Passionszeit

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Symbol der Passionszeit – das verhüllte Kruzifix

Passionszeit bezeichnet entweder die Zeit vom 5. Sonntag der Fastenzeit, der auch Judica oder Passionssonntag genannt wird, bis zum Ende der Fastenzeit (in der katholischen Kirche) oder ist ein Synonym für den Begriff Fastenzeit (in den deutschsprachigen evangelischen Kirchen).

Die Liturgie der Passionszeit ist in der katholischen Kirche dadurch gekennzeichnet, dass sie den Akzent von dem Gedanken der Buße hin zur Betrachtung des Leidens Jesu Christi verschiebt. Äußerliches Kennzeichen der Passionszeit in der katholischen Kirche ist die Verhüllung der Kruzifixe und Kreuze, mancherorts auch von Statuen, mit Ausnahme solcher, die den leidenden Christus zeigen, wie etwa der Schmerzensmann, durch violette oder schwarze Tücher. In der Regel werden auch Flügelaltäre geschlossen und die für die Passionszeit gestalteten Seiten gezeigt.

In der evangelisch-lutherischen Kirche in Deutschland war es bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts ebenfalls üblich, die Kreuze zu verhüllen. Dies kam erst im Zuge des sogenannten „preußischen Protestantismus“ aus der Mode. Gegenwärtig findet sich der Brauch hauptsächlich noch in einzelnen Gemeinden in Bayern und Sachsen.

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