Parlamentarischer Untersuchungsausschuss Elbphilharmonie

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Der Parlamentarische Untersuchungsausschuss „Elbphilharmonie“ (kurz: PUA Elbphilharmonie) der Hamburgischen Bürgerschaft hat die Aufgabe, die Kostenentwicklung und Verantwortlichkeiten beim Bauprojekt Elbphilharmonie zu klären und dem Parlament zu berichten, wie künftig bei großen Bauprojekten unverhältnismäßig hohe Kostensteigerungen zulasten der Stadt verhindert werden können.

Die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Tätigkeit des Untersuchungsausschusses bildet Artikel 25 der Hamburgischen Verfassung[1] in Verbindung mit den Vorschriften des Gesetzes über die Untersuchungsausschüsse der Hamburgischen Bürgerschaft.[2]

PUA Elbphilharmonie der 19. Wahlperiode[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Peter Tschentscher, SPD: Vorsitzender des Untersuchungsausschusses Elbphilharmonie in der 19. Wahlperiode

Der erste PUA Elbphilharmonie wurde in der 19. Wahlperiode am 5. Mai 2010 einstimmig durch die Hamburgische Bürgerschaft, auf Antrag der SPD-Fraktion eingesetzt.[3] Er war der 40. Untersuchungsausschuss seit 1946 und seine Aufgabe bestand darin, die Kostenentwicklung und Verantwortlichkeiten im Projekt Elbphilharmonie zu klären und dem Parlament zu berichten, wie künftig bei großen Bauprojekten unverhältnismäßig hohe Kostensteigerungen zulasten der Stadt verhindert werden können.

Der Ausschuss wurde mit elf Mitgliedern besetzt, davon fünf aus der CDU-Fraktion (Jörn Frommann, Jörg Hamann, Hans Lafrenz, Brigitta Martens, Rolf Reincke (bis 2. September 2010)), vier aus der SPD- Fraktion (Rolf-Dieter Klooß, Martina Koeppen, Christel Oldenburg und Peter Tschentscher als Vorsitzender), aus der GAL-Fraktion Horst Becker und aus der Fraktion Die Linke Norbert Hackbusch. Tschentscher war treibende Kraft bei der Einsetzung des Untersuchungsausschusses und gab dafür seine Mitgliedschaft im Untersuchungsausschuss HSH-Nordbank auf.

Am 12. Mai 2010 trat der Untersuchungsausschuss zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen und bis zum 5. Januar 2010 wurden in zwölf Sitzungen zehn Zeugen vernommen, sowie eine Inaugenscheinnahme der Baustelle der Elbphilharmonie durchgeführt. Dem Gremium saß der SPD-Finanzpolitiker Peter Tschentscher vor. Folgende Zeugen wurden vom Ausschuss vernommen:

  • Hartmut Wegener (2. September 2010)
  • Volkmar Schön (17. September 2010)
  • Alexander Gérard (19. Oktober 2010)
  • Dieter Becken (19. Oktober 2010)
  • Hartmut Lohr (4. November 2010)
  • Jochen Margedant (19. November 2010 und 5. Januar 2011)
  • Axel Gedaschko (19. November 2010 und 5. Januar 2011)
  • Reinhard Stuth (14. Dezember 2010)
  • Lothar Ruf (14. Dezember 2010)
  • Heribert Leutner (5. Januar 2011)

Die Hamburgische Bürgerschaft hat am 15. Dezember 2010 das vorzeitige Ende der Wahlperiode beschlossen. Die daraus resultierenden Neuwahlen am 20. Februar 2011 hatten zur Folge, dass dieser Untersuchungsausschuss der Diskontinuität anheimfiel. Aus diesem Grund konnten die Untersuchungen nicht zu Ende geführt und nicht alle Zeugen vernommen und Akten ausgewertet werden. Der Ausschuss hat entschieden, auf der Grundlage der bisherigen Untersuchungen einen Sachstandsbericht zu erstellen. Dieser ist als Drucksache 19/8400[4] veröffentlicht.

PUA Elbphilharmonie der 20. Wahlperiode[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum Ende der 19. Wahlperiode hat die Hamburgische Bürgerschaft am 9. Februar 2011 der neuen Bürgerschaft mehrheitlich empfohlen, „die Tätigkeit des Parlamentarischen Untersuchungsausschusses Elbphilharmonie mit Beginn der nachfolgenden Legislatur fortzusetzen“[5]. Bereits auf ihrer 4. Sitzung am 14. April 2011 ist die neu gewählte Bürgerschaft dieser Empfehlung gefolgt und hat den Untersuchungsausschuss Elbphilharmonie mehrheitlich mit den Stimmen der SPD, GAL, FDP und der Fraktion DIE LINKE gegen die Stimmen der CDU erneut eingesetzt[6].

