Pass Futschöl

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Pass Futschöl
Passhöhe mit Vadret Futschöl (Gletscher)

Passhöhe mit Vadret Futschöl (Gletscher)

Passhöhe 2768 m
Region Kanton Graubünden Bundesland Tirol
Talorte Ardez Galtür
Ausbau Saumpfad
Gebirge Alpen
Profil
Ø-Steigung 12,5 % (1304 m / 10,4 km) 10,2 % (1184 m / 11,6 km)
Karte (Graubünden)
Pass Futschöl (Kanton Graubünden)
Pass Futschöl
Koordinaten, (CH) 46° 51′ 57″ N, 10° 12′ 49″ O (811549 / 194266)Koordinaten: 46° 51′ 57″ N, 10° 12′ 49″ O; CH1903: 811549 / 194266
k
x
x

x

Der Pass Futschöl (Audio-Datei / Hörbeispiel [ˌpasfuˈtʃøːl]?/i, auch Futschölpass) ist ein 2768 m hoher Saumpass über die Alpen. Auf der Passhöhe verläuft die Landesgrenze zwischen der Schweiz und Österreich. Der Pass Futschöl verbindet Ardez in der Gemeinde Scuol im Kanton Graubünden mit Galtür im Bundesland Tirol in Österreich.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Pass bildet die Grenze zwischen dem Mittel- und dem Ostsilvretta. Nach Norden entwässert der Pass in den Futschölbach, der nahe der Jamtalhütte in den Jambach mündet, nach Süden in den Aua d'Urschai im Val Urschai. Südwestlich des Passes ragt der Piz Futschöl mit einer Höhe von 3175 m ü. M. auf, eine Erhebung im Südostgrat des Augstenberges (rät. Piz Blaisch Lunga, 3230 m ü. M.). Der Nordostseite des Augstenbergs bedeckt der Futschölferner und an der Südseite liegt der kleinere Vadret Futschöl.

Bedeutung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ausgangsort Galtür wurde teilweise aus dem Engadin besiedelt und hatte seit dem Mittelalter Zinsverpflichtungen ins Engadin. Seit etwa 1500 hatte der Pass große Bedeutung als Saumpass zwischen dem Engadin und dem Paznauntal. Zu diesem Zeitpunkt bildeten die beiden Ausgangsorte Galtür und Ardez eine gemeinsame Pfarrei und der Kontakt war, trotz des hohen, trennenden Gebirgskamms, eng.

Im 20. Jahrhundert diente der Pass dem Schmuggel, unter anderem mit Tabak, Kaffee und Saccharin.[1][2] Ein heute zerfallender Zollstützpunkt am Finanzerstein an einem Findling auf der Nordseite des Passes zeugt vom Kampf zwischen den Zollbehörden und den Schmugglern.[3]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Informationen (Memento des Originals vom 24. September 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.galtuer.gv.at zur Geschichte von Galtür, aufgerufen am 22. Mai 2014.
  2. Beispiel aus der Presse über den Schmuggel via Futschölpass, aufgerufen am 22. Mai 2014.
  3. Foto bei Hikr, aufgerufen am 20. Mai 2014.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Pass Futschöl – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien