Pascal Breier

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Pascal Breier
Pascal Breier (2011)
Personalia
Geburtstag 2. Februar 1992
Geburtsort NürtingenDeutschland
Größe 185 cm
Position Sturm
Junioren
Jahre Station
TSV Neckartenzlingen
2003–2006 SSV Reutlingen
2006–2011 VfB Stuttgart
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
2010–2015 VfB Stuttgart II 107 (14)
2012 → SG Sonnenhof Großaspach (Leihe) 17 0(5)
2015–2016 SG Sonnenhof Großaspach 36 (11)
2016–2017 VfB Stuttgart II 48 (22)
2017 VfB Stuttgart 0 0(0)
2018–2023 Hansa Rostock 139 (39)
2023 Hansa Rostock II 8 0(2)
2023– VfB Lübeck 14 0(2)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
2007 Deutschland U15 2 0(3)
2007–2008 Deutschland U16 7 0(0)
2009 Deutschland U17 1 0(0)
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.
Stand: 27. Januar 2024

Pascal Breier (* 2. Februar 1992 in Nürtingen) ist ein deutscher Fußballspieler. Aktuell steht er beim VfB Lübeck unter Vertrag.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Breier wechselte in der Jugend 2003 vom TSV Neckartenzlingen zum SSV Reutlingen. Drei Jahre später schloss er sich der Jugend des VfB Stuttgart an. Die B-Jugend der Stuttgarter führte er in der Saison 2008/09 als Kapitän und Torschützenkönig der Staffel Süd/Südwest zur Deutschen U-17-Meisterschaft. Ein Jahr später holte er mit den Stuttgartern den Staffelsieg in der A-Junioren-Bundesliga und nahm an der Endrunde um die Deutsche A-Junioren-Meisterschaft 2010 teil.

Noch als A-Jugendspieler gab Pascal Breier am 12. Spieltag der Drittliga-Saison 2010/11 unter VfB-Trainer Jürgen Seeberger gegen den SV Wehen Wiesbaden sein Profidebüt für den VfB Stuttgart II, wo er zur zweiten Halbzeit für Öztürk Karataş eingewechselt wurde. Sein erstes Profi-Tor erzielte er eine Woche später gegen Wacker Burghausen. Angreifer Breier lief in jener Saison neun Mal für die Zweitvertretung auf und rangierte mit dem Team am Ende der Spielserie auf Platz 10. Mit der A-Jugend, für die er in der Bundesliga-Saison 2010/11 ebenfalls neun Spiele bestritt und dabei sieben Tore erzielte, konnte Platz vier erreicht werden. Ende Juni 2011 unterzeichnete er einen bis Juni 2015 datierten Profivertrag beim VfB Stuttgart.[1] Unter Jürgen Kramny brachte er es in der folgenden Drittliga-Saison 2011/12 auf 19 Einsätze, in denen ihm jedoch kein Treffer gelang. Mit der Reservemannschaft dieser Saison gelang ein ungefährdeter 11. Platz in der Tabelle.

Nach dem 5. Spieltag der Drittliga-Saison 2012/13 wurde Pascal Breier Mitte August 2012 vom VfB Stuttgart bis zum Ende des Kalenderjahrs an die in der Regionalliga Südwest spielberechtigten SG Sonnenhof Großaspach verliehen und bestritt dort 17 Ligaspiele, in denen er fünf Tore erzielen konnte.[2] Mit Sonnenhof Großaspach spielte Breier auch erstmals im DFB-Pokal, schied dort aber bereits in der 1. Runde der Saison 2012/13 gegen den damaligen Zweitligisten FSV Frankfurt aus. Ab Januar 2013 trat er nun wieder für den VfB Stuttgart II in Erscheinung. Ihm gelangen bis zum Ende der Spielzeit zwei Treffer in weiteren 17 Spielen und platzierte sich mit den Schwaben auf Platz 14. Auch in den folgenden zwei Spielzeiten schaffte er mit dem Team jeweils den Klassenerhalt und trug in Saison 2013/14 mit erzielten sieben Toren in 26 Spielen und in Saison 2014/15 mit drei Toren in 31 Partien dazu bei.

Breier, dessen Vertrag bei den Stuttgartern nicht verlängert wurde, wechselte zur Saison 2015/16 ligaintern zur SG Sonnenhof Großaspach und erhielt dort einen Zweijahresvertrag.[3] Unter Trainer Rüdiger Rehm brachte er es auf 32 Ligaspiele, in denen ihm 11 Tore gelangen. Einen weiteren Einsatz erfuhr er zudem im Landespokal Würtenberg, schied dort allerdings frühzeitig gegen den FSV Hollenbach aus.

Nachdem Breier noch in Saison 2016/17 fünf weitere Spiele für die SG Sonnenhof Großaspach bestritt, vier Drittligaspiele und ein weiteres im Landespokal in dem ihm drei Tore gegen die TSV Schornbach gelangen, wechselte er wieder zur zwischenzeitlich in die Regionalliga abgestiegenen Stuttgarter Zweitvertretung.[4]

Breier kam am 19. Dezember 2017 im Achtelfinale des DFB-Pokals 2017/18 gegen den 1. FSV Mainz 05 zu seinem ersten Einsatz für die Bundesligamannschaft des VfB Stuttgart.

