Patriotische Union

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„Patriotische Union“ (in Berichten oft auch Reuß-Gruppe oder Gruppe Reuß) nannte sich eine 2021 gegründete deutsche, mutmaßlich rechtsterroristische Gruppe der Reichsbürger- und QAnon-Bewegung um Heinrich XIII. Prinz Reuß.

Im Dezember 2022 ließ der Generalbundesanwalt bei einer weiträumigen Razzia zunächst 25, später nochmals drei mutmaßliche Mitglieder oder Unterstützer der Gruppe unter dem dringenden Verdacht festnehmen, sie hätten eine terroristische Vereinigung gebildet und einen bewaffneten Staatsstreich gegen die staatliche Ordnung der Bundesrepublik Deutschland geplant. Seit August 2023 wird gegen insgesamt 69 mutmaßlich Beteiligte ermittelt.

Im Dezember 2023 erhob der Generalbundesanwalt gegen 27 davon Anklage wegen Bildung einer terroristischen Vereinigung. Der Strafprozess wurde dreigeteilt: Seit Ende April 2024 verhandelt das Oberlandesgericht Stuttgart gegen neun Angeklagte, seit 21. Mai 2024 das Oberlandesgericht Frankfurt am Main gegen neun weitere, ab Juni 2024 das Oberlandesgericht München gegen die übrigen acht. Ein Angeklagter verstarb vor Prozessbeginn.

Ermittlungsverlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im April 2022 stießen Ermittler im Umfeld der „Vereinten Patrioten“ auf eine ideologisch nahestehende Gruppe um Heinrich Reuß.[1] Daraufhin beobachtete das Landesamt für Verfassungsschutz Hessen einen „Gefährdungssachverhalt“ um Reuß und seine Kontaktpersonen. Das Bundeskriminalamt (BKA) und mehrere Verfassungsschutzämter observierten ihre Treffen, hörten Telefonate ab und sammelten Beweise für ihre mutmaßlichen Pläne.[2]

Ab November 2022 planten das BKA und mehrere Landeskriminalämter einen gemeinsamen Großeinsatz gegen die Gruppe, um die Umsetzung ihrer weit fortgeschrittenen Umsturzpläne zu verhindern.[3] Am 27. November 2022, als der Einsatztermin schon feststand, besuchte das Bayerische Landeskriminalamt den Hauptverdächtigen Maximilian Eder für eine Gefährderansprache. Dieser warnte dann seine Nachbarin vor einem weiteren Polizeibesuch und informierte eventuell auch andere Gruppenmitglieder. Der Vorgang gefährdete somit die Sicherung von Beweismitteln.[4]

Am 7. Dezember 2022 ließ der Generalbundesanwalt die Räume von 52 Personen durchsuchen und 23 davon in Deutschland festnehmen, je eine weitere Person in Österreich und Italien. Sie sollen eine terroristische Vereinigung gebildet und einige sollen sich konkret darauf vorbereitet haben, bewaffnet und gewaltsam in den Deutschen Bundestag einzudringen.[5] Mit rund 5000 beteiligten Polizisten war diese Razzia der bisher größte bundesdeutsche Antiterroreinsatz.[6] Bis zum 21. Dezember 2022 wurden 25 Haftbefehle in Vollzug gesetzt.[7] Der in Perugia festgenommene Maximilian Eder wurde am 16. Februar 2023 nach Deutschland ausgeliefert.[8] Zudem ermittelte der Generalbundesanwalt gegen 29 weitere, nicht festgenommene mutmaßliche Unterstützer der Gruppe.[9] Am 12. Dezember 2022 informierte die Bundesanwaltschaft den Rechtsausschuss und den Innenausschuss des Bundestags über die Razzia.[10]

Die Besondere Aufbauorganisation (BAO) „Schatten“ des BKA wertete die gesicherten Beweismittel mit zeitweise mehr als 300 Ermittlern monatelang aus. Man fand weitere Kontaktpersonen der Gruppe, darunter drei aktive Polizeibeamte, einen aktiven Soldaten und vier Reservisten der Bundeswehr.[11] Sie sollen zum Teil weitere staatsfeindliche Netzwerke und Gruppen gebildet haben.[12]

Am 22. März 2023 ließ der Generalbundesanwalt in Deutschland und der Schweiz Räume von fünf mutmaßlichen Unterstützern und vierzehn Zeugen durchsuchen.[11] Dabei schoss Markus L. in Reutlingen mit einer großkalibrigen Schusswaffe auf das Spezialeinsatzkommando (SEK) Baden-Württemberg und durchschoss den Unterarm eines Beamten, bevor er sich ergab und festnehmen ließ.[13] Der Generalbundesanwalt leitete ein Verfahren wegen des dringenden Verdachts des mehrfachen versuchten Mordes und der gefährlichen Körperverletzung gegen ihn ein.[14]

Am 22. Mai 2023 ließ der Generalbundesanwalt drei weitere mutmaßliche Gruppenmitglieder festnehmen.[15] Am 21. Juni 2023 ließ er die Wohnungen von fünf mutmaßlichen Anhängern der Gruppe in Aldingen, Empfingen, St. Johann, Ebersbach an der Fils, Tübingen und Hameln durchsuchen, ohne sie festzunehmen.[16]

Im März 2023 wurde einer der 23 Haftbefehle aufgehoben; der Tatverdacht blieb bestehen.[13] Im Juli 2023 verlängerte der Bundesgerichtshof (BGH) die Untersuchungshaft der übrigen 22 Beschuldigten, weil sie „hochwahrscheinlich“ anstrebten, „die grundgesetzliche Ordnung gewaltsam zu ändern“.[17] Im Oktober 2023 wies das Bundesverfassungsgericht die Verfassungsbeschwerde eines Beschuldigten gegen bestimmte Haftbedingungen ab.[18]

Vorläufige Ermittlungsergebnisse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pläne und Ziele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Laut dem Generalbundesanwalt plante die Gruppe spätestens seit Ende November 2021, die Staatsordnung der Bundesrepublik gewaltsam zu beseitigen und durch eine eigene, schon in Grundzügen ausgearbeitete Staatsform zu ersetzen. Sie habe einen „Systemwechsel auf allen Ebenen“ angestrebt, sei bereit gewesen, dafür militärische Mittel einzusetzen und Gewalt gegen staatliche Repräsentanten bis hin zu Tötungsdelikten zu verüben.[5] Ein Kommando ehemaliger Bundeswehrsoldaten wollte an einem „Tag X“ mit Waffengewalt den Deutschen Bundestag stürmen, Abgeordnete abführen und über ein Codewort im Radio „Blackouts“ auslösen, um die Bundesregierung zu stürzen.[19] Eine Übergangsregierung unter Heinrich Reuß sollte die Bundesregierung dann ersetzen. Diese hatte die Gruppe laut einem Privatbrief von Reuß intern bis März 2022 aufgestellt.[20] Der Sturm des Bundestags sollte Aufstände provozieren.[21]

Laut dem BGH wollten die Putschisten den Bundestag bei einer Plenarsitzung stürmen, den Bundeskanzler und alle anwesenden Minister festnehmen, fesseln und als Geiseln im Fernsehen vorführen, damit sich Regierungsgegner aus Behörden und Institutionen dem Umsturzversuch anschließen würden.[22] Bis zu 16 bewaffnete Angreifer sollten in das Reichstagsgebäude eindringen und dort Politiker fesseln und abführen.[23]

Zudem plante die Gruppe „Säuberungen“ in vielen Kommunen und wollte wohl deren Bürgermeister beseitigen.[24] Laut einer „Einsatzbesprechung“ wollte die Gruppe auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wie die Regierungsmitglieder „an die Wand“ stellen, also standrechtlich hinrichten. In abgehörten Telefonaten äußerten Gruppenmitglieder, das „Zionistenpack“ des „Judenstaates“ Bundesrepublik werde bald verschwunden sein; Homosexuelle seien „Gesindel“ und müssten „endlich vernichtet“ werden; „wer nicht deutsch ist, kommt weg“. Als Strafe etwa für steigende Gaspreise wollte Reuß die Regierungsmitglieder „einen nach dem anderen umlegen“.[25] Das genaue Datum und der äußere Anlass des Umsturzversuchs waren in der Gruppe noch ungeklärt. Jedoch waren die zugehörigen Personen dazu laut dem BKA fest entschlossen.[26]

Reuß hatte Russlands Staatspräsidenten Wladimir Putin in einem Brief um militärische Hilfe dabei gebeten, „die 26 Staaten des unauflöslichen und ewigen Bundes wiederherzustellen“. Demnach wollte die Gruppe das Deutsche Reich von 1871 „reaktivieren“ und dessen Grenzen wieder einführen. Nach dem Umsturz sollte die „Übergangsregierung“ einen „Friedensvertrag“ mit den alliierten Siegermächten des Zweiten Weltkriegs aushandeln. Außenpolitisch suchte die Gruppe enge Beziehungen zu Russland, auch weil Reuß sich als Verwandter der Romanows sah. Obwohl er erbrechtlich keine Chance auf die Thronfolge des letzten deutschen Kaisers und nicht einmal auf ein Fürstentum hatte, lehnte die Gruppe den Kaiser-Erben Georg Friedrich Prinz von Preußen als neues Staatsoberhaupt ihres angestrebten Reiches strikt ab. Man erwog, das adelige „Geburtsrecht des Ältesten“ durch das „Prinzip der Eignung“ zu ersetzen. Der „Wille zum Dienen mit all seinen Erfordernissen der ,Unterwerfung’“ mache Reuß am besten geeignet. Innenpolitisch wollte die Gruppe ein Parlament aus maximal 201 Abgeordneten einführen. Man erhoffte sich durch „überschaubare und klare Verwaltungsstrukturen“ niedrige Staatsausgaben und Steuerstreichungen. Mit der Bundesrepublik sollte auch deren Staatsverschuldung verschwinden. Ein Mitglied verlangte, ein „indigener Deutscher“ müsse seine deutsche Ahnenlinie bis ins Jahr 1913 lückenlos nachweisen können. Laut der Gruppenmitgründerin Ruth Leiding sollten „alle Ausländer“ das angestrebte Deutsche Reich nach dem Umsturz verlassen.[27]

Ideologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Laut dem Generalbundesanwalt verbindet alle Beschuldigten eine „tiefe Ablehnung der staatlichen Institutionen und der freiheitlich demokratischen Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland“, gespeist durch ein „Konglomerat aus Verschwörungsmythen“ der Reichsbürger- und QAnon-Ideologie. Sie glaubten, derzeit regiere ein „Deep State“ über Deutschland. Es gebe einen technisch überlegenen Geheimbund von Nachrichtendiensten und Militärs Russlands, der USA und anderer Staaten, dessen Vertreter sich in Deutschland aufhielten. Diese „Allianz“ werde den „Deep State“ zeitnah angreifen und Deutschland davon befreien.[5] In einem abgehörten Telefonat vom 25. September 2022 prophezeite Reuß, „dass die kommenden Ereignisse von der Allianz gesteuert werden“. Darauf habe seine Gruppe keinen Einfluss. Die Putschisten erwarteten demnach, jene Allianz werde den erhofften Umsturz lenken und ihnen den Weg an die Macht ebnen. Dazu sollten einige Mitglieder Kontakte zu ausländischen Machthabern herstellen und Verträge mit ihnen schließen.[28] Laut dem BGH erwartete die Gruppe einen Angriff der „Allianz“ aus Außerirdischen und mit ihnen verbündeten „Sehern“. Danach wollte sie die übrigen Institutionen und Vertreter des Staates bekämpfen und eine eigene Staatsverwaltung aufbauen.[29]

Reuß hatte beim Worldwebforum 2019 in Zürich behauptet, Profiteure wie die jüdische Bankiersfamilie Rothschild hätten den deutschen Adel zerstört, Deutschland sei kein souveräner Staat, das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland sei ein Unterdrückungsinstrument der Alliierten,[30] diese verwalteten Deutschland noch immer. Er klagte über eine angebliche Allmacht jüdischer „Finanzmächte“. Seitdem beobachtete der Verfassungsschutz ihn.[3] 2019 erklärte Reuß vor der UNO, Deutschland habe keine eigene Verfassung und gelte der UNO als Feindstaat. Die Alliierten hätten das Grundgesetz als „Verwaltungsordnung für das vereinte Wirtschaftsgebiet Deutschland“ geschrieben. Das Deutsche Reich von 1918 sei völkerrechtlich nicht untergegangen und man müsse seine Verwaltungsstruktur wiederherstellen, „um den Deutschen wieder eine Verfassung zu geben und um Friedensverträge abschließen zu können“.[31]

Nach Medienrecherchen verknüpften viele Gruppenmitglieder die „Reichsbürger“-Thesen mit Esoterik und QAnon-Ideologie. Sie glaubten an eine Macht der Sterne (Astrologie), sahen sich als „Auserwählte“, die von einem weit entfernten Sternensystem stammen, oder als Medium für Botschaften übernatürlicher Wesen. Sie glaubten an einen galaktischen Kampf gegen „böse Mächte“, bei dem Außerirdische den Sturz der Regierung unterstützen würden. Höchste Kreise der Politik und Kultur seien in rituelle Pädophilie verwickelt und von Satanisten beherrscht, die Kinder auf grausame Art ermordeten, um sich von ihrem Fleisch zu ernähren und ihr Blut als Verjüngungsmittel Adrenochrom zu trinken. Eine vom früheren US-Präsidenten Donald Trump geführte „Galaktische Föderation des Lichts“ werde den Übergang in die neue Ordnung schaffen. Diese Idee stammte von dem US-Amerikaner Sheldan Nidle (You’re Becoming a Galactic Human, 1994).[32] Einige vertraten die QAnon-These von deep underground military bases (DUMBs): Der deep state habe Deutschland mit einem geheimen Tunnelsystem durchzogen, halte dort Kinder gefangen und töte sie, um ein Verjüngungselixier zu gewinnen. Nach der Flutkatastrophe im Ahrtal 2021 habe man in einem Regierungsbunker 700 Kinderleichen entdeckt. Kinder würden in satanischen Ritualen gefoltert, gebraten und verspeist. Um gefangene Kinder zu befreien, wollten „Seher“ geheime Tunneleingänge im Schwarzwald oder der Schweiz auffinden.[25] In unterirdischen Tunnelsystemen würden „Reptiloiden“ (Echsenmenschen) und satanistische „Eliten“ die Kinder foltern und töten.[33]

Gliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Generalbundesanwalt sieht Heinrich Reuß und Rüdiger von Pescatore als Rädelsführer der Gruppe. Demnach leitete Reuß ihr Zentralgremium, intern der „Rat“ genannt.[5] Dieser hatte ein Schattenkabinett für die angestrebte Übergangsregierung festgelegt:[9] Reuß war als Staatsoberhaupt vorgesehen, Birgit Malsack-Winkemann als Justizministerin, Tim Paul Gorgass als Außenminister, Michael Fritsch als Innenminister, Melanie Ritter als Gesundheitsministerin und Ruth Hildegard Leiding für ein geplantes neues Ministerium für „Transkommunikation“.[22] Einige Mitglieder wollten den Unternehmensberater Markus Krall als „Wirtschafts- und Finanzminister“ gewinnen, zu dem Reuß Kontakt hatte.[27]

Der ehemalige Bundeswehroffizier Rüdiger von Pescatore soll den „militärischen Arm“ der Gruppe geführt und Maximilian Eder, Michael Fritsch, Frank Heppner, Marco van H., Thomas M., Wolfram S., Christian Wendler und Peter Wörner in diesen aufgenommen haben. Diese Teilgruppe habe die geplante Machtübernahme mit Waffengewalt durchsetzen, dazu eine abhörsichere Kommunikations- und IT-Struktur sowie militärisch organisierte und bewaffnete „Heimatschutzkompanien“ aufbauen, deren künftige Unterbringung und Verpflegung planen, neue Mitglieder rekrutieren, Waffen und andere Ausrüstung beschaffen und Schießübungen durchführen sollen. In die Umsetzung seien Norbert G., Markus H., Matthias H., Harald P. und Ralf S. eingebunden gewesen.[5] Laut dem BGH traf sich Pescatore regelmäßig mit dem „Rat“ von Reuß.[29]

Treffen und Anwerbung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Medienrecherchen gründete sich die Gruppe im Juli 2021 bei einem Treffen bei Thomas T. in Buch am Wald.[34] Dazu wurde Rüdiger von Pescatore per Videotelefonat aus Brasilien zugeschaltet.[35]

Laut dem BGH informierten Eder und Wörner am 25. November 2021 Pescatore, Fritsch und „R.“ (mutmaßlich Reuß) über ihren Plan, den Bundestag mit bis zu 16 bewaffneten Elitekräften zu stürmen. Fortan verfolgten die fünf den Plan aktiv. Dabei hätten sie Waffengewalt gegen Polizei und Sicherheitskräfte eingeplant, die Tötung von Personen erwartet und diese billigend in Kauf genommen. Reuß soll Eder 50.000 Euro zum Aufbau des militärischen Gruppenarms gegeben haben. Wörner fotografierte in Berlin gezielt Absperrungen um das Reichstagsgebäude, im U-Bahnhof Bundestag, beim Paul-Löbe-Haus und am Sitz des Bundespräsidenten.[29]

Ab Februar 2022 trafen sich zehn bis fünfzehn Personen um Reuß regelmäßig jeden Monat in dessen Jagdschloss Waidmannsheil und einer Gastwirtschaft in Bad Lobenstein. Im April 2022 traf Wörner den Leiter der „Vereinten Patrioten“ Sven B. und bat ihn um Personal zur Erstürmung des Bundestags. Bei der folgenden Festnahme der „Vereinten Patrioten“ wurde Wörners Haus durchsucht.[3] Wegen Waffenfunden dort wurde Wörner weiter überwacht. So fand man seinen Kontakt zu Reuß und dessen ideologisch verwandter Gruppe.[3]

Im Herbst 2022 versuchten Pescatore und weitere Verdächtige landesweit gezielt neue Mitglieder unter Soldaten und Polizisten anzuwerben.[36] Dazu trafen sie sich mindestens viermal in Baden-Württemberg. An einem weiteren Treffen in Norddeutschland beteiligten sich etwa 15 Personen.[2] Laut Anklageschrift führten Wörner und Pescatore in Mulda (Sachsen) Vorstellungsgespräche mit Bewerbern durch.[25]

Laut Aussagen von Beschuldigten diskutierte der „Rat“ seit Juli 2022 über den Zeitpunkt des geplanten Umsturzes. Eine „Seherin“ erwartete das Startsignal der „Allianz“ wegen einer Planetenkonstellation am 1. August 2022.[25] Bei einem Treffen am 17. September 2022 bei Bad Lobenstein kam es zum Streit über das Ausbleiben der angekündigten Hilfe Russlands.[37] Im November 2022 in Bochum sprachen die Teilnehmer eines Rekrutierungstreffen laut einem Zeugen über einen „Tag X“ des geplanten Umsturzes, den sie als von außen hervorgerufen erwarteten.[33] Mehrere Mitglieder forderten nun von Reuß, möglichst bald loszuschlagen, um ihn endlich zum Staatsoberhaupt zu machen.[3] Als Startsignal der „Allianz“ vermutete man etwa Naturkatastrophen, einen Börsencrash oder einen elektromagnetischen Impuls durch Putin. Einige sahen den Tod von Königin Elisabeth II. (8. September 2022) als Startsignal.[29] Danach rief die Gruppe auf Telegram einen Countdown von 48 Stunden aus: Der deep state sei in seine „absolute Endphase“ eingetreten. Nach Ablauf der Frist stritten sich Reuß und Pescatore im „Rat“. Der vermeintliche „Verbindungsoffizier“ zur „Allianz“ gab sich nun als „Plejadier“ aus und wurde für die anderen zunehmend unglaubwürdig.[25] So wuchs stetig der Handlungsdruck in der Gruppe, bald loszuschlagen. Am 7. Dezember 2022 sagte Eder in einem Video, es könne noch vor Weihnachten losgehen.[29]

Listen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei Peter Wörner fand man eine Liste mit achtzehn Namen von Journalisten und Politikern, darunter Bundeskanzler Olaf Scholz, Außenministerin Annalena Baerbock,[2] Saskia Esken, Kevin Kühnert, Armin Laschet, Friedrich Merz, ferner die bayerischen Landesminister Klaus Holetschek und Joachim Herrmann, die Fernsehmoderatorinnen Maybrit Illner, Sandra Maischberger und einen weiteren Fernsehmoderator.[2] Das BKA informierte die betroffenen Politiker sofort über den Fund.[38] Der Zweck der Liste sollte ermittelt werden.[39]

Bei dem festgenommenen Marco van H. fand die Polizei einen Zettel (mutmaßlich eine weitere Feindesliste) mit den Namen von zehn Politikern aus Baden-Württemberg und den Adressen ihrer Wahlkreisbüros, den Namen mehrerer Ärzte, den Adressen ihrer Praxen sowie dem Namen eines Gerichtsvollziehers.[40] Ein weiteres Gruppenmitglied besaß eine Liste mit Namen von Ärzten und Beschäftigten des Gesundheitssystems der Schweiz sowie deutschen Politikern und Medienvertretern. Bei manchen Namen standen handschriftliche Notizen, etwa, eine Person habe angeblich Babys in Tunnel gebracht, eine andere habe sie dort gefoltert und getötet.[33]

Bewaffnung und Aufbau bewaffneter Einheiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

23 Beschuldigte der Gruppe sind an Waffen ausgebildete und geübte Reservisten der Bundeswehr, weitere waren Berufssoldaten.[41] Mehrere Hauptverdächtige gehörten zum Kommando Spezialkräfte (KSK).

Im April 2022 fand man in Peter Wörners Haus Schusswaffen, Munition, einen Totschläger, eine Handgranatenattrappe,[42] sechs Gewehrmagazine, Gefechtshelme, Schutzwesten sowie Handyfotos von der U-Bahn-Station des Reichstagsgebäudes und vom Paul-Löbe-Haus, wo viele Abgeordnete wohnen und arbeiten.[3] Er hatte Survivaltrainings in der Rhön, Übungen mit scharfen Waffen und von Geisel- und Gefangennahmen angeboten.[43] Im April 2022 leitete er ein Waffentraining auf einer ehemaligen Bundeswehrschießanlage auf dem Oschenberg bei Bayreuth, an dem Pescatore und fünf weitere Beschuldigte teilnahmen. Im Sommer 2022 trafen sich Pescatore, Wörner und ein aktiver KSK-Soldat in Horb am Neckar. Wörner besuchte drei Waffengeschäfte in Süddeutschland, andere wollten in Tschechien Munition beschaffen.[2] Angehörige des „militärischen Arms“ erkundeten, ob Bundeswehrkasernen in Hessen, Baden-Württemberg und Bayern zum Unterbringen eigener Truppen nach dem Umsturz dienen konnten. Nach Recherchen von Bellingcat fanden zudem Kampftrainings von Gruppenmitgliedern auf dem Balkan statt.[1] Pescatore bezahlte Teilnehmern der Schießtrainings aus der von ihm verwalteten „Patriotenkasse“ der Gruppe die Benzinkosten ihrer Anreise.[25]

Bis August 2023 fanden die Ermittler im Umfeld der Gruppe insgesamt 362 Schusswaffen, 347 Hieb- und Stichwaffen, 148.761 Munitionsteile und 17 Sprengmittel.[44] Allein bei Pescatore fand man 165 Schusswaffen, darunter zwei Pistolen aus einem Bundeswehrdepot. Ein Beschuldigter besaß eine Doppelbockflinte und ein Winchester-Gewehr.[25] Im Haus eines beschuldigten Soldaten fand man Plastikhandfesseln, 22 Sturmhauben und einen Stempel mit der Aufschrift „Heimatschutzkompanie 161, Christian-Ritter-von-Popp-Straße 25, 95448 Bayreuth“. Dort befand sich die Bundespolizeiabteilung Bayreuth.[45] 94 Waffen besaßen die Beschuldigten legal, 63 davon besaß ein Waffenhändler.[46] Die Waffen fanden sich in mehr als 50 der rund 150 durchsuchten Objekte. Beschlagnahmt wurden auch zwei Dienstwaffen von Polizisten, Elektroschocker, Nachtsichtgeräte,[9] Schusswesten[1] und mehrere tausend Schuss Munition, darunter rund 100 scharfe Patronen aus Bundeswehrbeständen.[2] Ende 2022 fand man im Jagdschloss von Reuß weitere 1034 Schuss Munition.[16]

Der Sportschütze und ehemalige Obergefreite Markus L. besaß 22 legale Schusswaffen, ein Maschinengewehr, neun Langwaffen, Handfeuerwaffen und Handgranaten.[13] Er hatte sechs Waffenbesitzkarten, durfte mit Sprengstoff umgehen und hatte sich Bauteile weiterer Waffen und Munition aus dem Internet bestellt.[47] Die Sportschützin Birgit Malsack-Winkemann hatte Zugang zu mindestens zwei Pistolen.[48] Bei ihr fand man einen Revolver, eine halbautomatische Selbstladebüchse mit Zielfernrohr und rund 7.000 Patronen.[49] Zudem hatte die Gruppe bei Schweizer Zwillingsbrüdern Waffen für knapp 139.000 Euro bestellt, aber nicht erhalten. Im September 2022 hatte sie Schulterklappen und Kragenspiegel für die Dienstgrade ihrer Uniformentwürfe sowie Nummernschilder für Militärfahrzeuge bestellt.[25] Bis November 2023 ließ der Generalbundesanwalt das Gelände des KSK in Calw zweimal nach illegalen Munitions- und Waffendepots durchsuchen. Man vermutete dort vermisste ehemalige NVA-Waffen, die Pescatore in den 1990er Jahren unterschlagen hatte.[50]

Laut der Anklageschrift wollte die Gruppe bundesweit 286 „Heimatschutzkompanien“ mit je 250 Mann aufbauen und daraus eine „Neue Deutsche Armee“ bilden. Als deren Aufgabe nannten „Grundsatzpapiere“ der Gruppe eine „Neutralisierung von konterrevolutionären Kräften“, also Tötung von Gegnern, nach dem „Tag X“ des geplanten Umsturzes.[25] Zudem sollten die Kompanien für eine „aktive Überwachung des urbanen Raumes“ und „Unterbindung von Partisanenaktivitäten“ sorgen.[45] Bis Dezember 2022 soll die Gruppe drei bzw. mehrere „Heimatschutzkompanien“ für polizeiliche und militärische Aufgaben beim Umsturz aufgebaut haben.[51] Laut Anklage sollte die „Kompanie 221“ die Bereiche Tübingen und Freudenstadt in Baden-Württemberg abdecken. Dort sollen schon Zuständige für die Rekrutierung weiteren Personals ernannt worden sein. Ermittler fanden dazu umfangreiche Organigramme, Teilnehmerlisten und Aufstellungen über Fähigkeiten und Waffenkenntnisse. Eine weitere Kompanie war demnach für Jena sowie die Kreise Saale-Holzland und Saale-Orla vorgesehen und sollte ebenfalls selbst tätig werden können. Die Ermittler stellten zudem vielfältige Aktionen zum Aufbau weiterer Heimatschutzkompanien für „Säuberungsaktionen“ nach dem Putsch fest.[52]

Weitere Funde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Razzia am 7. Dezember 2022 fand man auch Ausspähnotizen von der Graf-Zeppelin-Kaserne in Calw, ein Organigramm der angestrebten „Reichsregierung“, Blanko-Impfausweise, die Droge Ecstasy[2] und „Verschwiegenheitserklärungen“. Diese drohten mindestens 136 Unterzeichnern für einen Verrat der Pläne zur „Reaktivierung Deutschlands“ Strafen bis hin zur Todesstrafe an.[35] Diese sollte nach gefundenen Dokumenten bei Verstößen gegen die „Geheimhaltungspflicht“ „durch den PR ausgesprochen und durch ein Militärgericht abgeurteilt und vollzogen“ werden, also als standrechtliche Hinrichtung.[53]

Über Reuß hatte die Gruppe 14 hochwertige Satellitentelefone angeschafft.[28] Bis Ende Januar 2023 beschlagnahmten die Ermittler bei den Verdächtigen mehr als 420.000 Euro Bargeld und rund 50 Kilogramm Gold- und Silbermünzen. Zudem fanden sie ein Schließfach mit Goldbarren im Wert von sechs Millionen Euro.[54] Im Jagdschloss von Reuß fanden sie einen esoterischen Text mit dem Titel „Die Smaragdtafeln von Thoth dem Atlanter“, ein mit Alufolie umwickeltes Satellitentelefon, Kontounterlagen der russischen Sberbank und eine Einladung des russischen Konsulats in Leipzig. Im Schlosspark fanden sie eine goldene Pyramide mit Stühlen, einem Feldbett, Zetteln mit handgeschriebenen Hieroglyphen und laminierten „Verfügungen“ von Reuß[16] sowie Schriftstücke einer esoterischen „Energie-Management Anstalt“.[53] Den pyramidenförmigen, gegen Funkwellen abgeschirmten und vergoldeten Pavillon hatte Reuß 2021 unerlaubt auf dem Schlossgelände bauen lassen. Darum leitete das Bauordnungsamt des Saale-Orla-Kreises im August 2023 ein Verfahren gegen ihn ein.[55]

Beschuldigte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heinrich XIII. Prinz Reuß (2018)

Am 7. Dezember 2022 nannte der Generalbundesanwalt 22 Deutsche mit abgekürzten Nachnamen als mutmaßliche Mitglieder, zwei weitere Deutsche und eine Russin als mutmaßliche Unterstützer der terrorverdächtigen Gruppe.[5] Am 22. März 2023 erhöhte er die Gesamtzahl der Beschuldigten auf 61.[11] Medienberichte machten viele vollständige Namen und Details zu ihnen bekannt.

