Patriarchat (Soziologie)

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Patriarchat (wörtlich „Väterherrschaft“) beschreibt in der Soziologie, der Politikwissenschaft und verschiedenen Gesellschaftstheorien ein System von sozialen Beziehungen, maßgebenden Werten, Normen und Verhaltensmustern, das von Vätern und Männern geprägt, kontrolliert und repräsentiert wird.[1] Ein Synonym für Patriarchat ist die wenig gebräuchliche Neubildung Androkratie,[2] wörtlich „Herrschaft des Mannes“.[3]

Wortherkunft[Bearbeiten]

Der Ausdruck „Patriarchat“ bezeichnet das Abstraktum zu Patriarch, abgeleitet von altgriechisch πατριάρχης patriarches „Erster unter den Vätern“ bzw. „Stammesführer“ oder „Führer des Vaterlandes“, gebildet aus griechisch πατήρ patér „Vater“ und ἀρχεῖν archein oder αρχη arché bzw. ἄρχων archon. Im Griechischen bedeutet arché „Macht, Herrschaft“ sowie „Beginn, Anfang“.

In der ältesten bekannten griechischen Übersetzung der hebräischen Bibel, der Septuaginta, wird patriarches in der Bedeutung von „Erzväter“ verwendet. Dementsprechend wurde der Begriff „Patriarch“ im Mittelalter und in der frühen Neuzeit als Synonym für die Stammväter der Israeliten vor der Sintflut und nach ihr bis zum Auszug aus Ägypten verwendet. Daraus erklärt sich die Assoziation von „Patriarch“ mit einem alten Mann, denn von den Stammvätern der Israeliten wird in der Bibel berichtet, dass sie ein sehr hohes Alter erreichten. Ein jüdisches Patriarchat bestand von 30 v. Chr. bis 415 n. Chr. in Palästina. In der katholischen Kirche wurde der Begriff „Patriarch“ als Ehrentitel für geistliche Würdenträger benutzt.[4]

Die römisch-katholische Kirche wie die orthodoxen Kirchen benennen seit dem Mittelalter bestimmte Bistümer, Diözesen oder Kirchenprovinzen als „Patriarchat“, wie zum Beispiel das Patriarchat von Venedig und das Patriarchat von Moskau.

Abgeleitet vom griechischen und römischen Recht wird als Patriarchat in der Familiensoziologie eine familiale Organisation verstanden, die dem männlichen Oberhaupt in Anlehnung an den pater familias als dem „Herrn des Hauses“ die rechtliche und ökonomische Macht über die von ihm abhängigen Familienmitglieder zuschreibt.[5][6]

Patriarchat als politische Legitimationsform[Bearbeiten]

Robert Filmer verwendet in seiner im 17. Jahrhundert abgefassten staatstheoretischen Abhandlung Patriarcha den Ausdruck ‚Patriarchat‘ für eine gottgegebene Autorität, die von Vätern nach Gutdünken an die Söhne vererbt werden oder jederzeit von Gott neu verliehen werden kann.[7] Auf dieser Basis beruht nach Filmer die Legitimität aller politischen Herrschaft, die Schrift ist als Rechtfertigung des Gottesgnadentums und des Absolutismus zu verstehen. Die Überwindung des biblischen Patriarchatsbegriffes zeigt sich zum ersten Mal in der politischen Ideengeschichte als „Emanzipation der Söhne“ Ende des 17. Jahrhunderts bei John Locke, der väterliche Gewalt als Staatsbegründung ablehnte. Als Entgegnung auf Filmer argumentierte Locke, dass die Gewalt des Vaters über den Sohn als Gewalt der Eltern über die Kinder zu verstehen sei. In seiner Neubegründung politischer Gewalt nehmen die Brüder die politische Stellung des Vaters ein, wobei Locke die Emanzipation der Frau vom Mann jedoch ausschloss.[8]

Die Politikwissenschaftlerin Carole Pateman bezeichnet dies als 'Geschlechtervertrag' (sexual contract) zwischen Männern, der in dieser Form nicht nur ein vormodernes Phänomen sei, sondern das moderne „brüderliche“ Patriarchat begründe.[9]

Patriarchat als evolutionäre Entwicklungsstufe[Bearbeiten]

Mit der Entwicklung der Anthropologie im 19. Jahrhundert und evolutionistischen Theorien, die alternative Erklärungsmuster zur biblischen Schöpfungsgeschichte und Chronologie anboten, kamen ab 1860 Vorstellungen einer unilinearen stufenweisen Entwicklung der Menschheit und ihrer sozialen Organisation auf, die sich schnell verbreiteten. Auf der Suche nach dem Ursprung der Zivilisation entdeckten Johann Jakob Bachofen (Das Mutterrecht) und Henry Sumner Maine (Ancient Law) das Patriarchat als zivilisatorische Errungenschaft von Männern, dem nach Bachofen ein ursprüngliches Mutterrecht oder Matriarchat vorausgangen war.[8] Bachofen historisierte das Geschlechterverhältnis und stellte die Naturgegebenheit der patriarchalen Familienordnung und das Verhältnis der Geschlechter in Frage. Er hatte dabei keine Kritik am patriarchalen Geschlechtermodell beabsichtigt, sondern vielmehr, dieses zu legitimieren [10] (siehe auch: Geschichte der Matriarchatstheorien). Damit wurden mit dem Begriff Patriarchat erstmals die Beziehungen zwischen Frauen und Männern in den Blick genommen.[8] Und je nachdem, wie man die vermutete evolutionäre Entwicklung als Ganzes und die zeitgenössischen gesellschaftlichen Verhältnisse bewertete, wurde das Patriarchat oder das Matriarchat als jeweils höhere oder niedrigere Entwicklungsstufe menschlicher Gesellschaftsordnung beurteilt.[11]

Für Bachofen galt der angenommene Übergang vom Mutterrecht zum Vaterrecht als Durchbruch des geistig-männlichen Prinzips, mit dem das höchste Ziel menschlicher Entwicklung erreicht sei.[12] Wie Bachofen nahm auch Lewis Henry Morgan ein ursprüngliches Mutterrecht an. Er war überzeugt, dass diese Gesellschaftsform Vorteile für Frauen aufwies, während der Übergang zur Patrilinearität mit negativen Folgen für die soziale Stellung der Frau verbunden gewesen sei.[13]

Theoretiker des Sozialismus rezipierten Morgans und Bachofens Ideen vom Mutterrecht positiv. Im Gegensatz zu Bachofen beurteilte Friedrich Engels den fiktiven Umsturz des Mutterrechts als die „weltgeschichtliche Niederlage des weiblichen Geschlechts“.[14] Die Frage, ob es sich beim Patriarchat um eine politische oder familiale Herrschaftsform handelt, entschieden sie zu Gunsten der familialen.[8] In diesem Sinne ist Patriarchat als Merkmal der bürgerlichen Gesellschaft seitdem ein fester Bestandteil im Kontext marxistischer Weltanschauung und Wissenschaft.[15]

Aktivistinnen der ersten Frauenbewegung wie Minna Cauer nutzten die neuen anthropologischen Theorien, um das Primat patriarchaler Familienformen und Frauen diskriminierende Ehe- und Eigentumsgesetze zu kritisieren.[16]

Patriarchatsbegriff bei Max Weber[Bearbeiten]

Als Patriarchat wird in der Herrschaftstypologie Max Webers eine persönliche, auf Gewalt und Gehorsam beruhende Form der traditionalen Herrschaft klassifiziert.[12] Dieser herkömmliche Patriatchatsbegriff wurde in den verschiedenen gesellschaftstheoretischen Debatten als zu eng kritisiert, da er nur für eine bestimmte historische Epoche gelte.[17] Weber erklärte alle Herrschaftsbeziehungen durch Sozialisation und gesellschaftliche Verhältnisse mit Ausnahme der Beziehung zwischen Männern und Frauen, die er auf eine natürliche Geschlechterdifferenz zurückführte.