Die konstituierende Sitzung des zweiten Parlamentarischen Untersuchungsausschusses "Elbphilharmonie" fand am 19. April 2011 statt. Dem Ausschuss gehören insgesamt elf Mitglieder an, sechs von der SPD, zwei von der CDU und jeweils ein Vertreter von GAL, FDP und DIE LINKE. Zum Ausschussvorsitzenden wurde der SPD-Abgeordnete Ole Thorben Buschhüter gewählt und zur stellvertretenden Ausschussvorsitzenden die SPD-Abgeordnete Andrea Rugbarth[7].

Untersuchungsauftrag: Gründe für Dauer und Kosten des Projektes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Untersuchungsauftrag lautet:

„Zu untersuchen ist das Verhalten der Behörden, Ämter und Stellen der Stadt und der politisch Verantwortlichen auf Senatsseite sowie der öffentlichen Unternehmen und Beteiligungen, wie z.B. der ReGe Hamburg Projekt-Realisierungsgesellschaft mbH (ReGe) und der Elbphilharmonie Hamburg Bau GmbH & Co. KG (Bau KG). Der Untersuchungsausschuss soll klären,

  • worin die Ursachen der Kostenentwicklung für die Stadt liegen, ob Parlament und Öffentlichkeit zutreffend informiert wurden,
  • wer für die Kostenentwicklung bzw. die Information von Parlament und Öffentlichkeit auf Senatsseite verantwortlich ist und
  • welche Maßnahmen oder Vorkehrungen künftig zu treffen sind, um bei großen Bauprojekten eine hinreichende und wahrheitsgemäße Entscheidungsgrundlage für das Parlament zu schaffen, eine gute Projektsteuerung sicherzustellen und unverhältnismäßige Kostensteigerungen zu Lasten der Stadt zu verhindern.“
Drucksache 19/5984: [8]

Die Welt bemängelt, dass der Ausschuss die Frage nicht zu klären habe, warum sich keine der Fraktionen vor den Elbphilharmonie-Abschlüssen ausreichend sachkundig gemacht habe.[9]

Untersuchungsgegenstand[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick über den Sandtorhafen nach Westen, zur Baustelle der Elbphilharmonie (April 2010)

Untersuchungsgegenstand ist der Verlauf des am 28. Februar 2007 von allen Fraktionen einstimmig[9] beschlossenen Baus der Elbphilharmonie in der HafenCity.

Er sollte die Stadt nach einer (unverbindlichen) Machbarkeitsstudie ursprünglich 114 Millionen Euro kosten und 2010 abgeschlossen werden. Seither stiegen die Kosten auf 323 Millionen Euro, die bauausführende Adamanta KG verlangt weitere 22 Millionen Euro (Stand: Mai 2010). Die Fertigstellung wird nun erst für 2013 erwartet. Der PUA soll klären, wie es zu der Verzögerung und der Baukostensteigerung kam[10][8][11], sowie die Ursachen und Hintergründe der Kostensteigerung beim Bau des Konzerthauses[12]

Im Frühjahr 2010 legte Hochtief einen neuen Terminplan vor, wonach sich Eröffnung des Konzerthauses in der HafenCity auf 2013 verschiebt.[12]

Ein im Frühjahr 2011 vorgelegter Terminplan spricht nun sogar von einer Fertigstellung erst Ende 2013.[13]

Kostensteigerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Entwicklung der Kostenschätzungen für die Elbphilharmonie in Millionen EUR[14]

Im Dezember 2006 wurde die Summe in Höhe von 114 Millionen Euro als Pauschalpreis Verhandlungsgrundlage.[8][15] Nur für den Fall nachträglicher Planungsänderung durch den Bauherrn, also durch uns, kann es zu Kostensteigerungen für die FHH kommen, so der Projektkoordinator 2006.[8] Tatsächlich gab es bei dem Großprojekt Planungsänderungen, u.a. den Einbau des dritten Konzertsaales, die Bruttogeschossfläche vergrößerte sich von 84.000 m² um 43 % auf aktuell 120.000 m².

