Partia Razem

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Gemeinsam
Partia Razem
Parteilogo
Abkürzung Razem
Gründung 16. Mai 2015
Aus­richtung Sozialdemokratie,
Demokratischer Sozialismus
Farbe(n) Violett
Sejm
0/460
Senat
0/100
EU-Parlament
0/51
Sejmiks
0/555
Website www.partiarazem.pl

Die Partia Razem (kurz Razem, poln. für Gemeinsam) ist eine politische Partei in Polen. Sie orientiert sich an Ideen der Sozialdemokratie sowie des demokratischen Sozialismus.

Geschichte der Partei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Partia Razem wurde am 16. Mai 2015 gegründet und entstand als Reaktion auf die Krise der politischen Linken in Polen.[1] Initiatoren sind unter anderem Angehörige der ehemaligen Gruppierung Młodzi Socjaliści („Junge Sozialisten“) sowie frühere Funktionäre der Partia Zieloni (Die Grünen).[2] Die Formation wird von einem neun Personen umfassenden Vorstand geführt (darunter Adrian Zandberg und Agnieszka Dziemianowicz-Bąk). Am 21. Juli 2015 wurde sie offiziell durch ein Gericht registriert. Die Partei lehnt das bei allen anderen Parteien übliche Führungsprinzip ab und wird kollektiv verwaltet. Lediglich in einer senderübergreifenden Fernsehdebatte am 20. Oktober 2015 wurde sie durch den promovierten Historiker Adrian Zandberg vertreten. Laut eigenen Angaben besaß die Partia Razem im August 2015 rund 6000 Mitglieder.[3]

Sie stellte in allen Wahlkreisen Kandidaten für den Sejm bei der Parlamentswahl 2015 auf,[4][5] jedoch nicht für den Senat. Bei der Wahl kam sie auf 3,6 % der Stimmen und verfehlte damit den Einzug in das Abgeordnetenhaus. Das Ergebnis wurde jedoch als Achtungserfolg gewertet, da der Partei nur ca. 1,2 % prognostiziert worden war und sie nun staatliche Parteienfinanzierung erhält. Zandbergs Auftritt in der Fernsehrunde wurde als wichtigster Beitrag zu dem relativen Erfolg gewertet.[6][7][8]Zandberg selbst erhielt 49711 Wählerstimmen.

Aufgrund ihrer linken Programmatik, der Abgrenzung von den etablierten Parteien, den unkonventionellen, basisdemokratischen Organisationsformen und der violetten Kampagnenfarbe wird sie mit der spanischen Podemos-Partei verglichen.[9][10][11]

Parteiprogramm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf einem Parteikongress am 16. und 17. Mai 2015 wurden unter Anwesenheit von rund 200 Delegierten unter anderem folgende Programmpunkte verabschiedet:[12]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Apel: Chcemy wspólnego startu lewicy społecznej. „Lewicy w Sejmie teraz nie ma. Jest Anna Grodzka“. In: tokfm.pl. 21. Januar 2015, abgerufen am 26. September 2015 (polnisch).
  2. Uporządkowana antysystemowość. In: pikio.pl. 19. Mai 2015, abgerufen am 26. September 2015 (polnisch).
  3. Partia Razem do wyborów pójdzie osobno. In: wyborcza.pl. 18. Juni 2015, abgerufen am 26. September 2015 (polnisch).
  4. Razem to tylko „fanpejdż na fejsie“? Nie. Partia wystawi listę ogólnokrajową. In: gazeta.pl. 14. September 2015, abgerufen am 26. September 2015 (polnisch).
  5. Wykaz komitetów wyborczych. In: pkw.gov.pl. Abgerufen am 26. September 2015 (polnisch).
  6. Gabriele Lesser: Die Linke hat die Jugend verloren. In: taz.de, 26. Oktober 2015.
  7. Reinhard Lauterbach: Rechtsruck in Polen. In: Junge Welt, 27. Oktober 2015, S. 7.
  8. Jens Mattern: Rechtsruck in Polen. In: Heise Online – Telepolis, 27. Oktober 2015.
  9. Jens Mattern: Neoliberal oder für das „neue Prekariat“: Parteien-Newcomer in Polen. In: Heise Online – Telepolis, 3. Juni 2015.
  10. Gabriele Lesser: Polens Linke mischt das Land auf. In: DerStandard.at, 7. Juli 2015.
  11. Hugo Guyon: Razem, le Podemos polonais qui veut « briser le mur ». Interview mit Katarzyna Paprota. In: Lepetitjournal.com, 27. Juli 2015.
  12. Deklaracja programowa. In: partiarazem.pl. 17. Mai 2015, abgerufen am 26. September 2015 (PDF, polnisch).