Mutmaßliche Mitglieder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der Unternehmer Heinrich XIII. Prinz Reuß (* 1951) besitzt das Jagdschloss Waidmannsheil in Bad Lobenstein, wo sich Mitglieder der Gruppe mehrmals versammelten.[56] Er hatte laut dem Bundesnachrichtendienst (BND) Kontakt zum nationalistischen russischen Motorradclub Nachtwölfe, den der russische Geheimdienst FSB beeinflusst. Dieser soll die gewaltsamen Ziele der Reuß-Gruppe gekannt haben.[57]
  • Thomas T. aus dem Landkreis Ansbach galt als „rechte Hand“ von Reuß und sollte nach dem geplanten Umsturz sein persönlicher Referent werden.[58] Er stammt aus der Rocker-Szene, soll ein Schießtraining und mehrere Koordinierungstreffen der Gruppe besucht, dann deren Ressort „Transkommunikation“ geleitet und die von Reuß beschafften Satellitentelefone an weitere Beschuldigte verteilt haben. Er sollte laut Ermittlern auch am geplanten Angriff auf den Bundestag teilnehmen.[59]
  • Rüdiger von Pescatore (* 1953) war in den 1990er Jahren Kommandeur eines Fallschirmjägerbataillons und fiel damals auf, etwa weil er Kameraden Wehrmachtslieder beibrachte. 1996 wurde er wegen Unterschlagens von Bundeswehrwaffen aus früheren NVA-Beständen zu einer Bewährungsstrafe verurteilt und entlassen. Als Leiter des militärischen Arms der Reuß-Gruppe soll er Schießübungen organisiert und neue Mitglieder rekrutiert haben.[60] 2019 kommentierte er einen Blogeintrag zum Reichswirtschaftsminister Hjalmar Schacht des NS-Regimes so: Die Menschheit werde „die Wahrheit erst nach dem Systemwechsel“ erfahren, wenn der „Krankheitskeim Freimaurer“ für immer ausgerottet sei.[61]
  • Maximilian Eder aus Eppenschlag hatte das KSK 1996 mitgegründet und an Auslandseinsätzen der Bundeswehr mitgewirkt, der er bis 2016 angehörte. Ab 2020 trat er bei Coronaprotesten auf. Bei der bundesweiten „Querdenken“-Kundgebung am 29. August 2020 in Berlin, von der ein Sturm auf das Reichstagsgebäude ausging, drohte er, man werde angeblich pädophile und satanistische Politiker wie Kriegsverbrecher zur Strecke bringen oder vor ein neu einzurichtendes Gericht stellen.[32] 2021 drohte er, man solle das KSK „mal nach Berlin schicken und hier ordentlich aufräumen. Dann könnt ihr mal sehen, was die können“.[62] Bei der Hochwasserkatastrophe im Ahrtal 2021 besetzte er mit anderen Exsoldaten, darunter Peter Wörner, in Uniform eine Schule in Bad Neuenahr, gab illegale Befehle aus und hinderte zeitweise aktive Bundeswehrsoldaten an ihrem Hilfseinsatz. Dabei kooperierte mit „Querdenkern“ wie Michael Ballweg und Bodo Schiffmann.[62] Bei einem Auftritt mit dem „Reichsbürger“ Rüdiger Hoffmann im Sommer 2022 in Berlin kündigte Eder an, das deutsche Parteiensystem abzuschaffen und Politiker „zur Rechenschaft“ zu ziehen. Er habe sich mit Bundeswehrreservisten vernetzt, um ein großes Pädophilennetz von Bundesbehörden und Staatsanwälten aufzudecken, und werde „diesen Laden“ bald „ausheben“. Im November 2022 erklärte er in Uniform in einem Video: „Unser System kann man zum Wackeln kriegen, wenn ein paar wenige Entschlossene, Engagierte, Mutige anpacken.“[63] Kinder und Jugendliche müssten „gerächt werden“ für die Coronapolitik von Politikern, die er namentlich nannte. Es gebe überall „Leute, die das richten werden“.[64] Als „General Eder“ forderte er einen „epochalen Aufstand“ für eine neue Rechtsordnung. Gehe alles nach Plan, werde man noch vor Weihnachten 2022 losschlagen.[65] Bei einer Kundgebung in München behauptete er, im Schwarzwald seien tausende Kinder befreit worden. Bei Putins Angriffskrieg auf die Ukraine gehe es um die Befreiung von Kindern aus „Biolabs“.[66] Am Morgen vor seiner Festnahme postete er, es werde sich „demnächst alles drehen: Die bisherigen Staatsanwälte und Richter sowie die zuständigen Leiter der Gesundheitsämter samt Vorgesetzten werden sich bald auf der Anklagebank in Nürnberg 2.0 wiederfinden.“[43] Laut der Anklageschrift hat er Bundestagsgebäude in Berlin ausgespäht, aktive Bundeswehrsoldaten, darunter zwei Generäle, für die Putschziele der Gruppe anzuwerben versucht, Waffen und Ausrüstung dafür gekauft und einen Textentwurf verfasst, der die Bundesregierung nach dem geplanten Staatsstreich für abgesetzt erklären sollte.[59]
  • Peter Wörner aus Hollfeld diente bis in die 1990er Jahre als Soldat auf Zeit im selben Bataillon wie Rüdiger von Pescatore. Nach eigenen Angaben absolvierte er den Einzelkämpferlehrgang. Zuletzt arbeitete er als Survival-Trainer. Bei Ermittlungen gegen eine radikale „Querdenker“-Gruppe fanden Antiterrorfahnder im Frühjahr 2022 in seinem Haus eine illegale Pistole mit Munition und ein YouTube-Video: Darin sprach Wörner von einem Umsturz und nannte die Regierung eine „verbrecherische Clique“, die bald von „etwas Neuem“ abgelöst werde. In späteren abgehörten Gesprächen sprach er davon, man werde das Reichstagsgebäude stürmen und Abgeordnete festnehmen. Diese Indizien führten die Ermittler auf die Spur der Gruppe um Reuß.[9] Ermittler hatten Wörner schon vor 2020 im Verdacht, er habe einen KSK-Angehörigen 2017 in Sindelfingen vor einer bevorstehenden polizeilichen Durchsuchung gewarnt. Zudem soll er eine Entführung von Gesundheitsminister Karl Lauterbach mitgeplant haben.[57] Im Frühjahr 2021 trat Wörner mit Eder im Ahrtal auf.[67] Laut Anklageschrift soll Wörner Exekutions- und Festnahmelisten angelegt und geplant haben, Bundeskanzler Olaf Scholz sowie die TV-Moderatoren Markus Lanz und Sandra Maischberger festzunehmen. Offen ist, ob Wörner diese Pläne mit der Reuß-Gruppe absprach.[57] Ferner soll er aktive Bundeswehrsoldaten für den Putschplan angeworben, große Mengen an Ausrüstung und Uniformteilen beschafft, mit Harald P. Bundestagsgebäude ausgespäht und ein Schießtraining organisiert haben, aus dessen Teilnehmern die Einsatzkräfte für den geplanten Angriff auf den Bundestag ausgewählt werden sollten.[59] Beim Anwerben neuer Gruppenmitglieder behauptete er, er habe schon gegen Reptiloide gekämpft.[32]
  • Andreas M. ist ein aktiver Oberstabsfeldwebel des KSK.[68] Er nahm an mehreren Bundeswehreinsätzen in Afghanistan teil.[69] Ab 2021 sprach er in einem Profilbild vom „tiefen Staat“ und verweigerte die Schutzimpfung gegen COVID-19. Im Oktober 2022 soll er mit seinem Truppenausweis Mitglieder der Reuß-Gruppe in Kasernen eingeschleust haben, damit sie deren Eignung zum Unterbringen eigener Truppen nach dem Umsturz prüfen konnten.[36] Der Militärische Abschirmdienst (MAD) überwachte ihn ab 2021 als mutmaßlichen „Reichsbürger“ und fand so seinen Kontakt zu Rüdiger von Pescatore.[2] M. soll in der Reuß-Gruppe für Logistik zuständig gewesen sein, am Aufbau privater Heimatschutzkompanien gearbeitet haben und seine Wohnung als Gefechtsstand zur Verfügung gestellt haben.[35]
  • Marco van H. aus Wöschbach ist ein vorbestrafter ehemaliger Zeitsoldat, der beim KSK war. Er war bei der Corona-Protestbewegung in Pforzheim aktiv und soll weitere Mitglieder für die Gruppe angeworben haben.[70] Er gab in der Gruppe an, er verfüge über Kontakte zu einer verbündeten „Allianz“ ausländischer Armeen. Er soll auch die „Verschwiegenheitserklärungen“ für Kontaktpersonen der Gruppe angeregt und die Todesstrafe bei Verstößen verlangt haben. Bei späteren Gruppentreffen hielten immer mehr Beteiligte ihn für einen Hochstapler.[28] Am 27. Mai 2022 soll er sich im Jagdschloss Waidmannsheil dem Schattenkabinett von Reuß vorgestellt und behauptet haben, die „Allianz“ habe Kinder aus unterirdischen Erdtunneln befreit. Nach Aussage von Birgit Malsack-Winkemann sollte er dafür sorgen, dass die fiktive „Allianz“ die Gruppe Reuß nach deren Umsturz als Übergangsregierung akzeptieren würde.[45]
  • Auch Harald P. aus dem Landkreis Schweinfurt ist ein ehemaliger Bundeswehrsoldat. Er fiel den Ermittlern im April 2022 bei den Festnahmen von Personen auf, die eine Entführung von Gesundheitsminister Karl Lauterbach geplant haben sollen. Der Generalbundesanwalt zählt ihn zum militärischen Arm der Reuß-Gruppe. Dort soll er für die Bewaffnung der Gruppe zuständig gewesen sein sowie bei Schießübungen und dem Aufbau einer abhörsichereren Kommunikationsstruktur geholfen haben.[71] Er sollte die militärische Strategie des Umsturzes umsetzen.[72]
  • Thomas M. ist ein Familienvater aus Kirchehrenbach und arbeitete in der Sicherheitsbranche. Er war schon länger im Fokus der Ermittler. Laut Generalbundesanwalt war er Mitglied des militärischen Führungsstabs und versuchte im November 2022 in Norddeutschland, gezielt Polizeibeamte für die Reuß-Gruppe zu gewinnen.[73]
  • Michael Fritsch ist ein früherer Kriminalhauptkommissar aus Hannover. Er sollte nach dem rechtsterroristischen Anschlag in Halle (Saale) 2019 Schutzkonzepte für Synagogen in Hannover erstellen. Ab 2020 trat er als Polizist bei „Querdenken“-Protesten auf, verglich Coronaschutzmaßnahmen mit Methoden des NS-Regimes, verbreitete Verschwörungsmythen über einen angeblichen Great Reset und QAnon-Ideologie. Er organisierte auf Telegram die Gruppe „D-Day 2.0“ mit. Dort planten Coronaleugner, Rechtsextreme und „Reichsbürger“ unter anderem, mit schweren Fahrzeugen neuralgische Punkte auf Autobahnen zu besetzen. Im Frühjahr 2021 rief er Soldaten und Polizisten auf Telegram zum Umsturz an einem geeigneten Zeitpunkt auf. Es sei sicherzustellen, „wenn quasi die Regierung abgesetzt wird, dass die militärische Einheit dann vorübergehend die Kontrolle übernimmt und zusammen mit der Polizei für Frieden auf den Straßen sorgt.“ Zur Bundestagswahl 2021 kandidierte er erfolglos als Spitzenkandidat für die Basisdemokratische Partei Deutschland in Niedersachsen. Er beantragte einen neuen Reisepass mit „Preußen“ als Geburtsland und bezeichnete sich öffentlich als „Staatenloser“. Darum stufte ein Gericht ihn im April 2022 als verfassungsfeindlichen „Reichsbürger“ ein und entließ ihn aus dem Polizeidienst. Dagegen legte er Berufung ein. Auch er gehörte zum militärischen Führungsstab der Reuß-Gruppe und versuchte mit anderen Mitgliedern im November 2022, in Norddeutschland gezielt Polizisten für die Gruppe anzuwerben.[74] Auch er verknüpfte öffentlich Reichsbürger- und QAnon-Thesen.[75]
  • Melanie Ritter ist eine Ärztin aus dem Landkreis Peine und Partnerin von Michael Fritsch. Sie trat mit ihm öfter bei Corona-Protesten auf, so 2021 bei einer Wahlkampfveranstaltung der „Basis“ in Hannover. Sie soll die Reuß-Gruppe finanziell unterstützt haben und war im „Rat“ als Gesundheitsministerin vorgesehen.[74]
  • Frank Heppner, geboren 1960, ist ein Münchner Koch, der in Kitzbühel ein Restaurant leitet. Nach Medienberichten sollte er nach dem geplanten Umsturz die Kantinen der „neuen deutschen Staatsform“ übernehmen und den „militärischen Arm“ der Gruppe verpflegen. Er soll Lebensmittel, Küchenutensilien und ein Notstromaggregat für einen Mitstreiter besorgt und ein Wohnmobil gekauft haben.[76]
Birgit Malsack-Winkemann (2020)
  • Die Richterin Birgit Malsack-Winkemann (* 1964) war von 2017 bis 2021 Bundestagsabgeordnete der Alternative für Deutschland (AfD) und hatte Treffen des rechtsextremen „Flügels“ der AfD besucht.[77] Im Haushaltsausschuss des Bundestags leugnete sie kontinuierlich die COVID-19-Pandemie, lehnte Schutzimpfungen als angebliche staatlich erzwungene „Gentherapie“ ab, vertrat die Verschwörungstheorien vom Großen Austausch[78] und vom Great Reset[77] sowie die QAnon-Ideologie.[48] Sie soll in der Reuß-Gruppe auf einen möglichst baldigen Umsturz gedrängt haben.[79] Im Sommer 2021 zeigte sie Eder und Wörner die Parlamentsgebäude und führte Wörner drei Wochen später erneut durch das Regierungsviertel. Dabei drehte er mehrere Handyvideos vom Plenarsaal, Paul-Löbe-Haus und von unterirdischen Gebäudezugängen. Zudem zeigte sie mehreren Mitbeschuldigten die Plätze der Regierungsmitglieder und informierte sie im September 2022 über die Sitzungswochen des Bundestags.[80] Seitdem soll sie mit Rüdiger von Pescatore das Eindringen in das Reichstagsgebäude geplant haben.[48] Sie sollte einen bewaffneten Sturmtrupp mit ihrer Zugangskarte hineinlassen, die sie als ehemalige Bundestagsabgeordnete besaß.[3] Nach ihrer Festnahme bestätigte sie, dass sie im „Rat“ der Gruppe für das Justizressort zuständig war, weitere Mitglieder zu rekrutieren versucht und zweimal Mitbeschuldigte durch das Reichstagsgebäude geführt hatte,[49] jedoch Monate vor ihrem Eintritt in die Reuß-Gruppe. Die dabei entstandenen Fotos und Videos vom 1. und 18. August 2021 zeigten Hinweisschilder, Treppenhäuser, unterirdische Verbindungsgänge und Parkplätze in der Tiefgarage des Bundestags.[45] Sie bestätigte, dass sie die Verschwiegenheitserklärung der Gruppe unterschrieben hatte, bestritt aber damit verbundene Terrorziele und Umsturzpläne.[23] Am 16. März 2023 wurde sie vorläufig von ihrem Richteramt suspendiert.[81]
  • Ruth Hildegard Leiding (68) hatte 2018 den AfD-Ortsverband Heppenheim mitgegründet und galt in der AfD als radikale Staatsgegnerin auf der Linie von Björn Höcke. Auf ihrer Facebookseite teilte sie Videos der AfD, von Hans-Georg Maaßen und zum Thema „Warum die Deutschen ausgelöscht werden sollen und warum das deutsche Kaiserreich so wichtig ist“. Sie schrieb selbstverlegte Bücher zur Astrologie, gab Seminare dazu und machte angeblich „präzise astrologische Prognosen“. So behauptete sie, 2022 bis 2024 würden wirtschaftlich, medizinisch und politisch „die Jahre des großen Umbruchs“. Es gehe um eine Jahrhundertkonstellation, „wie sie letztmalig 1914 bestand“. Sie war im Schattenkabinett von Reuß als Verwaltungsexpertin, für „Spiritualität“[82] und „Transkommunikation“ vorgesehen.[9] Birgit Malsack-Winkemann hatte sie im Bundestag angestellt und aus der Mitarbeiterpauschale für ihre astrologische Beratung bezahlt.[32]
  • Christian Wendler ist ein Landschaftspfleger in Olbernhau. Dort war er bis Oktober 2020 Stadtrat der AfD und bis April 2022 Mitglied im örtlichen Schützenverein.[48] Er war in der Gruppe speziell für die Waffenbeschaffung zuständig.[42] Bei ihm fanden die Ermittler Schusswaffen.[83]
  • Der IT-Unternehmer und Rechtsanwalt Tim Paul Gorgass aus Hannover war laut BGH-Haftbeschluss in der Reichsbürgerszene vernetzt und im Mai 2022 zu der Reuß-Gruppe gestoßen. Er war in deren Schattenkabinett als „Außenminister“ vorgesehen, um nach dem geplanten Umsturz Verträge mit anderen Staaten zu schließen. Bei ihm wurden gedruckte Texte zu den Aufgaben des Außenamts, zum „Abschluss völkerrechtlicher Verträge“ und zur Sicht Deutschlands in der Welt gefunden, zudem Karteikarten und Notizen zur Preußischen Verfassung. Danach sollte offenbar die künftige Legislative und Judikative umstrukturiert werden. Auf Initiative von Gorgass soll die Gruppe eine „Völkerrechtlerin“ aufgenommen haben, die diese Pläne unterstützte.[49]
  • René R. aus Kämpfelbach ist ein klassisch ausgebildeter Sänger und war 2022 Mitglied der Mainzer Hofsänger geworden.[84] Der „Rat“ soll ihn in seinem Schattenkabinett als Kulturminister vorgesehen haben.[75] Am 23. März 2023 wurde R. aus der Untersuchungshaft entlassen, aber der Verdacht gegen ihn aufrechterhalten.[85]
  • Ralf S. ist ein Dachdeckermeister aus Horb am Neckar. Er war in der Region als Organisator von „Querdenker“-Kundgebungen bekannt und hatte unter anderem im Februar 2021 zu einem Autokorso gegen die Coronaschutzmaßnahmen aufgerufen.[86]
  • Wolfram S. war laut dem Generalbundesanwalt für den Aufbau der IT-Struktur der Gruppe verantwortlich, soll Laptops beschafft und abhörsichere, verschlüsselte Kommunikation für den militärischen Arm ermöglicht haben. Zudem habe er den Aufbau mehrerer zentraler Datenbanken für Informationen zu den „Heimatschutzkompanien“ geplant.[87]
  • Johanna Findeisen-Juskowiak war 2021 Kandidatin der Basis-Partei im Bundestagswahlkreis Bodensee. Am 7. Dezember 2022 wurde ihr Haus in Frickingen durchsucht.[88] Am 22. Mai 2023 wurde sie festgenommen und wird seitdem ebenfalls als Mitglied der Gruppe beschuldigt.[15] Sie soll spätestens im November 2022 Kontakt zu einem Generalkonsul Russlands gesucht und diesen zweimal getroffen haben,[89] um Unterstützung für die Reußgruppe zu erhalten.[90] Zudem soll sie den bekannten „Reichsbürger“ Ralph T. Niemeyer am 30. November 2022 telefonisch gebeten haben, einen Kontakt zu Russlands Staatspräsident Putin oder zum russischen Außenminister Sergei Wiktorowitsch Lawrow herzustellen. Niemeyer gab an, er habe ihr erklärt, er dürfe sein abhörsicheres Satellitentelefon nur mit sehr gutem Grund für den direkten Kontakt zu den Pressesprechern Dmitri Peskow und Marija Sacharowa nutzen.[91]
  • Hans-Joachim H. (Landkreis Harburg) soll der Gruppe insgesamt 140.000 Euro gespendet, an Treffen für Sponsoren und zur Rekrutierung weiterer Mitglieder teilgenommen haben.
  • Steffen W. (Landkreis Freudenstadt) soll am Aufbau der geplanten „Heimatschutzkompanien“ führend mitgewirkt, Bedarfslisten für Waffen und Munition angelegt und die Übernahme einer Kaserne geplant haben. Die beiden wurden am 22. Mai 2023 festgenommen.[90]

Mutmaßliche Unterstützer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die russische Staatsbürgerin Vitalia B., geboren 1983 in Kaliningrad, wurde im Schloss von Reuß festgenommen. Sie gilt als seine Lebensgefährtin oder Assistentin. Nach Medienrecherchen war sie erstmals am 1. Oktober 2002 nach Deutschland gereist und bis zu ihrer Festnahme in Heidelberg gemeldet. Bis 2019 studierte sie Kunstgeschichte an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. Nach ihrer erfolgreichen Promotion wollte sie angeblich nach Russland zurückkehren. Sie hatte Kontakte zum Konsulat Russlands in Leipzig, vermittelte 2020 die Teilnahme von Reuß an der dortigen Feier zum russischen Nationalfeiertag und besuchte das Konsulat 2022 laut MDR-Recherchen nochmals allein; wozu, ist unbekannt. Kurz nach ihrer Festnahme soll sie Vollzugsbeamten gesagt haben, sie heiße „Maria Romanov“ und sitze unschuldig in Haft.[37] Ihr Besuch am 13. Juni 2022 mit Reuß im Konsulat wurde beobachtet. Vermutet wird, dass die beiden Russlands Hilfe bei dem geplanten Umsturz suchten.[3] Der Generalbundesanwalt verdächtigt B. dringend, sie habe Reuß „bei der Kontaktaufnahme zu Vertretern der Russischen Föderation“ geholfen, fand aber bisher keine Hinweise auf eine positive Antwort auf diese Kontaktversuche.[5]
  • Alexander Quade aus Dutenhofen, ein regional bekannter „Reichsbürger“, war mit Vorträgen in ganz Deutschland aktiv. Mit seinem Telegram-Kanal mit rund 130.000 Abonnenten verbreitete er Esoterik, Weltuntergangsszenarien und Verschwörungstheorien, etwa von einem „Deep State“ und einer angeblichen geheimen, im Verborgenen herrschenden „Elite“.[92] Donald Trump sei „die inkarnierte Seele von Erzengel Uriel“ und habe von außerirdischen „Plejadiern“ vollständige Informationen über die „Galaktische Föderation“ erhalten.[32] Quade soll einen eigenen TV-Sender sowie die Übernahme von Radio Andernach der Bundeswehr geplant haben.[35]
  • Frank R., Besitzer einer Autowerkstatt und wie Christian Wendler ehemaliger Stadtrat (CDU) in Olbernhau, wurde dort ebenfalls verhaftet.[93] Bei ihm fanden Ermittler einen vierseitigen ausgedruckten Mailwechsel von drei Beschuldigten mit dem russischen Generalkonsulat in Leipzig. Die erste Mail wurde am 28. November 2022 über R.s Firmenserver versandt. Die Absender stellten sich als prorussische Unternehmer vor, beklagten angeblich einseitige deutsche Medienberichte zum Russland-Ukraine-Krieg und baten das Konsulat um ein persönliches Treffen dort. Aus bisher unbekanntem Grund schlug ihnen ein hochrangiger russischer Diplomat zwei Tage später ein Treffen im Konsulat am 8. Dezember 2022 vor.[37][94]
  • Markus L. aus Reutlingen ist Sportschütze und Mitglied in einem lokalen Schützenverein. Er besaß legal mindestens 22 Schusswaffen und war Spender für die AfD.[95]