Die wichtigsten nachträglich vereinbarten Kostensteigerungen:

  • 2007: Steigerung um 1 Million Euro[16]
  • 2008: Steigerung um 137 Millionen und Verzögerung um 19 Monate[17]

Zwischen Machbarkeitsstudie und dem heutigen Stand des Vorhabens verdreifachten sich die Projektkosten von ursprünglich 150 Mio. EUR im Jahr 2003 auf aktuell 450 Mio. EUR. Die Baukosten sind also deutlich mehr als die Geschossfläche, nämlich um insgesamt 86 %, gestiegen.

Einer der Gründe dafür, die nun im PUA geklärt werden sollen, könnte sein, dass es ein Vertragsfehler im Regelwerk der ReGe mit Hochtief und dem Architekten gewesen sei, dass „die Terminplanung, die der Bauunternehmer im Vertrag hat, […] nicht diejenige [war], die der Architekt im Vertrag hat. Das war einer der Kardinalfehler, die im Ursprungsvertrag leider zu finden sind“, so Leutner.[18] Hochtief bestritt, die Verantwortung für diese Verzögerung zu tragen[19]

Vertragliche Beziehungen der Beteiligten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Organisationsmodell Elbphilharmonie aus Drs. 18/5526 S. 16 der Bürgerschaft Hamburg
Objektgesellschaft ist die Adamanta, Bauunternehmen ist Hochtief Construction

Am 7. April 2010 reichte die Stadt Klage beim Landgericht Hamburg ein, um das Subunternehmen Hochtief AG zur Erfüllung der Verpflichtung auf eine „vertraglich zugesicherte, verbindliche Terminplanung“ zu zwingen.[20] Hochtief bestritt, die Verantwortung für diese Verzögerung zu tragen[21] und reichte im April 2010 Klage gegen den Gutachter ein, um zu erzwingen, bestimmte Äußerungen aus einem Spiegel-Online Interview nicht zu wiederholen.[22][23]

Die Aufklärung durch den Untersuchungsausschuss könnte dadurch erschwert werden, dass die Vertragspartner sich untereinander zum Schweigen verpflichtet haben.[24]

Im Folgenden werden kurz die Akteure mit ihrer Beteiligung am Bau sowie die Kritikpunkte dargestellt, die ihnen zur Last gelegt werden.

Projektleitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die städtische Realisierungsgesellschaft ReGe Hamburg hat die Projektidee für die Stadt Hamburg den beiden Projektentwicklern Alexander Gérard und Dieter Becken abgekauft und die Verträge erstellt. Sie soll den Bau managen.[9]

Die ReGe führt die Geschäfte für die Elbphilharmonie Hamburg Bau GmbH & Co. KG (Kurz: Bau KG) als (haftende) Komplementärin, deren Kommanditistin die Stadt Hamburg ist.[24]

Geschäftsführer der ReGe und der Bau KG sind Heribert Leutner (Projektleiter Elbphilharmonie 2004 bis 2007 und seit 2008 Sprecher der Geschäftsführung)[25] sowie Dieter Peters. Bis 17. September 2008 war Hartmut Wegener Sprecher der Geschäftsführung.[26] Der Aufsichtsrat der ReGe besteht aus Senator a.D. Carsten Frigge (Vorsitzender, Finanzbehörde, zuvor Finanzsenator Michael Freytag), Peter Becker, Staatsrat Peter Wenzel (Behörde für Wirtschaft und Arbeit), Staatsrat Nikolas Hill (Behörde für Kultur und Medien) und Staatsrat a.D. Stephan Hugo Winters (Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt) (Stand Dezember 2010).[27][28]

Bis September 2008 war Staatsrat Volkmar Schön Aufsichtsratsvorsitzender der Bau KG,[29][30] danach formiert sich der Aufsichtsrat aus Johann C. Lindenberg (Vorsitzender), Wilhelm Friedrich Boyens, Hans Hinrich Coorssen, Eckart Kottkamp, Jens-Ulrich Maier, Horst-Michael Pelikahn, Nikolas Hill.[31]

Die Bau KG hat die Verträge mit den Generalplanern Herzog & de Meuron, Höhler und Partner, der Adamanta KG, der Skyliving KG, Hochtief sowie den beiden Landesbanken HSH Nordbank und Bayerische Landesbank geschlossen.[24] Sie steht im „ewigen Streit“ mit dem Generalunternehmer Hochtief „um die Fragen, wer wann wem welche Pläne vorzulegen hat, damit möglichst zügig weitergebaut werden kann“.[9] Die Zahl der Mitarbeiter für das Projekt Elbphilharmonie sind nach Amtsantritt von Leutner von sechs auf 15 Mitarbeiter aufgestockt worden, während Herzog & de Meuron 55 Mitarbeiter für dieses Projekt beschäftigen.[32]

