Patrick Sahle

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Patrick Sahle (* 10. Juni 1968) ist ein deutscher Historiker.[1] Aktuell arbeitet er als Professor für Digital Humanities an der Fakultät für Geistes- und Kulturwissenschaften der Bergischen Universität Wuppertal.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sahle ist das dritte von vier Kindern des Ehepaares Helmut und Cornelia Sahle.

Nach seinem Abitur am Gutenberg-Gymnasium in Bergheim und der Ableistung seines Zivildienstes studierte er von 1990 bis 1997 an der Universität zu Köln Mittlere und Neuere Geschichte, Politikwissenschaft und Philosophie. Sein Studium schloss er mit dem Magister artium ab. Parallel arbeitete er von 1995 bis 1997 als Tutor in Köln am Historischen Seminar und am Zentrum für historische Sozialforschung. In der Zeit von 1993 bis 1996 legte Sahle seinen Studienschwerpunkt auf die historische Sozialforschung. Von Oktober 1997 an belegte er an der Vatikanischen Apostolischen Bibliothek in Rom den Diplomstudiengang der Mediävistik, den er im Juni 1998 erfolgreich abschloss.

Im November und Dezember 1998 führte Sahle als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Kölner Zentrum für Historische Sozialforschung eine Studie zum Thema „Der elektronische Zugriff auf Quellen. Vergleichende Studie über Projekte zur digitalen Bestandserschließung und zur Erschließung digitaler Bestände“ durch.[2][3] Von November 1999 bis August 2000 arbeitete er unter Wilhelm Heinz Schröder als wissenschaftliche Hilfskraft am Zentralarchiv für empirische Sozialforschung.

Von September 2000 bis August 2002 unterstützte Sahle als wissenschaftlicher Mitarbeiter das von Manfred Thaller geleitete Forschungsprojekt „Codices Electronici Ecclesiae Coloniensis“, das von der Universität zu Köln sowie der Erzbischöflichen Diözesan- und Dombibliothek Köln durchgeführt wird.[4] Im Anschluss erhielt er ein Promotionsstipendium des Landes Nordrhein-Westfalen, das er bis August 2003 belegte. Nach einer ersten Elternzeit arbeitete er zunächst ab September 2004 für sieben Monate als wissenschaftliche Hilfskraft am Historischen Seminar in Köln am Lehrstuhl für Geschichte der Frühen Neuzeit. Es folgte eine Anstellung als wissenschaftlicher Mitarbeiter von April 2005 bis Juni 2007 an der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen. Nach einer weiteren einjährigen Elternzeit wurde Sahle von Oktober 2008 bis 2011 an der Universität zu Köln als Lecturer in Humanities IT beschäftigt.[1] Neben seiner Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Initiative „Digital Research Infrastructure for the Arts and Humanities“ (DARIAH-DE), die sich der Schaffung einer digitalen Forschungsinfrastruktur für Geistes- und Kulturwissenschaften verschrieben hat, wurde Sahle 2011 als Gastprofessor an die Karl-Franzens-Universität in Graz berufen. Von 2014 bis 2019 übernahm Sahle eine außerplanmäßige Professor im Fach Digital Humanities an der Kölner Universität.

Von 2009 bis 2019 war Sahle als Mitarbeiter im Cologne Center for eHumanities (CCeH) in der Geschäftsführung[5] und von 2012 bis 2019 im Data Center for the Humanities (DCH), das an der Universität zu Köln angegliedert ist, tätig. Von 2015 bis 2019 leitete Sahle die operative Umsetzung der zentralen Koordinierungsstelle Digital Humanities für die Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste (AWK).[6]

2019 nahm Sahle das Angebot auf eine Professur für Digital Humanities an der Bergischen Universität Wuppertal an und wurde zum 1. Mai 2019 zum Universitätsprofessor ernannt.[7]

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • mit Bernhard Assmann: Digital ist besser. Die Monumenta Germaniae Historica mit den dMGH auf dem Weg in die Zukunft – eine Momentaufnahme. Norderstedt 2008, ISBN 3-8370-2987-5.
  • Digitale Editionsformen. Zum Umgang mit der Überlieferung unter den Bedingungen des Medienwandels. Norderstedt 2013.
  • als Herausgeber mit Hannah Busch und Franz Fischer: Kodikologie und Paläographie im digitalen Zeitalter. Codicology and palaeography in the digital age . Norderstedt 2017, ISBN 3-7448-3877-3.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Lebenslauf: Patrick Sahle. Abgerufen am 11. August 2019.
  2. Der elektronische Zugriff auf die Quellen – Vergleichende Studie zu Projekten zur digitalen Bestandserschliessung und zur Erschliessung digitaler Bestaende. Abgerufen am 11. August 2019.
  3. Patrick Sahle: 'Der elektronische Zugriff auf die Quellen': zum Entwicklungsstand digitaler Bestandserschließung. In: Historical Social Research. Band 24, Nr. 2, 1999, ISSN 0172-6404, S. 99–134, doi:10.12759/hsr.24.1999.2.99-134 (ssoar.info [abgerufen am 11. August 2019]).
  4. Mitarbeiter und Adressen. Abgerufen am 11. August 2019.
  5. Mitglieder des CCeH – CCeH. Abgerufen am 11. August 2019 (amerikanisches Englisch).
  6. Koordinierungsstelle Digital Humanities – CCeH. Abgerufen am 11. August 2019.
  7. Neuer Professor für Digital Humanities. Abgerufen am 11. August 2019.