Patinoire de Malley

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Patinoire de Malley
CIGM
CIG de Malley
Spiel des Lausanne HC gegen den EHC Visp am 1. April 2010
Spiel des Lausanne HC gegen den EHC Visp am 1. April 2010
Daten
Ort 14 chemin du Viaduc
SchweizSchweiz 1008 Prilly, Lausanne, Waadt, Schweiz
Koordinaten 535602 / 153417Koordinaten: 46° 31′ 44,2″ N, 6° 35′ 57,4″ O; CH1903: 535602 / 153417
Eröffnung 1984
Abriss 2017
Oberfläche Beton
Kunsteis
Parkett
Kapazität 08'000 Plätze (Eishockey)[1]
12'000 Plätze (Basketball)
Verein(e)
Veranstaltungen

Das Patinoire de Malley (deutsch Eisstadion Malley, offiziell Centre Intercommunal de Glace de Malley, kurz CIG de Malley oder CIGM) war ein Eisstadion in Prilly, einem Vorort der politischen Gemeinde Lausanne im Schweizer Kanton Waadt. Ein kleiner Teil des Stadions liegt auf dem Gemeindegebiet von Renens. Es war das Heimstadion des Lausanne HC aus der National League.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Arena wurde 1984 eröffnet und besass eine offizielle Kapazität von 9'500 Zuschauern, die allerdings bei Eishockeyspielen auf bis zu 10'300 Plätze erweitert werden konnte. 1992 und 2002 fanden die Eiskunstlauf-Europameisterschaften in der Halle statt. Bei sonstigen Veranstaltungen bietet das Stadion bis zu 12'000 Besuchern Platz. Am 2. April 1987 fand im Patinoire das Final des Basketball-Landesmeisterpokals statt. Das Final des Saporta Cup 1999/2000 wurde ebenfalls in der Halle in Lausanne ausgetragen. Ausserdem wurden in der Halle die Turn-Europameisterschaften 1990 und 2008 der Männer sowie die Turn-Weltmeisterschaften 1997 ausgetragen.

Neben dem Sport fanden Konzerte im Patinoire de Malley statt.

2017 wurde das Eisstadion abgerissen und machte für einen Neubau Platz.[2] Die neue Heimspielstätte des Lausanne HC mit 10'000 Plätzen wird ein Austragungsort der Olympischen Jugend-Winterspielen 2020 in Lausanne sein. Darüber hinaus findet in der Eisarena, neben dem Züricher Hallenstadion, die Eishockey-Weltmeisterschaft 2020 statt.[3] Im September 2018 gab der Lausanne HC bekannt, dass die neue Mehrzweckhalle den Sponsoringnamen Vaudoise Aréna, nach der Versicherungsgesellschaft Vaudoise, tragen wird.[4] Die Eröffnung der Vaudoise Aréna ist für den September 2019 geplant.[5]

Malley 2.0[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Fertigstellung des neuen Eisstadions wird der HC seine Trainingseinheiten und Heimspiele in den Spielzeiten 2017/18 und 2018/19 in einer temporären Eishalle namens Malley 2.0 austragen. Der Bau ist 96 Meter lang, 66 Meter breit und 17 Meter hoch. Auf den Rängen finden 6'700 Zuschauer Platz. Es ist die grösste temporäre Eishockey-Arena der Welt. Für den Bau ist die Nüssli Gruppe verantwortlich.[6] Sie baute schon die Lena-Arena, das Ausweichstadion von Fortuna Düsseldorf während des Eurovision Song Contest 2011.

Gästesektor[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gästesektor des Patinoire de Malley stand mehrfach in der Kritik, da er eher einem «Gefängnis», denn einem Zuschauerrang gleiche.[7] Das Stadion wird daher in der Presse auch als Schweizer Guantanamo bezeichnet.[8]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Patinoire de Malley – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Match à guichets fermés (Memento vom 9. November 2014 im Internet Archive)
  2. Webcams. In: espacemalley.ch. Abgerufen am 28. November 2018 (französisch).
  3. Informations: Le futur centre sportif de Malley. In: espacemalley.ch. Abgerufen am 28. November 2018 (französisch).
  4. Neuer Name in Lausanne. In: eishockeywelt.com. 22. September 2018, abgerufen am 28. November 2018.
  5. Espace Malley devient Vaudoise aréna. In: espacemalley.ch. 22. September 2018, abgerufen am 28. November 2018 (französisch).
  6. Nüssli baut die grösste temporäre Eishockey-Arena der Welt. In: nussli.com. Nüssli Gruppe, abgerufen am 28. November 2018.
  7. Othmar von Matt: Das Schweizer Sport-«Guantánamo». In: schweizamsonntag.ch. Schweiz am Sonntag, 18. Januar 2014, abgerufen am 28. November 2018.
  8. Viviane Bischoff: Zu Besuch im «Hockey-Guantanamo». In: blick.ch. Blick, 17. März 2014, abgerufen am 28. November 2018.