Parodi Ligure

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Parodi Ligure
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Parodi Ligure (Italien)
Parodi Ligure
Staat Italien
Region Piemont
Provinz Alessandria (AL)
Koordinaten 44° 40′ N, 8° 46′ OKoordinaten: 44° 40′ 15″ N, 8° 45′ 35″ O
Höhe 330 m s.l.m.
Fläche 12,50 km²
Einwohner 641 (31. Dez. 2019)[1]
Postleitzahl 15060
Vorwahl 0143
ISTAT-Nummer 006126
Volksbezeichnung Parodesi

Parodi Ligure (piemontesisch Paròd Ligurin, ligurisch Parodi, im lokalen Dialekt Paódi) ist eine Gemeinde mit 641 (Stand 31. Dezember 2019) Einwohnern in der italienischen Provinz Alessandria (AL), Region Piemont. In Parodi Ligure werden Reben für den Dolcetto d’Ovada, einen Rotwein mit DOC-Status angebaut. Die Beeren der Rebsorten Spätburgunder und/oder Chardonnay dürfen zum Schaumwein Alta Langa verarbeitet werden.

Die Gemeinde besteht aus den Ortsteilen Cadepiaggio, Ca di Massa, Cadegualchi, Tramontana und Tramontanino. Die Nachbargemeinden sind Bosio, Gavi, Montaldeo, Mornese und San Cristoforo.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt auf einer Höhe von 330 m über dem Meeresspiegel. Das Gemeindegebiet umfasst eine Fläche von 12,5 km².

Zentrum von Parodi Ligure

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstmals wurde es 973 erwähnt als Palode, seinerzeit im Besitz eines Markgrafen Hildebrand (Ildebrando). Es kam dann an die Markgrafen aus dem Hause der Otbertiner (ital.: Obertenghi). 1033 gründeten Benediktiner aus dem Kloster Santa Maria di Castiglione in Parma die kleine Tochterabtei San Remigio im Tal bei Parodi. Im 11. Jahrhundert wurde auf dem höchsten Felsvorsprung über dem Dorf eine Burg errichtet, in der mindestens fünf Generationen von Feudalherren aufeinander folgten, die den Titel Marchese di Parodi trugen und eine der Nachfahrenlinien der Otbertiner waren. In der Mitte des 12. Jahrhunderts wurde die Burg mit einer Ringmauer versehen, weshalb der Burgstall bis heute Reguardia genannt wird. Von der Burg selbst ist wenig erhalten.

Klosterkirche San Remigio
Ortsteil Tramontana

Die Markgrafen, die von den Otbertinern abstammten, regierten ein weiträumiges Territorium, das an die Republik Genua grenzte. Im Jahr 1148 wurde der Markgraf Alberto von Parodi, der von den Herren von Castelletto gefangen gehalten wurde, dank der Intervention der Genueser freigelassen, doch erhielten diese im Gegenzug seine Burg. Ab 1223 gehörte Parodi endgültig zur Republik Genua.

Bis Mitte des 19. Jahrhunderts blieb Parodi administrativ mit Genua verbunden. 1859 kam die Provinz Novi, zu der Parodi gehörte, an die Provinz Alessandria. 1873 wurde der Name der Gemeinde von Parodi in Parodi Ligure geändert, um an die historischen Verbindungen zu Genua zu erinnern.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2019.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Parodi Ligure – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien