Patrick von Blume

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Patrick von Blume (* Oktober 1969 in Ravensburg)[1][2] ist ein deutscher Schauspieler, Musiker und Sänger.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1995 bis 1997 absolvierte er eine Schauspielausbildung am Theater Zerbrochene Fenster in Berlin.[3]

Von 2000 bis 2008 trat er als Theaterschauspieler unter anderem in den Berliner Sophiensaelen, der Baracke des Deutschen Theaters, dem Tacheles, dem Theater zum westlichen Stadthirschen sowie in der Roten Fabrik Zürich auf.[4]

2001 debütierte Blume als Filmdarsteller mit einer Rolle in dem Polit-Thriller Operation Rubikon. Im Jahr darauf übernahm er die Hauptrolle in Fremdkörper, einem Abschlussfilm der KHM Köln, der mit dem Deutschen Kurzfilm-Preis in Gold ausgezeichnet wurde. 2007 spielte er Hauptrollen in Beautiful Bitch und dem preisgekrönten Kurzfilm Robin und trat in dem oscarnominierten Kinofilm Der Baader Meinhof Komplex auf.[4] Blume spielte außerdem in mehreren Folgen der Kriminalfilmreihen Polizeiruf 110 und Tatort mit.

Sein Regiedebüt gab Patrick von Blume 2002 mit dem semidokumentarischen Theaterprojekt "SPEECHES", bei dem Reden von Politikern nach dem 11. September 2001 ("9/11") von Schauspielern gesprochen wurden. In mehreren "SPEECHES"-Produktionen spielten u. a. Klaus Löwitsch, Angela Winkler, Ulrich Matthes, Miriam Goldschmidt, Jutta Wachowiak, Irm Hermann und Hussi Kutlucan. Es entstanden die Filme "SPEECHES – Reden nach dem 11. September", der im ZDFtheaterkanal gesendet wurde (2003) und "SPEECHES – Kampf um das Gelobte Land" (2004).

2015 spielte er die Titelfigur der ARD-Vorabendserie Huck, für die er auch am Soundtrack mitarbeitete. Im Rahmen dieser Produktion veröffentlichte von Blume sein erstes Album „Mit Herz und Fauscht“.

Zuletzt war er in tragenden Rollen als Politiker im Biopic Big Manni und als Dorfpolizist in Die Bestatterin (beide ARD) sowie in dem Kinofilm Hotel Auschwitz zu sehen.

Patrick von Blume ist Familienvater und lebt in Berlin.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kino[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2001: Fremdkörper (Kurzfilm)
  • 2002: Ohne Netz und doppelten Boden (Kurzfilm)
  • 2003: Irgendwas ist immer
  • 2003: Fremder Freund
  • 2004: Der Fremde und der Affe (Kurzfilm)
  • 2006: Futschikato
  • 2006: Wholetrain
  • 2006: Under These Wings (Kurzfilm)
  • 2007: Sarrelibre (Kurzfilm)
  • 2007: Beautiful Bitch
  • 2007: Robin (Kurzfilm)
  • 2008: Der Baader Meinhof Komplex
  • 2010: Wie die Raben (Kurzfilm)
  • 2010: St. Christophorus: Roadkill (Kurzfilm)
  • 2011: Komm und hol' mich (Kurzfilm)
  • 2019: Hotel Auschwitz

Fernsehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Theater (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Profil bei Theaterkontakte (Memento vom 3. Dezember 2013 im Internet Archive)
  2. „Von 22 Neugeborenen nur sieben Mädchen. Personenstandsnachrichten des Standesamts Ravensburg vom 24. bis 31. Oktober“, in: Schwäbische Zeitung vom 8. November 1969, S. 20.
  3. Theater Zerbrochene Fenster theaterverzeichnis.de, abgerufen am 12. Januar 2016.
  4. a b es wird Trauer sein und Schmerz, Biografie S. 27 ndr.de, abgerufen am 3. Dezember 2013.