Weitere Beschuldigte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mehr als 30 Personen, die nicht festgenommen wurden, führt der Generalbundesanwalt laut Medienberichten ebenfalls als Beschuldigte im Verfahren gegen die Reuß-Gruppe, darunter:[15]

  • Ivonne G. arbeitet als Oberkommissarin in der Kreispolizeibehörde Minden-Lübbecke. Infolge der Razzia wurde sie vom Dienst suspendiert und es wurde ein Disziplinarverfahren gegen sie eingeleitet.[96]
  • Matthes Haug, geboren 1960, ist ein Physiker aus Tübingen und seit mehr als 20 Jahren in der „Reichsbürger“-Szene aktiv. Der Verfassungsschutz stuft ihn wegen antisemitischer Aussagen als rechtsextremen Esoteriker ein.[97] Wegen des Verkaufs falscher Reisepässe eines „Deutschen Reiches“ ist er vorbestraft.[98] Er nahm an mehreren Gruppentreffen im Schloss von Reuß teil und referierte dort über das angebliche Fortbestehen des Deutschen Reiches, bestreitet aber Mitwissen von den Umsturzplänen seiner Zuhörer.[20] Er war im Schattenkabinett der Reuß-Gruppe für Fragen des Völkerrechts vorgesehen.[99] Er wurde nicht festgenommen, setzte seine Vorträge fort und räumte am 13. Dezember 2022 in Hannover vor etwa 50 „Reichsbürgern“ mehrere Treffen mit Reuß ein. Dabei sei es um die Rechtsgrundlagen seines Reichs gegangen. Mit Putschplänen und Waffen habe er nichts zu tun.[100] Am 16. Dezember 2022 in Heilbronn vor „Querdenkern“ und AfD-Anhängern rechtfertigte er einen angeblichen Führungsanspruch von Reuß, unter anderem mit dessen angeblicher Blutsverwandtschaft mit den Romanows.[98]
  • Traugott Ickeroth, Saarbrücken, ist ein Wortführer der QAnon-Szene.[32] Er ist in der Esoterikszene als Autor verschwörungsideologischer Bücher bekannt, etwa zur „Neuen Weltordnung“ und zu den Illuminaten. Er trat 2020 bei Corona-Protesten auf und verkündete dort auch weitreichende Umsturzfantasien.[101]
  • Ein Beschuldigter war nach Auskunft des Niedersächsischen Innenministeriums ein für den Staatsschutz zuständiger Beamter im Landeskriminalamt Niedersachsen (LKA). Er wurde nicht festgenommen, darf aber während der laufenden Ermittlungen sein Amt nicht ausüben,[102] seine Dienststelle nicht betreten und musste seine Dienstwaffe abgeben. Laut dem Innenministerium war er seit dem Herbst 2021 nicht mehr im Dienst und zuvor nur für wenige Wochen während einer Wiedereingliederung im Staatsschutz tätig gewesen.[103] Er war in dem Bereich nicht speziell aus- und fortgebildet.[104] Laut Recherchen von t-online war er als Spezialist für Rechtsextremismus tätig gewesen und könnte dienstlich mit anderen Beschuldigten wie dem früheren Polizeibeamten Michael Fritsch befasst gewesen sein. Daher wurde befürchtet, dass er mit der Reichsbürgerszene zusammengearbeitet, Hinweise auf bevorstehende Einsätze gegeben oder Ermittlungsergebnisse zurückgehalten haben könnte.[105] Im September 2023 leitete das Innenministerium Niedersachsens gegen ihn ein Disziplinarverfahren ein, ebenso gegen einen Polizeioberkommissar im Ruhestand aus Göttingen. Der Verdacht gegen beide Polizeibeamte ergab sich aus der Auswertung der beschlagnahmten Speichermedien von Heinrich Reuß und der Ärztin Melanie Ritter aus Peine.[106]

