Partido Social Cristão

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Partido Social Cristão
Logo der PSC
Partei­vorsitzender Everaldo Pereira
Gründung 15. Mai 1985
Haupt­sitz Brasília, Rio de Janeiro
Aus­richtung Religiöse Rechte, Konservatismus, Christdemokratie, Wirtschaftsliberalismus
Farbe(n) Grün und Weiß
Mitglieder­zahl 421.471 (Februar 2017)[1]
Website www.psc.org.br

Der Partido Social Cristão (PSC, deutsch Soziale Christliche Partei)[2] ist eine rechtsreligiöse, konservative und wirtschaftsliberale Partei in Brasilien.[3] In deutschsprachigen Medien wird sie sowohl als rechtsextrem, wie auch rechtspopulistisch bezeichnet.

Bei den Präsidentschaftswahlen 2014 erhielt ihr Spitzenkandidat Everaldo Pereira lediglich 0,75 % der Stimmen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der PSC wurde am 15. Mai 1985 in Abgrenzung zum sozialistischen und progressiven Partido dos Trabalhadores gegründet. Der Eintrag in das Register der wahlberechtigten Parteien erfolgte jedoch erst am 29. März 1990. Auf Wahlzetteln trägt sie die Nummer 20.

Am 17. Juli 2015 übernahm Everaldo Pereira, in Brasilien bekannt als Pastor Everaldo, den Parteivorsitz, nachdem er bereits vom 17. Juli 2003 bis zum 16. Juli 2015 als Vizepräsident des PSC fungierte. Pastor Everaldo verkörpert die politische Linie der Partei: Antikommunistisch, gegen Homosexuellenehen, gegen Abtreibung und Lockerung der Drogengesetze.

Der PSC verzeichnete mit Stand Februar 2017 421.471 Mitglieder.[1]

Wahlerfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Präsidentschaftswahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Wahljahren ohne eigenen Kandidaten schloss sie sich den Wahlbündnissen anderer Kandidaten an.

Jahr Präsidentschafts-
kandidat
Vizepräsidentschafts-
kandidat
Koalition Stimmen % Platz
1989 Fernando Collor de Mello (PRN) Itamar Franco (PRN) PRN, PSC, PTR und PST 35.089.998 49,94 % 1.
1994 Hernani Fortuna Vítor Jorge Nósseis ohne Koalition 238.197 0,38 % 8.
1998 Sérgio Bueno Ronald Abrahão Azaro ohne Koalition 124.659 0,18 % 11.
2002 Anthony Garotinho (PSB) José Antônio Almeida (PSB) PSB, PGT, PTC, PSC 15.180.097 17,86 % 3.
2006
2010 Dilma Rousseff (PT) Michel Temer (PMDB) PT, PMDB, PR, PSB, PDT, PCdoB, PSC, PRB, PTC und PTN 55.752.529 56,05 % 1.
2014 Everaldo Pereira Leonardo Gadelha ohne Koalition 780.513 0,75 % 5.
2018 Álvaro Dias (PODE) Paulo Rabello de Castro[4] PODE, PSC, PTC und PRP 859.574 0,80 % 9.

Wahlen zum Nationalkongress[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der 55. Legislaturperiode stellt der PSC 2 Senatoren (von 81) und 13 Abgeordnete (von 513).[5]

Kommunalwahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Kommunalwahl in Brasilien 2016 erlangten Kandidaten der Partei 87mal das Amt des Stadtpräfekten (Bürgermeister, portugiesisch Prefeito Municipal) (von 5.568 Städten landesweit), sowie 1525[6] von gesamt 56.810 möglichen Stadtverordnetenämtern (portugiesisch vereador) für die Stadträte (Câmara municipal).

Bekannte Mitglieder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bekannte Parteimitglieder sind bzw. waren neben Pastor Everaldo auch Jair Bolsonaro oder Marco Feliciano.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Tribunal Superior Eleitoral: Estatísticas do eleitorado – Eleitores filiados. Abgerufen am 10. März 2017 (portugiesisch).
  2. Andere deutschsprachige Bezeichnungen sind auch Sozial-christliche Partei oder Christlich-soziale Partei.
  3. Partidos políticos registrados no TSE. Website des Tribunal Superior Eleitoral
  4. Alvaro Dias registra candidatura a presidente no TSE. In: ISTOÉ Independente. 14. August 2018 (brasilianisches Portugiesisch, istoe.com.br [abgerufen am 16. August 2018]).
  5. Bancada da Eleição de 2014 para Deputado Federal (Titulares). Website der Câmara dos Deputados. Abgerufen am 10. März 2017 (portugiesisch).
  6. Vereadores Eleitos no País em 2016. O Globo (G1), 3. Oktober 2016, abgerufen am 10. März 2017 (portugiesisch).