Hartmut Wegener wurde als erster Zeuge geladen. In seiner Vernehmung am 3. September 2010 machte er hauptsächlich Hochtief sowie die Architekten für die Verzögerung des Baus verantwortlich. Er habe erst spät erkannt, dass diese nicht an einer schnellen Bauausführung interessiert gewesen seien, sondern Hochtief daran, durch Bauverzug zu verdienen und Herzog & de Meuron nur an ihrem Renommee. Er selbst sieht bei sich keine Schuld und lastet seinem damaligen Untergebenen Heribert Leutner an, dass die Verzahnung zwischen Bauausführung und den Architekten nicht geregelt worden sei und dass Leutner vor der Grundsteinlegung grundlos gekündigt hätte. Wegner gab zu, sich 2007 massiv verkalkuliert zu haben, aber auch zu bedenken, dass die Kostensteigerung von ursprünglich 241 Mio. auf jetzt 323 Mio. mit durch den nachträglichen Wunsch der Stadt verursacht worden seien, noch einen dritten Konzertsaal einzubauen.[33]

Architekten als Generalplaner[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stararchitekten Herzog & de Meuron sind für den Entwurf und dessen Umsetzung verantwortlich, hatten aber offensichtlich lange keine gemeinsame Terminplanung mit der bauausführenden Hochtief.

Die Generalplanung ist nicht zu verwechseln mit der Ausführungsplanung. So sind etwa Herzog & de Meuron nur für die Entwurfs- und Genehmigungsplanung des Großen Saales zuständig, etwa 20 % der Planung. Die Ausführungsplanung im Stahl- und Betonbau obliegt Hochtief.[34] Auch im Übrigen ist die Ausführungsplanung zwischen dem Generalplaner und dem ausführenden Unternehmen aufgeteilt.

Pierre de Meuron äußert sich zur Qualität der Probleme an der Elbphilharmonie:

„Solche Probleme, wie sie hier vorliegen, habe ich in meiner Berufslaufbahn noch nicht erlebt.“

Bauausführung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Elbphilharmonie entkernt bis auf die Grundmauern des ehemaligen Speichers

Die Adamanta KG, eine gemeinsame Gesellschaft aus Hochtief Construction AG und CommerzLeasing ist der Baudienstleister (und teilweise Vermarkter). Sie soll den Bau, die Finanzierung, die Funktionsgewährleistung und das Gebäudemanagement gewährleisten.[24]

Der Hochtief-Konzern ist gleichzeitig mit der Bauausführung betraut und selbst Investor. In einem Presseartikel heißt es, er beschubse die Bauherren mit Änderungs- und Behinderungsanzeigen ohne Grund und Boden und liefere selbst mangelhafte Qualität wie scheckigen Sichtbeton in der Parkgarage und „Betongeklecker auf der historischen Kaispeicherfassade“.[9]

Diese Kritik wurde durch ein Prüfbericht der Architekten erhärtet. Danach gebe es Sicherheitsmängel an tragenden Teilen.[35]

Der Vorstandschef von Hochtief, Herbert Lütkestratkötter bestreitet, dass es je sicherheitsrelevante Probleme gegeben habe,[36] räumt aber „Mängel und Abweichungen von der Planung“ ein, und kündigte aber auch an, dass „alle Punkte werden … mit einem hohen Qualitätsstandard behoben“.[37]

Jens Kerstan nennt Adamanta eine „Heuschrecke“ und wirft ihr vor, dass sie schon bei der Auftragserteilung gewusst habe, dass 60 Prozent der Planung noch nicht baureif gewesen wären. Der Konzern hätte von Anfang an wissen müssen, dass der Angebotspreis nicht ausreiche. Hochtief hätte darauf gebaut, dass sie „anschließend mit Hilfe ihrer Rechtsabteilung die Stadt ausplündern könnten.“[38][39]

Bei den Architekten heißt es, das Claim Management der Bauausführung sei so brutal, wie sie es noch nie erlebt hätten. Das „Dickicht aus Behinderungs- und Verzögerungsanzeigen“ aufgrund von Nachforderungen, Beschwerden und Mängellisten führe zu 20 bis 40 Briefen täglich, worunter die Motivation der Mitarbeiter auf allen Seiten leide.[39]