Ralph T. Niemeyer wird im Verfahren der Bundesanwaltschaft als Zeuge, nicht als Beschuldigter geführt. Er war öfter mit Mitgliedern der Reuß-Gruppe wie Michael Fritsch und Ruth Hildegard Leiding auf „Querdenker“-Kundgebungen aufgetreten, hatte Maximilian Eder zweimal auf seine Bühne eingeladen und ähnliche Thesen zur deutschen Verfassung vertreten. Im September 2022 führte er in Russland als selbsternannter „Exil-Kanzler“ einer „Exil-Regierung“ Deutschlands Gespräche mit hohen russischen Regierungsvertretern und erklärte die deutsche Bundesregierung danach öffentlich für „suspendiert“. Seitdem ermittelt die Staatsanwaltschaft München gegen ihn gemäß § 100a StGB wegen des Verdachts der „Landesverräterischen Fälschung“, nämlich des Versuchs, falsche Informationen an eine fremde Staatsmacht gelangen zu lassen, die Deutschlands Sicherheit gefährden können. Nach seiner Russlandreise baten Mitglieder der Reuß-Gruppe ihn zweimal, für sie einen Kontakt zu Putin herzustellen. Niemeyer bestätigte die Kontakte, bestritt aber Botendienste und Kenntnis von Putschplänen; diese lehne er ab.[107]

Nach seinen Angaben übergab ihm eine Frau namens „Swetlana“ am 5. Dezember 2022 in Wittenberg Dokumente von Reuß mit der Bitte, diese der Staatsregierung Russlands zu überbringen. Diese auf Mai 2021 datierten, russisch verfassten Briefe hätten unter anderem die Bitte an Putin enthalten, mit Reuß als Regierungsvertreter des „Deutschen Imperiums“ über einen Friedensvertrag nach dem Zweiten Weltkrieg zu verhandeln.[91] Sie trugen das Siegel von Reuß und sollten ihn offenbar nach dem geplanten Putsch als künftiges Oberhaupt Deutschlands legitimieren. Bei der zweiten Razzia am 22. März 2023 wollte das BKA diese Dokumente und Niemeyers aktuelle Mobiltelefone und Computer in seiner Wohnung in München beschlagnahmen. Niemeyer hielt sich jedoch laut seinem Telegramkanal in Moskau auf und hatte die Datenträger dorthin mitgenommen. Gegenüber Medien erklärte er, er habe die Dokumente sofort nach der Razzia vom 7. Dezember 2022 den Behörden gemeldet und übergeben wollen. Im Januar 2023 und nach mehreren Nachfragen, für die er Belege vorlegte, hätten zwei Verfassungsschutzbeamte die Dokumente bei ihm abgeholt. Er stellte einen Strafantrag gegen Verfassungsschutzpräsident Thomas Haldenwang und gegen Unbekannt wegen Rechtsbeugung und Strafvereitelung im Amt: Sie hätten versäumt, die von ihm selbst übergebenen Dokumente an das BKA weiterzugeben. Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) teilte daraufhin mit, es gebe relevante Informationen selbstverständlich weiter.[108] Laut dem Durchsuchungsbeschluss des BKA hatte Niemeyer die Dokumente jener „Swetlana“ den Behörden „nur unvollständig“ als Scan übermittelt. Man suchte ferner bei ihm nach Speicherdaten über die „Ziele, Struktur und personelle Zusammensetzung“ der Reuß-Gruppe und über „Kontakte und Kommunikationswege zu weiteren Beschuldigten oder noch unbekannten Mittätern, Mitgliedern oder Unterstützern“.[91]

Umfeld[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gruppenmitglieder Ruth Hildegard Leiding und Christian Wendler gehörten zeitweise zur AfD.[82] Kurz nach Leidings Festnahme gab die AfD an, man habe ihre Parteimitgliedschaft „annulliert“, weil sie ihre Nähe zu den Reichsbürgern bei ihrer Aufnahme verschwiegen habe.[109] Dies wurde als Versuch gedeutet, Leidings Nähe zur AfD und staatsfeindliche Tendenzen in der AfD zu vertuschen.[110] Hochrangige AfD-Politiker unterstützten Birgit Malsack-Winkemann noch im Oktober 2022 in einem dienstrechtlichen Gerichtsverfahren gegen den Vorwurf mangelnder Verfassungstreue. Bis Ende 2022 schloss die AfD sie nicht aus ihrem Schiedsgericht aus und löschte nur ihren Namen von dessen Homepage.[78]

Mehrere mutmaßliche Mitglieder hatten seit Jahren Verbindungen zur rechtsextremen Szene. Thomas T. war früher Mitglied der Rockergruppe Gremium MC, zu der Neonazis aus dem Raum Nürnberg gehören.[111] Peter Wörner betrieb 2010 mit Mitgliedern der NPD-Jugend einen Internetshop[64] und trat 2019 bei einem „Überlebenswochenende“ in der Rhön mit dem Holocaustleugner Nikolai Nerling in einem Video auf.[111]

Heinrich Reuß hat Anhänger in Bad Lobenstein. Im Frühjahr 2021 kündigte dort eine „staatliche Wahlkommission Reuß“ öffentlich die Wahl eines „Verwesers“ (Interimsregenten) an. Wahlberechtigte müssten die „Staatsangehörigkeit Reuß“ besitzen. Anonyme „engagierte und ehrenwerte Bürger“ „im Besitz der Staatsangehörigkeit der Fürstentümer Reuß“ behaupteten auf Flugblättern, deren Empfänger seien staatenlos und besäßen „demzufolge keinerlei Rechte“. Die dazu verlinkten Videos von Reuß zeigten auch seinen Vortrag in Zürich. Auf Nachfrage eines Lokalreporters erklärte Reuß: „Wir sind dabei, die Verwaltungsstrukturen wiederherzustellen“, die „uns durch die Kriege genommen worden“ seien, aber „aus dem Zeitraum 1918“ weiter zustünden.[3]

Die rechtsextremen Gruppen „Freies Thüringen“ und „Patrioten Ostthüringen“ unterstützen Reuß. Im Oktober 2021 trat Reuß vor letzteren auf. Ihr Anführer Frank Haußner erklärte das „Fürstentum Reuß“ danach zum „legitimen Rechtsnachfolger eines Reichsfürsten […], der den Weg zu Staatlichkeit und Souveränität mit uns gehen will“. Dafür sei der deutsche Adel ein Verbündeter des rechten Widerstands.[77] Haußner hat seit 2017 enge Kontakte zu den AfD-Vertretern Stephan Brandner und Björn Höcke und organisiert mit der AfD Montagsspaziergänge, Stadtfeste und „Heldengedenken“. Im Dezember 2021 organisierte er ein Weihnachtsfest, an dem der Neonazi Christian Klar, als Weihnachtsmann verkleidet, und Björn Höcke teilnahmen. Nach der Festnahme von Reuß organisierte er eine Solidaritätskundgebung in Zeulenroda, die etwa 150 Personen besuchten. Dabei verteidigte Haußner die Reuß-Gruppe als „Akteure im Widerstand gegen ein Unrechtssystem, Teil der Wahrheitsbewegung, Teil der Freiheitsbewegung“. Deswegen zählen der Politikwissenschaftler Johannes Hillje und der Rechtsextremismusforscher David Begrich die Thüringer Reichsbürger zum „erweiterten Vorfeld der AfD“.[112] Reuß wollte mit der Reichsbürgerideologie und seinem Putschplan wohl die von ihm beklagte Entmachtung des deutschen Adels rückgängig machen. Adelige, darunter einige mit Erbansprüchen auf Grundeigentum auf früherem DDR-Gebiet, bilden laut dem Soziologen Andreas Kemper eine wichtige Strömung in der AfD.[77]

Propagandisten der Reichsbürgerszene wie Matthes Haug (Tübingen), Joachim Hieke (Hannover) und Hans-Joachim Müller (Leipzig) rechtfertigen die Ansprüche von Reuß als vermeintlicher König von Preußen und verbreiten sie weiter, etwa in Müllers Telegram-Gruppe „Startpunkt zur Freiheit“. Hieke ist Coronaleugner und vertritt eine Bill-Gates-Verschwörungsthese. Müller verbreitet seit 2020 auch die QAnon-Ideologie und warb zusammen mit Martin Kohlmann, dem Gründer der rechtsextremen Gruppe „Freies Sachsen“, für ein eigenes Königreich in jenem Bundesland. Die Bundesrepublik sei eine „Simulation“ und „unser Feind“. Im Oktober 2022 warb Müller beim Szenetreffen „Zukunftsprozess Deutschland“ in Pfiffelbach (Thüringen) für eine Wiederherstellung des Reichs von 1871 und für die Adelsfamilie Reuß. Am 13. Dezember 2022 begrüßten Hieke, Müller, Haug und ihr Publikum in dem von Hieke betriebenen Leibniz Theater in Hannover die Razzien gegen die Reuß-Gruppe als Werbung für einen Putsch und als „Aufweckprogramm für die deutschen Schlafschafe“.[100]

Im September 2022 trat Matthes Haug bei dem antisemitischen Verschwörungsideologen Jo Conrad in Worpswede auf.[113]

Jürgen Elsässer betitelte ein Video seines rechtsextremen Magazins Compact vom 7. Dezember 2022 „BKA erfindet Reichsbürger-Putsch“, um wie das NS-Regime nach dem Reichstagsbrand 1933 gegen „die Opposition“ vorzugehen. Damit relativierte er den Nationalsozialismus. Er hatte seit 2020 kontinuierlich ein Zusammengehen von „Querdenkern“ und „Reichsbürgern“ propagiert.[114]

Folgen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sicherheitsmaßnahmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im November 2022 wurden laut CDU-Generalsekretär Mario Czaja die Sicherheitsvorkehrungen im Bundestag erhöht, Absperrungen errichtet und die Bundestagspolizei über die Bestrebungen zum Erstürmen des Bundestagsgebäudes unterrichtet.[115]

