungen besagen:

  • 50 bis 69 Punkte: schlecht bis unterdurchschnittlich
  • 70 bis 79 Punkte: durchschnittlich
  • 80 bis 89 Punkte: überdurchschnittlich bis sehr gut
  • 90 bis 95 Punkte: hervorragend
  • 96 bis 100 Punkte: außerordentlich

Mit einem Plus-Zeichen (+) werden Weine markiert, denen Parker zutraut, sich mit der Lagerungszeit noch besser zu entwickeln.

Mit einem Fragezeichen (?) werden Weine markiert, bei denen Parker unsicher ist, ob diese Weine in korrekter Verfassung vorgefunden wurden, sich eventuell leicht fehlerhaft entwickeln würden oder ähnliches.

Kritik[Bearbeiten]

Kritiker wollen bei Parker eine Vorliebe für fruchtige, dichte Weine ausgemacht haben, Eleganz und Vielschichtigkeit würden untergewichtet. Parkers Lieblingsweine seien die des Rhônetals von Côte-Rôtie über Hermitage bis Châteauneuf-du-Pape.

Parker selbst entgegnet, dass allein das Kundeninteresse an gutem Wein seine Urteile leite. Er solle keine Handels- und Vermarktungsinteressen haben; das Weingut, an dem er selbst Anteile hält, taucht in seinen Publikationen nicht auf. Allerdings ist sein der Weinpublikation gewidmeter Verlag mittlerweile ein Unternehmen mit etlichen Mitarbeitern geworden: in einigen Regionen verkostet Parker nicht mehr persönlich die Weine, sondern überlässt dieses mehreren Mitarbeitern, von denen er aussagt, dass sie nach exakt denselben Maßstäben arbeiteten. Das letzte Wort zu den Publikationen hat Robert Parker als Verleger.

Außerdem wird Parker vorgehalten, er sei zu großzügig mit seiner Punkte-Vergabe, insbesondere den vollen 100 Punkten. Dadurch sei eine feine Unterscheidung im Spitzenfeld nicht mehr gegeben.

Konkurrierende Bewertungs-Systeme[Bearbeiten]

Andere numerische Bewertungssysteme von Weinkritikern sind:

„Parker-Mania“[Bearbeiten]

Beispiele für den dramatischen Einfluss hoher PP (Parker-Punkte) auf den Preis:

  • in der Subskription der bordelaiser Weine von 2003 war der „günstigste“ Wein mit der Bandbreite 96–00, d.h. mit dem Potential, eventuell später 100 PP erreichen zu können, der Montrose 2003. Binnen des Tages der Veröffentlichung der Weinkritik erhöhte sich in der Schweiz der Preis des Weines von ca. 60 CHF auf über das Doppelte, schließlich kostete der noch zwei Jahre lagernde Wein um die 145 Euro.
  • In Folge der Hochwertung des 1986er Léoville-las-Cases von 98+ PP auf volle 100 PP sprang der Preis auf eBay Deutschland um rund 50 %.
  • In den USA sind seitens Weingütern Beratungsdienstleistungen zu kaufen, wie ihre Wein-Erzeugnisse „parkerisiert“ werden können, d. h. wie durch bestimmte Weinanbau-Techniken, bestimmte Kellertechniken Weine so hingetrimmt werden können, dass sie im Parker-System besser abschneiden und voraussichtlich höhere Preise erzielen werden.

Insbesondere die neu mit vollen 100 Punkten benoteten Weine bekommen schnell hohe Preissteigerungen. Es gibt vermögende Weinliebhaber, die speziell auf der Suche nach 100 PP-Weinen sind. Eine Referenz zu Preisen können Bordeaux-Weine sein: Die günstigsten 100 PP-Weine aus Bordeaux sind der 1986er Léoville-las-Cases, der 1982er Pichon-Comtesse-de-Lalande und der 1990 Montrose.

100-PP-Weine aus anderen Gebieten als Bordeaux erzielen teilweise geringere Preise.

Das Urteil Parkers ist die bestimmende Macht in der Weinbewertung. Kein anderer Kritiker kommt mit seinen Wertungen dem Gewicht von Parkers Wertungen gleich.

Weblinks[Bearbeiten]