Zum Beginn des Jahres 2018 wechselte Breier zu Hansa Rostock in die 3. Fußball-Liga. Er unterschrieb bei den Ostseestädtern einen Vertrag bis 2020.[5][6] Gleich in seinem ersten Spiel für Rostock traf Breier doppelt, zum zwischenzeitlichen 2:1 und zum 3:1-Endstand gegen den FC Rot-Weiß Erfurt. Hansa-Trainer Pavel Dotchev setzte ihn in allen weiteren Rückrundenspiele der Saison ein. Pascal Breier erzielte hierbei vier weitere Treffer und belegte zum Schluss Platz 6 in der Liga. Des Weiteren konnte er mit Hansa den Landespokal Mecklenburg-Vorpommerns gewinnen. Im Finale wurde gegen den FC Mecklenburg Schwerin gewonnen (2:1). Breier traf in diesem finalen Spiel zur 1:0-Führung. Durch diesen Titelgewinn qualifizierte sich Rostock für den DFB-Pokal der nächsten Saison. Das Los ergab ein Aufeinandertreffen mit Breiers Ausbildungsverein VfB Stuttgart, welches später mit 2:0 gewonnen werden konnte. In der zweiten Hauptrunde dieses Wettbewerbes traf Breier gegen den Bundesligisten 1. FC Nürnberg zum zwischenzeitlichen 1:0 für die Kogge. Letztlich wurde das Spiel nach Elfmeterschießen doch noch verloren (4:6). Breier brachte es in Saison 2018/19 auf 34 Liga-Einsätze, in denen er sieben Treffer erzielen konnte. Wieder belegte er mit Hansa zum Saisonende den sechsten Platz und wurde Landespokalsieger. Im Finale konnte der Torgelower FC Greif mit 4:1, bei dem Breier zum 2:0 und 3:0 traf, bezwungen werden. Im DFB-Pokal 2019/20 traf Breier, wie im Jahr zuvor, auf den in die 2. Bundesliga abgestiegenen VfB Stuttgart und verlor mit Rostock jedoch 0:1. Vorzeitig, und einen Tag vor Heiligabend 2019, verlängerte er seinen Kontrakt in Rostock bis zum 30. Juni 2023.[7][8] In der Liga vermochte er sich zu steigern und brachte es unter Hansa-Trainer Jens Härtel auf 36 Liga-Einsätze (15 Tore) und wurde somit vereinsinterner Torschützenkönig. Wieder wurde er mit den Ostseestädtern Tabellensechster und erneut konnte der Lübzer-Pils-Cup gegen Torgelow gewonnen werden (3:0).[9] Kurioser Weise kam es im DFB-Pokal zum dritten Mal hintereinander in der ersten Hauptrunde zur Paarung Hansa Rostock – VfB Stuttgart. Umkämpft verloren die Rostocker auch in Saison 2020/21 gegen die in die Bundesliga zurückgekehrten Schwaben mit 0:1. Breiers Einwechslung in der 57. Spielminute vermochte am Ergebnis nichts mehr zu verändern. Im Laufe der Drittliga-Saison 2020/21, in der am Ende der Aufstieg in die 2. Bundesliga gelang, lief er dreiunddreißig Mal für die Hanseaten auf und erzielte hierbei sechs Treffer.

Pascal Breier am 24. Juni 2023 nach dem Abschiedsspiel von Marcel Ziemer im Leichtathletikstadion Rostock.

Erst am 9. Spieltag der Zweitliga-Saison 2021/22 kam Breier im Auswärtsspiel bei Holstein Kiel (2:0) ab der 87. Spielminute zu seinem Debüt in dieser Saison und in der 2. Fußball-Bundesliga überhaupt. Bis zum Ende der Hinrunde brachte es Breier auf vier Kurzeinsätze im Ligabetrieb und einem Einsatz in der 2. Hauptrunde im DFB-Pokal 2021/22 gegen den SSV Jahn Regensburg. In jenem Nacht-und-Nebel-Spiel im Oktober 2021 wurde er von Trainer Härtel in der 65. Spielminute für John Verhoek eingewechselt und traf im Jahnstadion in der 121. Minute zum 3:3-Ausgleich. Im folgenden Elfmeterschießen behielt er die Nerven und traf als letzter Schütze zum 7:5 für Rostock, was den ersten Einzug der Kogge aus Rostock ins Achtelfinale des nationalen Vereinspokals seit 13 Jahren bedeutete. Dort allerdings, Pascal Breier blieb ohne Einsatz, schied man gegen den Bundesligisten RB Leipzig aus. Im ersten Rückrundenspiel der Saison erhielt er seinen ersten Startelf-Einsatz und traf in dieser Partie gegen den Karlsruher SC doppelt, einmal zum 1:0 und letztlich zum 2:2-Endstand. Insgesamt brachte es Breier in jener Spielzeit, in der sich Hansa als Dreizehnter in der Tabelle platzierte, auf 13 Zweitliga-Einsätze, in denen er zusammen vier Tore erzielte.

