Parrano

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Parrano
Kein Wappen vorhanden.
Parrano (Italien)
Parrano
Staat Italien
Region Umbrien
Provinz Terni (TR)
Koordinaten 42° 52′ N, 12° 7′ OKoordinaten: 42° 52′ 0″ N, 12° 7′ 0″ O
Höhe 441 m s.l.m.
Fläche 39,89 km²
Einwohner 534 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte 13 Einw./km²
Postleitzahl 05010
Vorwahl 0763
ISTAT-Nummer 055025
Volksbezeichnung Parranesi
Schutzpatron San Biagio di Sebaste (3. Februar)
Website Gemeinde Parrano
Panorama von Parrano
Panorama von Parrano

Parrano ist eine Gemeinde mit 534 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2015) in der Provinz Terni in der Region Umbrien in Italien.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage der Gemeinde Parrano in der Provinz Terni

Die Gemeinde erstreckt sich über rund 40 km². Sie liegt etwa 35 km südwestlich der Regionalhauptstadt Perugia und rund 50 km nordwestlich der Provinzhauptstadt Terni in der klimatischen Einordnung italienischer Gemeinden in der Zone E, 2167 GR/G[2]. Sie ist Teil der Comunità montana Monte Peglia e Selva di Meana und liegt am Chiani, einem Nebenfluss des Tiber.

Zu den Ortsteilen gehören Contrada Verciano, Cantone, Frattaguida und Pievelunga.

Die Nachbargemeinden sind Ficulle, Montegabbione und San Venanzo.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die rund zwanzig Grotten, die heute „Tane del diavolo“ (dt. Teufelshöhlen) genannt werden, entstanden zwischen der späten Altsteinzeit und der Bronzezeit. Um das 6. bis 5. Jahrhundert waren die Etrusker anwesend, wie die 1993 entdeckten etruskischen Gräber (Tombe di Soriano) zeigen. Danach hatten die Römer in Parrano Siedlungen. 1118 gab der Bischof von Orvieto, Guglielmo, die Lehensrechte und die Burg an Bernardo Bulgarello. Diese Vereinbarung wurde 1172 vom orvieter Bischof Rustico durch die Carta convenientie et trasactionis que facta est inter Rusticum Urbevetanum Episcopum et Ranerium Comitem filium Bulgarelli de castro Parrani erneuert. Später wurden die Grafen der Familie Di Marsciano hier Lehensherren. 1518 verheirateten sich die Marsciano mit den Baglioni, um 1531 mit den Marescotti, die bis 1740 in Parrano blieben. Bis auf die Ausnahme der Napoleonischen Besatzung übernahm der Kirchenstaat die Herrschaft, die bis 1816 anhielt, als Orvieto den Ort übernahm und bereits ein Jahr später Ficulle weitergab. 1927 wurde der Ort in die neugegründete Provinz Terni eingeteilt.[3]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chiesa comunale di Parrano
  • Chiesa comunale
  • Tane del Diavolo, Höhlen aus der Altstein- und Bronzezeit

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Parrano – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2015.
  2. Webseite der Agenzia nazionale per le nuove tecnologie, l’energia e lo sviluppo economico sostenibile (ENEA) (PDF; 330 kB), abgerufen am 2. Dezember 2012 (ital.)
  3. Offizielle Webseite der Gemeinde Parrano zur Geschichte, abgerufen am 11. Februar 2011