Pierre de Meuron hält die Mängel für gravierend und moniert fehlende Nachweise und Messprotokolle. Die Probleme bei den Betonarbeiten am großen Saal[34] könnten ohne sofortige Intervention dazu führen, dass Akustik und schlimmstenfalls der Statik. irgendwann nicht mehr zu beheben seien.[40] Von den bis 17. Mai 2010 eingebauten 78 Federpakten seien mindestens 30 Stück mangelhaft. 26 von ihnen seien zu hoch aufgedoppelt, drei schief montiert und einer sei verdreht worden. Dazu kämen noch Federpakete, die unsachgemäß gelagert worden seien und bei denen Folgeschäden zu befürchten seien. Hochtief hingegen hält nur für nötig, drei Federpakete nachzujustieren. Weiter haben die Architekten durch Stichproben mehrere Hohlräume in der Betonschale entdeckt, die die Klangisolierung gefährden. Um weitere Mängel auszuschließen, fordern sie eine Ultraschalluntersuchung.[34]

Finanzierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Finanzierung soll durch die beiden Landesbanken HSH Nordbank und Bayerische Landesbank gewährleistet werden.[24]

Vermarktung und Betreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Adamanta KG verpachtet das Hotel an die Arabella-Sheraton-Gruppe, das Parkhaus an die Apcoa-Gruppe und die Gastronomie an die Nordmann Gastronomie Management.[24]

Die Skyliving KG gehört der Quantum Immobilien AG und der Hochtief Construction AG und soll die geplanten 43 Wohnungen vermarkten.[24]

Das Konzerthaus soll der gemeinnützigen Hamburg Musik gGmbH, an der die Stiftung Elbphilharmonie mit 4,8 Prozent beteiligt ist, gehören und von ihr betrieben werden. Über die Stiftung werden private Mittel eingeworben.[24]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Verfassung der Freien und Hansestadt Hamburg. Abgerufen am 18. Februar 2011.
  2. Gesetz über die Untersuchungsausschüsse der Hamburgischen Bürgerschaft. Abgerufen am 18. Februar 2011.
  3. Drucksache 19/5984. Antrag der SPD: Einsetzung eines Untersuchungsausschusses „Elbphilharmonie“. In: Parlamentsdatenbank. Hamburgische Bürgerschaft, 21. April 2010, abgerufen am 18. Februar 2012 (pdf).
  4. Drucksache 19/8400. Sachstandsbericht des Parlamentarischen Untersuchungsausschusses „Elbphilharmonie“. In: Parlamentsdatenbank. Hamburgische Bürgerschaft, 11. Januar 2011, abgerufen am 18. Februar 2012 (pdf 3,23 MB).
  5. Drucksache 19/8674. Antrag der Fraktion DIE LINKE: PUA Elbphilharmonie in der 20. Legislaturperiode fortsetzen! In: Parlamentsdatenbank. Hamburgische Bürgerschaft, 9. Februar 2011, abgerufen am 18. Februar 2012 (pdf).
  6. Drucksache 20/164. Antrag der Fraktionen SPD, GAL, FDP, DIE LINKE: Wiedereinsetzung eines Untersuchungsausschusses „Elbphilharmonie“. In: Parlamentsdatenbank. Hamburgische Bürgerschaft, 11. April 2011, abgerufen am 18. Februar 2012 (pdf).
  7. Bericht des Parlamentarischen Untersuchungsausschusses „Elbphilharmonie“. Hamburger Bürgerschaft, 3. April 2014, abgerufen am 10. Februar 2017 (pdf).
  8. a b c d Drucksache 19/5984 - Antrag auf Einsetzung eines Untersuchungsausschusses „Elbphilharmonie“ vom 21. April 2010 abgerufen am 6. Juni 2010
  9. a b c d e Uli Exner: Richtfest für ein Weltwunder. In: Welt am Sonntag. , S. 6, abgerufen am : „Nicht zu klären hat der Ausschuss dagegen die Frage, warum sich keine der an den Elbphilharmonie-Beschlüssen beteiligten Fraktionen ausreichend sachkundig gemacht hat vor den Abstimmungen“
  10. Das soll der Untersuchungsausschuss aufklären. In: Hamburger Abendblatt. , S. 8, abgerufen am .
  11. Peter Hinrichs: Leuchtturm-Projekt wird durchleuchtet – Untersuchungsausschuss zur Elbphilharmonie nimmt seine Arbeit auf. In: Die Welt. , abgerufen am .
  12. a b ddp.nrd: Bürgerschaft setzt Untersuchungsausschuss zur Elbphilharmonie ein – Auch die politische Verantwortung für die Fehlentwicklung soll geklärt werden. Abgerufen am .
  13. spiegel.de: Elbphilharmonie-Debakel - Prestigebau wird noch später fertig. 17. März 2011, abgerufen am .
  14. Petra Schellen: Glasmonster frisst 500 Millionen. In: taz. 27. November 2008, abgerufen am 4. Januar 2016.
  15. Hamburgische Bürgerschaft: Drs. 18/5526.
  16. Nachtrag 1 in Hamburgische Bürgerschaft: Drs. 18/6905, S. 2.
  17. Sogenannter Nachtrag 4. (Der Nachtrag 3 wurde nicht rechtsverbindlich) in Hamburgische Bürgerschaft: Drs. 19/1841, S. 3 und 4.
  18. NDR.de, abgerufen 7. April 2010
  19. Bauverzögerung – Stadt verklagt Hochtief wegen Elbphilharmonie. NDR, abgerufen am .
  20. NDR.de, abgerufen 7. April 2010
  21. Bauverzögerung – Stadt verklagt Hochtief wegen Elbphilharmonie. NDR, abgerufen am .
  22. Hochtief klagt gegen Gutachter. In: Hamburger Abendblatt. 25. April 2010, abgerufen am 25. April 2010.
  23. Interview Gutachter Elbphilharmonie. In: Spiegel Online. 22. März 2010, abgerufen am 25. April 2010.
  24. a b c d e f g h Uwe Bahnsen: Eine überaus komplizierte Baustelle. , abgerufen am .
  25. Zur Person Heribert Leutner in Hamburger Abendblatt vom 16. April 2010.
  26. Senatorin von Welck stellt neue ReGe-Geschäftsführung vor, ReGe. 2. Oktober 2008. 
  27. Freie und Hansestadt Hamburg: Hamburgs öffentliche Unternehmen. Beteiligungsbericht 2008, (PDF; 7,5 MB) Seite 115 ff.
  28. Aufsichtsrat der ReGe, abgerufen am 4. Dezember 2010
  29. Wie die Elbphilharmonie einen weiteren Eklat auslöste, Hamburger Abendblatt vom 8. September 2012
  30. Fehlplanung eines Wahrzeichens, DIE WELT vom 24. Januar 2010
  31. "Die Kompetenz reichte nicht aus", Hamburger Abendblatt. 19. September 2008. 
  32. Jens Schneider, Ralf Wiegand und Till Briegleb: Nah am Wasser gebaut. In Süddeutsche Zeitung vom 22. Mai 2010, Seite 4, Spalte 2.
  33. Petra Schellen: Diplomat im Zeugenstand. In: die tageszeitung (taz Nord) vom 3. September 2010 Nummer 9282, Seite 24 (Hamburg Aktuell).
  34. a b c d Jan Haarmeyer: Mehr als nur ein Klangproblem : Architekten der Elbphilharmonie beklagen Baumängel im Großen Saal, die „die Akustik und schlimmstenfalls die Statik beeinflussen“ in: Hamburger Abendblatt vom 4. Juni 2010, Lokales S. 7.
  35. Martin Kopp und Katja Engler: Elbphilharmonie-Architekten prangern Baumängel an : Prüfbericht listet Sicherheitsversäumnisse und Fehlkonstruktionen auf - Von Welck reagiert vor heutigem Krisengipfel gereizt. In: Die Welt. , abgerufen am .
  36. Hochtief-Chef: „Keine sicherheitsrelevanten Probleme“. Abgerufen am .
  37. FOCUS, 20/2010, 17. Mai 2010, Seite 69, Spalte rechts
  38. Jens Schneider, Ralf Wiegand und Till Briegleb: Nah am Wasser gebaut. In Süddeutsche Zeitung vom 22. Mai 2010, Seite 2, Spalte 2.
  39. a b Jens Schneider, Ralf Wiegand und Till Briegleb: Nah am Wasser gebaut. In Süddeutsche Zeitung vom 22. Mai 2010, Seite 3, Spalte 2.
  40. zitiert nach Jan Haarmeyer: Sagen, was Sache ist : Ein Kommentar von Jan Haarmeyer in: Hamburger Abendblatt vom 4. Juni 2010, Lokales S. 7.