In der folgenden Zweitliga-Saison 2022/23 – erneut erreichte Hansa den 13. Platz – schrumpften Breiers Einsätze anzahlmäßig auf fünf. Hinzu kam ein weiterer Kurzeinsatz im DFB-Pokal der 1. Runde 2022/23 gegen den VfB Lübeck (0:1). Verantwortlich für die wenigen Einsatzzeiten waren gesundheitliche Probleme und ein privater Schicksalsschlag.[10] Über drei Einsätze und einem Tor in der 2. Herrenmannschaft der Rostocker, die in der Oberliga Nordost spielberechtigt waren und als Meister in die Regionalliga Nordost aufstiegen, kämpfte sich der Publikumsliebling zurück und stand ab Mitte April zunächst ohne Einsatz im Kader der Profimannschaft. Zu seinem bislang letzten Einsatz für die Mecklenburger kam Breier unter Hansa-Trainer Alois Schwartz am 34. Spieltag der Saison 2022/23. Er wurde in der 83. Spielminute im für Lukas Hinterseer eingewechselt und erzielte um heimischen Ostseestadion in der Nachspielzeit den späten Siegtreffer zum 2:1 gegen Eintracht Braunschweig.[11] Mitte Juni 2023 unterschrieb Breier einen weiteren Kontrakt in Rostock – gültig für ein Jahr – und ging somit in seine nun siebte Saison an Bord der Kogge.[12] Der Vertrag wurde am 31. August 2023 vorzeitig aufgelöst und er wechselte daraufhin zum Drittligisten VfB Lübeck.[13]

Nationalmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pascal Breier debütierte am 20. April 2007 für die deutsche U-15-Nationalmannschaft gegen die Schweiz und erzielte dabei ein Tor.[14] In seinem zweiten U-15-Länderspiel gegen Polen gelangen ihm zwei Tore.[15] Sein Debüt für das deutsche U-16-Nationalteam gab Breier am 22. September 2007 gegen Dänemark.[16] Mit dieser Auswahl nahm Breier unter anderem an einem internationalen Turnier in Frankreich teil.[17] Am 19. März 2009 absolvierte Pascal Breier gegen die Ukraine seine einzige Partie für die U-17-Nationalmannschaft von Deutschland.[18]

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Vertrag vorzeitig verlängert (Memento vom 18. November 2015 im Internet Archive) auf VfB.de vom 28. Juni 2011.
  2. Ausleihe von Pascal Breier (Memento vom 26. Juni 2015 im Internet Archive) auf VfB.de vom 16. August 2012.
  3. SGS freut sich auf "Teamplayer" Breier. In: kicker.de. 26. Juni 2015, abgerufen am 4. November 2023.
  4. Großaspach: Pascal Breier geht, Arnold Lechler kommt auf liga3-online.de vom 25. August 2016.
  5. Verstärkung für den Sturm: F.C. Hansa Rostock verpflichtet Pascal Breier. In: FC-Hansa.de. 29. Dezember 2017, abgerufen am 29. Dezember 2017.
  6. Offiziell: Breier-Transfer zum F.C. Hansa abgeschlossen. In: Liga3-online.de. 29. Dezember 2017, abgerufen am 29. Dezember 2017.
  7. Vertrag bis 2023 verlängert: Pascal Breier bleibt an Bord der Kogge. In: liga3-online.de. 23. Dezember 2019, abgerufen am 23. Dezember 2019.
  8. Bis 2023! Hansa verlängert mit Pascal Breier. In: liga3-online.de. 23. Dezember 2019, abgerufen am 23. Dezember 2019.
  9. 6. Titel in Folge: Hansa Rostock schnappt sich den Landespokalsieg. In: sportbuzzer.de. 22. August 2020, abgerufen am 20. September 2020.
  10. Hansa-Star Breier spricht über seinen Schicksalsschlag. In: bild.de. 15. März 2023, abgerufen am 29. Mai 2023.
  11. In Rostock lieben alle Breier: "Man kann es nicht schöner schreiben". In: liga2-online.de. 29. Mai 2023, abgerufen am 30. Mai 2023.
  12. Angreifer Breier verlängert Vertrag mit Hansa Rostock. In: zeit.de. 22. Juni 2023, abgerufen am 22. Juni 2023.
  13. Pascal Breier kommt von Hansa Rostock zum VfB auf vfb-luebeck.de vom 31. August 2023
  14. U 15-Junioren siegen mit 4:1 gegen das Team der Schweiz auf DFB.de vom 20. April 2007.
  15. U 15-Junioren gewinnen Testspiel gegen Polen 4:3 auf DFB.de vom 18. Mai 2007.
  16. U 16-Junioren: Gelungene Länderspiel-Premiere für Pezzaiuoli auf DFB.de vom 22. September 2007.
  17. U 16 verliert beim Turnier in Frankreich gegen England 0:1 auf DFB.de vom 20. März 2008.
  18. U 17-Junioren Spielbericht Deutschland – Ukraine 0:0 auf DFB.de vom 19. März 2009.