Paton (Motorradhersteller)

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500-cm³-Paton (1970)

Paton ist ein italienischer Rennmotorradhersteller. 1958 wurde das Unternehmen von Giuseppe Pattoni und Lino Tonti gegründet, nachdem sich zum Ende der Rennsaison 1957 die italienischen Hersteller Gilera, Moto Guzzi und Mondial vom Rennsport zurückzogen. Pattoni war Chefmechaniker und Tonti Konstrukteur bei Mondial. Der Name Paton ergab sich aus den Anfangsbuchstaben, Pattoni und Tonti.[1]

Geschichte und Technik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ersten Paton waren Einzylindermotoren mit OHC-Ventilsteuerung, der 125-cm³-Motor von 1958 wurde mit 18 PS bei 12.000/min angegeben.[2] Später entwickelte Pattoni Zweizylinder für die 250er-Klasse (1964), Alberto Pagani wurde 1964 mit der Paton Dritter bei der Isle of Man TT. 1965 wurde ein 350er-Motor mit DOHC-Ventilsteuerung entwickelt, dessen Leistung mit 40 PS bei 11.000/min angegeben wurde.[3] 1967 wurde die 500er-Paton vorgestellt. Die Leistung betrug anfangs 52 PS bei 9600/min, letzte Modelle der Zweiventiler-Paton mit 483 cm³ Hubraum wurden 1970 mit 65 PS angegeben, die in Konkurrenz zur Linto standen, nachdem sich Lino Tonti von Pattoni trennte. 1976 entwickelte Pattoni eine Rennmaschine in der Klasse bis 500 cm³ Hubraum, die einen neu entwickelten V-Vierzylinder-Zweitaktmotor als Antrieb hatte und bei nationalen Rennen eingesetzt wurde.[4] 2017 gewann Paton mit Michael Rutter einen Sieg in der Lightweight-Klasse bei der Isle of Man TT.[5]

Unter der Marke Paton werden heute auf Bestellung optisch den klassischen Paton nachempfundene Rennmotorräder angeboten.[6]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Siegfried Rauch: Berühmte Rennmotorräder – 150 alte und neue Rennmaschinen für den Grand-Prix-Einsatz. 2. Auflage. Motorbuch Verlag, Stuttgart 1980, ISBN 3-87943-590-1.
  • Mick Walker: Italienische Motorrad Klassiker. Band 2 Rennmaschinen. Schrader Motor-Album. 1991., ISBN 3-922617-85-9.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Paton – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Siegfried Rauch: Berühmte Rennmotorräder. S. 194.
  2. Siegfried Rauch: Berühmte Rennmotorräder. S. 194.
  3. Mick Walker: Italienische Motorrad Klassiker. S. 188.
  4. Siegfried Rauch: Berühmte Rennmotorräder. S. 196.
  5. IOMTT.com Rennergebnisse 2017, abgerufen am 14. Juni 2017
  6. paton.it