„Bei der Hausautorität sind uralte naturgewachsene Situationen die Quelle des auf Pietät ruhenden Autoritätsglaubens. Für alle Hausunterworfenen das spezifisch enge, persönliche, dauernde Zusammenleben im Hause mit seiner inneren und äußeren Schicksalgemeinschaft. Für das haushörige Weib die normale Ueberlegenheit der physischen und geistigen Spannkraft des Mannes.“

Max Weber[8]

Der feministische Patriarchatsbegriff[Bearbeiten]

In der feministischen Theoriebildung seit den 1960er Jahren ging es darum, die Naturwüchsigkeit der Beziehung zwischen Männern und Frauen, wie von Weber vorausgesetzt, und damit der Nachrangigkeit von Frauen in Frage zu stellen.[8] Die zweite Frauenbewegung weitete den Patriarchatbegriff auf die Bedeutung allgemeiner, nahezu global verbreiteter Männerdominanz aus[12] und erweiterte ihn zu einem Synonym für 'männliche Herrschaft und Unterdrückung der Frauen'. Patriarchat wurde zu einem Sammelbegriff für Strukturen und Formen von Nachrangigkeit, Ausbeutung und direkter sowie symbolischer Gewalt, die Frauen betreffen, und zur Grundlage feministischer Theorie und Praxis.[18][17]

„'Patriarchat’ bedeutet wörtlich die Herrschaft von Vätern. Aber heute geht männliche Dominanz über die 'Herrschaft der Väter' hinaus und schließt die Herrschaft von Ehemännern, von männlichen Vorgesetzten, von leiteten Männern in den meisten gesellschaftlichen Institutionen in Politik und Wirtschaft mit ein […] Das Konzept 'Patriarchat’ wurde durch die neue feministische Bewegung als ein Kampfbegriff wiederentdeckt, weil die Bewegung einen Begriff brauchte, durch den die Gesamtheit von bedrückenden und ausbeuterischen Beziehungen, die Frauen betreffen, sowie ihr systematischer Charakter ausgedrückt werden konnte. Außerdem zeigt der Begriff 'Patriarchat’ die historische und gesellschaftliche Dimension der Frauenausbeutung und Unterdrückung an, und ist so für biologistische Interpretationen weniger geeignet als zum Beispiel das Konzept der 'männlichen Dominanz.'“

Maria Mies, 1988[19]

Patriarchat bezeichnet demnach zugleich ein analytisches Konzept und einen Zustand, den es zu bekämpfen und zu überwinden gilt. Als Schlüsselbegriff feministischer Theorie und sozialwissenschaftlicher Forschung gewann das Konzept Patriarchat an Bedeutung, um „Ungleichheiten und Diskriminierungen, die Frauen in den unterschiedlichen Lebensspären betreffen, als Teile eines übergreifenden Phänomens zu erfassen.“[17]

Kontroversen[Bearbeiten]

Kate Millett skizzierte in ihrem Werk Sexual Politics (1969; deutsch: Sexus und Herrschaft) Umrisse einer 'Patriarchatstheorie', in der sie postulierte, die Verhältnisse zwischen den Geschlechtern als Herrschaftsverhältnis zu begreifen, da alle Macht von Geburt an in den Händen privilegierter Männer liege. Demgegenüber argumentierte die marxistische Soziologin Juliet Mitchell in ihrer Schrift The Woman's Estate (1971), dass eine Theorie, die ein universales Patriarchat über alle Räume und Zeiten behauptet, für das Anliegen von Frauen, ihre politischen Rechte einzufordern, eher hinderlich sei. Eine feministische Geschichtsbetrachung solle Frauen eine eigene Geschichte zumessen, in der sie dem Patriarchat Widerstand geleistet hätten.[20]

Ute Gerhard sieht die Stärken des Konzepts Patriarchat in seinem herrschaftsanalytischen und -kritischen Gehalt. Feministische Theorie brauche einen eigenständigen Begriff, um das Geschlechterverhältnis als Herrschaftsverhältnis zu beschreiben.[21] Diese Annahme wurde insbesondere von Judith Butler kritisiert:

„Die politische Annahme, dass der Feminismus eine universale Grundlage haben müsse, die in einer quer durch die Kulturen existierenden Identität zu finden sei, geht häufig mit der Vorstellung einher, daß die Unterdrückung der Frauen eine einzigartige Form besitzt, die in der universalen oder hegemonialen Struktur des Patriarchats bzw. der männlichen Herrschaft auszumachen sei.“

Judith Butler, 1991[22]

