Pathographie

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Pathographie oder Pathografie (von griechisch πάθος pathos ‚krank‘ und γράφειν graphein ‚schreiben‘, wörtlich ‚Zeichnung eines Krankhaften‘) ist ein Begriff aus der Literatur und Medizin. Er bezeichnet die Erforschung und Darstellung von körperlichen und seelischen Anomalien und Krankheiten bedeutender Persönlichkeiten[1] sowie die Untersuchung der Auswirkungen dieser Krankheiten auf das geistige Werk.[2]

Neben der Betrachtung psychischer Störungen (Psychopathografie) als Ursache für die Entwicklung historischer Persönlichkeiten, so etwa der Psychopathographie Adolf Hitlers oder Caspar David Friedrichs gibt es auch Pathografien lebender Personen über aktuelle Erkrankungen, die auch im Hinblick auf ihre Auswirkung für die Betroffenen umstritten sind.[3]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Der große Brockhaus in zwölf Bänden. Brockhaus Verlag, Wiesbaden 1952
  2. Otto Dornblüth: Klinisches Wörterbuch. Abgerufen am 16. Februar 2017
  3. Hans von Trotha, Jörg Plath: Krankheit im Buch: Für und Wider der Pathographie. Deutschlandradio Kultur, 11. Dezember 2015, abgerufen am 1. Oktober 2017 (im Gespräch mit Guido Westerwelle).

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]