Parkfriedhof Lichterfelde

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Eingang zum Parkfriedhof Lichterfelde

Der Parkfriedhof Lichterfelde ist ein städtischer Friedhof in Lichterfelde (Ortslage Lichterfelde West) im Berliner Bezirk Steglitz-Zehlendorf. Er liegt zwischen dem Thuner Platz und dem Platz des 4. Juli.

Geschichte[Bearbeiten]

Um mehr Begräbnismöglichekiten bei steigendem Bedarf zu schaffen, beschloss der Gemeinderat von Groß Lichterfelde im Jahre 1905, neben den zwei Dorfkirchhöfen (Lichterfelde und Giesensdorf) und dem ersten Friedhof der Villenkolonie Lichterfelde-West in der Moltkestraße, einen großen, repräsentativen Friedhof anzulegen. Ein größeres Gelände am südlichen Ortsrand der Villenkolonie kam dafür in Betracht. Ein beschränkter Wettbewerb unter fünf Gartenarchitekten führte zu dem Siegerentwurf des Landschaftsarchitekten Friedrich Bauer. Von 1908 bis 1911 legten Gärtner den Parkfriedhof nach dem Entwurf an, und am 17. Mai 1911 fand die erste Beisetzung statt.

Kriegsopfer: Auf dem Friedhof gibt es ein Ehrenhain für Gefallene des Ersten Weltkrieges. Eine trauernde Frau aus Bronze steht zwischen den Gräbern. Insgesamt ruhen hier 64 Tote, unter ihnen Gefallenen. Im hinteren Friedhofsteil gibt es drei geschlossene Anlagen, hier sind die Toten in Reihen angelegt. Auf einem anderen Grabfeld sind weitere Kriegsgräber verteilt. Auf den Gräberfeldern mit den Opfern des Zweiten Weltkrieges befindet sich je ein Gedenkstein in der Mitte des Feldes. Insgesamt ruhen hier 2089 Kriegsopfer.[1]

Wegen seiner gepflegten Anlagen und der künstlerisch gestalteten Grabmäler wurde der Parkfriedhof Lichterfelde bald zu einem beliebten Bestattungsplatz in Berlin. Nach Einführung der freien Friedhofswahl für alle Berliner entwickelte er sich zum Prominentenfriedhof und musste erweitert werden.

Auf dem Friedhof bestattete Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Grab von Arthur Berson
Grab von Georg Schumann
Grab von Arthur Werner

– alphabetisch geordnet –

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Uta Lehnert: Den Toten eine Stimme – Der Parkfriedhof Lichterfelde. Edition Hentrich, Berlin 1996, ISBN 3-89468-204-3.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Lichterfelde Parkfriedhof

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Parkfriedhof Lichterfelde – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

52.42138888888913.290833333333Koordinaten: 52° 25′ 17″ N, 13° 17′ 27″ O