Mit Hilfe des analytischen Konzepts Patriarchat hat es die britische Soziologin Sylvia Walby unternommen, die Benachteiligung von Frauen in allen zentralen Lebensbereichen in einer systematischen und zusammenfassenden Weise zu erklären und als empirische Realität in Geschichte und Gegenwart nachzuweisen. Um dem Begriff Patriarchat seine universalistischen und ahistorischen Tendenzen zu nehmen, kategorisierte sie sechs Strukturen, die aus ihrer Sicht durch die Unterdrückung und Ausbeutung von Frauen durch Männer bestimmt sind und von denen Frauen auf unterschiedliche Weise betroffen sein können: Beschäftigungssystem, Reproduktionsarbeit, Sexualität, Kultur, Gewalt und die staatliche Regelung von Geschlechterbeziehungen. Die Theorie wird wegen ihrer Annahme einer überwiegend passiven Rolle von Frauen kritisiert.[23][17][24]

Seit Mitte der 1980er Jahre findet im feministischen Diskurs und in der Gesellschafts- und Geschlechterforschung eine Auseinandersetzung um das Theorem Patriarchat statt. Kritisiert wird, dass der Begriff nicht geeignet sei, die historischen und kulturübergreifenden Formen der Nachrangigkeit von Frauen angemessen zu erfassen, weil er häufig undifferenziert und ahistorisch verwendet werde.[25][26][27]

Die Soziologin Eva Cyba argumentiert, dass dem Konzept Patriarchat ein grundlegender Mangel anhafte, da es die Aufmerksamkeit zu einseitig auf die Rolle von Männern und die von ihnen dominierten Strukturen lenke und es Konstellationen gebe, die von niemandem beabsichtigt, sondern „aufgrund ihrer Trägheit als selbstverständliche Tradition reproduziert werden.“[17] Eine Erklärung, wie es zur Reproduktion von Tradition kommt, lieferte bereits Max Weber. Darauf weist Heike Kahlert hin.[28] Demnach beruht die Fügsamkeit der Gewaltunterworfenen bei der patriarchalen Herrschaft auf „dem Glauben an die Unverbrüchlichkeit des immer so Gewesenen als solchem“. Die Tatsache der traditionalen Herrschaft gehe „im Bewusstsein der Unterworfenen allem anderen voraus“.[29] Frauen, so schlussfolgert Kahlert, wirken in dieser Sichtweise an der Aufrechterhaltung der Geschlechterhierarchie mit. Und es sei zu fragen, „welche Beiträge Frauen zur Reproduktion der bestehenden Geschlechterverhältnisse leisten […] und unter welchen Voraussetzungen sie ihre Zustimmung zur patriarchalen Herrschaft entziehen oder gar offen verweigern.“[28] So ermögliche Webers handlungstheoretische Sichtweise, die Aufmerksamkeit auch auf die Veränderbarkeit der Geschlechterverhältnisse zu lenken.[28] Um die konkreten historischen und gegenwärtigen Ursachen und Wirkungsweisen von Unterdrückung und Benachteiligung von Frauen zu analysieren und zu erklären, müssen, so Cyba und Walby, zum Konzept Patriarchat weitere Spezifizierungen hinzukommen, beispielsweise die Verschränkung von patriarchalen Strukturen mit der (kapitalistischen) Wirtschaftsweise sowie die Rolle des Staates.[17] Die Auseinandersetzung um den Patriarchatsbegriff verweise nach Heike Kahlert darauf, dass eine differenzierte Theorie geschlechtlicher Herrschaft in Vergangenheit und Gegenwart fehle.[28] Auch die Soziologin Gudrun-Axeli Knapp plädiert dafür, an Stelle eines undifferenzierten Patriarchatsbegriffes die Debatte um die Theoretisierung von Macht und Herrschaft im Geschlechterverhältnis wieder aufzunehmen.[30]

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  •  Pierre Bourdieu: Die männliche Herrschaft. 5. Auflage. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2005 (Originaltitel: La domination masculine, übersetzt von Jürgen Bolder), ISBN 978-3-518-58435-4, S. 212.
  •  Eva Cyba: Patriarchat: Wandel und Aktualität. In: Ruth Becker, Beate Kortendiek (Hrsg.): Handbuch Frauen- und Geschlechterforschung. Theorie, Methoden, Empirie. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2010, ISBN 978-3-531-17170-8, S. 17–22.
  •  Karin Hausen: Geschlechtergeschichte als Gesellschaftsgeschichte. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2012, ISBN 978-3-525-37025-4, S. 359–360.
  •  Maria Mies: Patriarchat und Kapital: Frauen in der internationalen Arbeitsteilung. 5. Auflage. Rotpunkt, Zürich 1996, ISBN 978-3-85869-050-0.
  •  Sylvia Walby: Theorizing Patriarchy. Wiley-Blackwell, Oxford u. a. 1990, ISBN 978-0-631-14769-5 (englisch).
  •  Sylvia Walby: Structuring patriarchal Societies. In: Anthony Giddens, Philip W. Sutton (Hrsg.): Sociology. Introductory Readings. 3. Auflage. Polity, Cambridge 2010, ISBN 978-0-7456-4884-2, S. 30–31 (englisch).
  •  Max Weber: Wirtschaft und Gesellschaft. Grundriß der verstehenden Soziologie, 3. Abschnitt Patriarchale und Patrimoniale Herrschaft (einsehbar bei Google Books). 5., revidierte Auflage. Mohr/Siebeck, Tübingen 2002, ISBN 978-3-16-147749-2 (Studienausgabe; Erstauflage 1922).

Theorien zur Patriarchatsentstehung:

Rezeption im Film[Bearbeiten]

  • Paolo Taviani, Vittorio Taviani: Padre Padrone – Mein Vater, mein Herr. Spielfilm, Italien 1977 (Originaltitel: Padre Padrone; preisgekrönter Film der Tavianis über die Unterdrückung eines Sohnes durch seinen Vater, nach dem autobiographischen Roman Padre padrone von Gavino Ledda, 1975).
  • Annabella Misuglio: L’aggettivo donna. Dokumentarfilm, Italien 1971 (Kritik des Patriarchats in Italien: analysiert die doppelte Ausbeutung der Arbeiterinnen, die Isolation der Hausfrauen und die Abrichtung der in die Schulen eingesperrten, von den anderen Menschen getrennten Kindern).

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Karl-Heinz Hillmann: Wörterbuch der Soziologie. 5. Aufl. Alfred Kröner, Stuttgart 2007, ISBN 978-3-520-41005-4.
  2. Androkratie ist eine Neubildung von altgriechisch ἀνήρ anḗr „Mann“, zu Genitiv griechisch ἀνδρός andrós mit dem Wortstamm altgriechisch κράτος kratos „Herrschaft“.
  3. Vergl. zum Beispiel: Birgit Sauer: Die Allgegenwart der „Androkratie“: feministische Anmerkungen zur „Postdemokratie“. In: Politik und Zeitgeschichte. APuZ 1-2/2011, Bundeszentrale für Politische Bildung, 28. Dezember 2012.
  4. Patriarch and Patriarchate. in: Catholic Encyclopedia.
  5. Gerda Lerner: Die Entstehung des Patriarchats. Campus 1991, S. 295
  6. Vergl. Michael Mitterauer, Reinhard Sieder: Vom Patriarchat zur Partnerschaft, Becksche Reihe, C.H. Beck, München 5. Aufl. 1991, ISBN 978-3-406-35575-2.
  7. Beate Wagner-Hasel: Das Diktum der Philosophen: Der Ausschluss der Frauen aus der Politik und die Sorge vor der Frauenherrschaft, in: T. Späth, B. Wagner-Hasel (Hrsg.), Frauenwelten in der Antike, Geschlechterordnung und weibliche Lebenspraxis, Stuttgart u.a. 2000, 198–217, hier: 201 mit Hinweis auf R. Filmer, Patriarchia. The natural Power of Kings defended against the Unnatural Liberty of the People (1640/1680), Nachdr. 1991.
  8. a b c d e f Marion Löffler: Feministische Staatstheorien: Eine Einführung. Campus Verlag, 2011, S. 142f.
  9. Steffen Kailitz: Schlüsselwerke der Politikwissenschaft, VS Verlag für Sozialwissenschaften 2007, ISBN 978-3-531-14005-6, S. 352f.
  10. Susanne Lenward: Mythos, Mutterrecht und Magie. Zur Geschichte religionswissenschaftlicher Begriffe. Reimer Verlag, Berlin 1993, S. 78.
  11. Vergl. auch Peter Davis: Myth, matriarchy and modernity. Johann Jakob Bachofen in German Culture 1860–1945. DeGruyter, Berlin New York 2010, ISBN 978-3-11-022708-6, insb. Kapitel 2, S. 49ff.
  12. a b c Elke Hartmann: Zur Geschichte der Matriarchatsidee. Antrittsvorlesung, Humboldt-Universität Berlin 2004. pdf
  13. Meret Fehlmann: Die Rede vom Matriarchat. Zur Gebrauchsgeschichte eines Arguments. Chronos Verlag, Zürich 2011, ISBN 978-3-0340-1067-2, S. 81f.
  14. Friedrich Engels: Der Ursprung der Familie, des Privateigentums und des Staates. Berlin 1962, S. 61
  15. vgl. Ernst Bornemann: Das Patriarchat. Fischer, Frankfurt am Main 1991 (Erstauflage 1975), ISBN 3-596-23416-6.
  16. Peter Davis: Myth, matriarchy and modernity. Johann Jakob Bachofen in German Culture 1860–1945. DeGruyter, Berlin New York 2010. ISBN 978-3-11-022708-6, S. 107f.
  17. a b c d e f Eva Cyba: Patriarchat: Wandel und Aktualität. In: Becker /Kortendiek: Handbuch der Frauen- und Geschlechterforschung.VS Verlag, 2010. ISBN 978-3-531-92041-2, S. 17 ff
  18. Sylvia Walby: Theorizing Patriarchy. John Wiley & Sons 1990. ISBN 978-3-8252-3061-6.
  19. Maria Mies: Patriarchat und Kapital. Rotpunktverlag, 5., Aufl. Zürich 1996, ISBN 978-3858690500 (1. Aufl. 1988)
  20. Claudia Opitz: Nach der Gender-Forschung ist vor der Gender-Forschung. Plädoyer für die historische Perspektive in der Geschlechterforschung, in: Rita Casale, Barbara Rendtorff (Hrsg.): Was kommt nach der Genderforschung? Die Zukunft der feministischen Theoriebildung, Trancript Verlag, Bielefeld 2008, ISBN 978-3899427486, S. 15f.
  21. Ute Gerhard: Bewegung im Verhältnis der Geschlechter und Klassen und der Patriarchalismus der Moderne, in: Wolfgang Zapf (Hrsg.): Die Modernisierung moderner Gesellschaften. Verhandlungen des 25. Deutschen Soziologentages in Frankfurt am Main 1990, Frankfurt/New York 1991, ISBN 3-593-34574-9. S. 418–432
  22. Judith Butler: Das Unbehagen der Geschlechter, Suhrkamp Frankfurt 1991. ISBN 978-3518117224, S. 18
  23. Structuring patriarchal Societies, in: Anthony Giddens, Philip W. Sutton (Redaktion): Sociology. Introductory Readings. Polity Press, 3. Aufl. 2010, ISBN 978-0-7456-4884-2, S. 30f
  24. Marion Löffler: Feministische Staatstheorien: Eine Einführung. Campus Verlag, 2011, ISBN 978-3-593-39530-2, S. 147
  25. Barbara Holland-Cunz: Feminismus: Politische Kritik patriarchaler Herrschaft, in: Franz Neumann (Hrsg.): Handbuch Politische Theorien und Ideologien, Band 2, Opladen 2. Aufl. 2000, ISBN 978-3-8252-1854-6, S. 357–388.
  26. Karin Hausen: Patriarchat. Vom Nutzen und Nachteil eines Konzeptes für Fraupolitik und Frauengeschichte. In: Journal für Geschichte 5/1986. S. 12–21
  27. Gudrun-Axeli Knapp: Im Widerstreit. Feministische Theorie in Bewegung (Geschlecht und Gesellschaft), VS Verlag für Sozialwissenschaften 2012, ISBN 978-3-531-18267-4, S.117f.
  28. a b c d Heike Kahlert: Das Verschwinden des Patriarchats. Modernisierungstheoretische Ansichten eines umstrittenen Theorems. In: Österreichische Zeitschrift für Politikissenschaft, 2000/1
  29. Max Weber: Wirtschaft und Gesellschaft. Grundriß der verstehenden Soziologie. 5., revidierte Auflage. Studienausgabe, Tübingen: J. C. B. Mohr (Paul Siebeck), 1980 (1. Auflage 1921-1922). ISBN 978-3-16-538521-2. S. 580
  30. Gudrun-Axeli Knapp: Im Widerstreit. Feministische Theorie in Bewegung (Geschlecht und Gesellschaft), VS Verlag für Sozialwissenschaften 2012, ISBN 978-3-531-18267-4, S.269