Weil die Beschuldigte Birgit Malsack-Winkemann bewaffnete Gruppenmitglieder ins Reichstagsgebäude lassen wollte, erteilte Bundestagspräsidentin Bärbel Bas ihr ein Betretungs- und Hausverbot. Zudem will die Bundestagsverwaltung die Inhaber von Hausausweisen fortan alle zwei Jahre auf ihre Zuverlässigkeit hin überprüfen. Frühere Abgeordnete sollen nur noch nach einer Prüfung von Einträgen über sie in Polizeidatenbanken Zugang erhalten.[116] Seit 17. Dezember 2022 müssen Abgeordnete ihre Gäste anmelden; diese werden dann überprüft. Inhaber eines Hausausweises müssen das Reichstagsgebäude wie Gäste durch eine Sicherheitsschleuse betreten. Bärbel Bas kündigte weitere Schutzmaßnahmen an, betonte jedoch, der Bundestag solle ein „offenes Haus“ bleiben und dürfe Besucher des Parlaments nicht generell ausschließen.[117]

Bundestagsabgeordnete der SPD und der Grünen forderten, den Besitz halbautomatischer Waffen zu verbieten. Vertreter der FDP lehnten dies ab und forderten stattdessen, das geltende Waffenrecht besser durchzusetzen.[118]

Bundesinnenministerin Nancy Faeser wollte verfassungsfeindliche Staatsbeamte künftig durch bloße Verwaltungsakte, ohne langwierige Verwaltungsgerichtsverfahren, aus Sicherheitsbehörden entfernen lassen. Familienministerin Lisa Paus kündigte ein Demokratiefördergesetz an, um zivilgesellschaftliches Engagement gegen antidemokratische und menschenfeindliche Strömungen zu stärken. Am 12. Dezember 2022 besprachen der Innenausschuss und der Rechtsausschuss des Bundestags die Razzia und die Gefahrenlage durch „Reichsbürger“.[119]

Information der Öffentlichkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einige Medien waren vorab über die Razzia vom 7. Dezember 2022 informiert und veröffentlichten schon kurz nach deren Beginn vorbereitete Recherchen zu der Gruppe. Kritisch diskutiert wurde, ob und inwieweit dies die Ermittlungen und Zugriffe gefährdet[120] und Persönlichkeitsrechte der Betroffenen verletzt haben könnte[121] oder ob die Sicherheitsbehörden die Medien damit für ihre Zwecke benutzt hätten.[122] Andere Journalisten sahen Mediendialoge mit Sicherheitsbehörden als für beide Seiten nützliches Standardverfahren, bei dem Vertraulichkeit gewährleistet sei.[123]

Reaktionen von Politikern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vertreter der meisten Bundestagsparteien befürworteten den Polizeieinsatz gegen die Gruppe und äußerten sich besorgt über deren Bewaffnung und Pläne.[124]

Der AfD-Vorsitzende Tino Chrupalla behauptete, seine Partei habe mit Reichsbürgern, die er „Spinner“ nannte, „überhaupt nichts zu tun“. Falls die Vorwürfe gegen Malsack-Winkemann sich bestätigten, werde man sie aus der AfD ausschließen.[125] Andere AfD-Vertreter zogen Warnungen vor der Gruppe und ihrer Ideologie ins Lächerliche, bezeichneten die Razzia als „Ablenkungsmanöver“ und schwiegen zur Beteiligung einer AfD-Abgeordneten an dem mutmaßlichen Putschplan. Björn Höcke riet AfD-Mitgliedern per Brief, Chatgruppen zu verlassen, in denen friedliches Demonstrieren für Grundrechte als unwirksam und andere Mittel als nötig dargestellt würden.[126] Im Anschluss an den Blog Tichys Einblick nannte Höcke die Razzia eine „Inszenierung“ und das Vorhaben der Reuß-Gruppe einen „Rollator-Putsch“.[127] Letzteren Ausdruck griff Alice Weidel in einer Bundestagsdebatte am 14. Dezember 2022 auf. Gottfried Curio sprach dort von einer „Rentner-Combo“[128] und nannte die Razzia eine von den Regierungsparteien geplante und inszenierte „Show“ vor geladenen Mediengästen.[129]

Vertreter anderer Parteien wiesen dies scharf zurück: Die größte Bedrohung der demokratischen Grundordnung komme von rechts (Nancy Faeser, SPD); die Gruppe sei zu Mord und Totschlag bereit gewesen (Marco Buschmann, FDP); die AfD-Abgeordneten seien „Feinde der Demokratie“ (Sebastian Hartmann, SPD), „der parlamentarische Arm dieser Gruppe“[128] und ein „Brandbeschleuniger genau dieser demokratiefeindlichen Bewegungen“ (Irene Mihalic, Grüne).[129] Der SPD-Parteivorsitzende Lars Klingbeil forderte, der Verfassungsschutz müsse die AfD bundesweit beobachten. AfD-Mitglieder gehörten nicht in Parlamente, Gerichte oder den öffentlichen Dienst.[130] Thüringens Innenminister Georg Maier (SPD) schlug ein Parteiverbotsverfahren gegen die AfD vor: Sie sei klar belegt verfassungsfeindlich, wolle „dieses System überwinden“, zeige dabei aggressives Verhalten bis hin zu Gewaltbereitschaft und sei eine relevante Gefährdung der Demokratie.[131] Der CDU-Vorsitzende Friedrich Merz lehnte ein AfD-Verbot strikt ab, während Vertreter von Grünen, SPD und Linkspartei eine offene Debatte darüber bejahten.[125]

Einordnung durch Experten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Bundesamt für Verfassungsschutz sieht die Reuß-Gruppe als „Musterbeispiel für die Herausbildung einer neuen gewaltorientierten Mischszene“, in der „Reichsbürgerideologien, Verschwörungserzählungen aus dem Bereich der Delegitimierer und rechtsextremistische Narrative zusammenfließen“. Besonders die Propaganda von einem bevorstehenden „Tag X“ könne in solchen Gruppen erheblichen Handlungsdruck erzeugen und schwere Gewalttaten auslösen.[98]

Der Extremismusforscher Peter R. Neumann warnte davor, die Gruppe als harmlos abzutun. Die Mitglieder seien von ihrer Ideologie überzeugt und hätten schon Waffen, Geld und andere Ressourcen beschafft. Zwar hätten sie den angestrebten Umsturz nie erfolgreich durchführen, aber durchaus Terroranschläge verüben und Politiker als Geiseln nehmen und so die Bundesrepublik destabilisieren können. Auch andere Terrorgruppen ließen sich von fiktiven Ideen leiten und verfolgten unerreichbare Ziele. Zudem wisse niemand, wie viele radikalisierte Anhänger der Gruppe und verwandte Gruppen noch unentdeckt geblieben seien.[28] Die Rechtsextremismusexperten Andrea Röpke und Andreas Speit betonten, bisher sei nur ein sehr kleiner Bruchteil der gewaltbereiten „Reichsbürger“ festgenommen worden: „Die Ermittler hätten sich auch etliche andere Gruppen aussuchen können, die gefährliche Umsturzpläne hegen.“ Die Reichsbürgerszene habe sich seit Beginn der COVID-19-Pandemie stark radikalisiert und mit der AfD und dem „Querdenker“-Milieu vermischt, so dass ein „riesiges radikales Netzwerk“ entstanden sei. Der Verfassungsschutz unterschätze die Gesamtzahl der Reichsbürger und ihren gewaltbereiten Anteil. Auch die scheinbar harmlosen Varianten der Reichsbürgerideologie seien ein „Radikalitätsmotor“, der von Selbstermächtigung zu Bewaffnung und Terroranschlägen führen könne. Anders als früher gehe es Reichsbürgern nicht mehr um Selbstverteidigung, sondern Angriff: Umsturzpläne würden heute in der Szene massenhaft diskutiert, etwa in vielen Telegram-Kanälen. Durch die „Querdenker“ hätten die Reichsbürger massenhaften Zuspruch erhalten, der ihr Gefühl der Ermächtigung gestärkt habe. Viele der 25 Festgenommenen seien politisch seit Jahren bekannt gewesen, etwa als „Querdenken“-Redner, und hätten sich öffentlich radikalisiert. Viele mit ihnen verbundene Szenevertreter seien nicht festgenommen worden und verfolgten ihre demokratiefeindlichen Pläne nun vermutlich nichtöffentlich weiter. Die Distanzierung der AfD von den Reichsbürgern sei unglaubwürdig, da sie eine rechte Sammlungsbewegung sein wolle, Geschichtsrevisionismus zum „Deutschen Reich“ betreibe und diesen Kurs unter Alexander Gauland und Björn Höcke fortsetze.[132] Für den Politikwissenschaftler Hajo Funke sind alle Angehörigen der Reichsbürgerszene rechtsextreme Demokratiefeinde, die den Sturz der Republik wollen. Er verwies auf auch von Reuß vertretene Thesen, Juden und Freimaurer hätten „den Ersten Weltkrieg angezettelt, um die Zahl jüdischer Menschen auszudehnen“. Solcher Unsinn mache sie nicht weniger gefährlich. Ihre Gewaltbereitschaft habe sich schon am 29. August 2020 beim Versuch gezeigt, in das Reichstagsgebäude einzudringen. Die Coronaproteste hätten die Reichsbürgerszene gestärkt; ihre Ideologien deckten sich erheblich, auch mit denen der AfD. So habe Björn Höcke am 3. Oktober 2022 in Gera ein „faschistisches Gesamtprogramm“ verkündet, das sich nur mit Bürgerkrieg realisieren lasse. Zwar gebe es in Deutschland keine realistischen Putschstrategien, aber größenwahnsinnige Ideen kleiner Gruppen, die Terrorgewalt nahelegen oder planen. Die Razzia sei richtig gewesen, doch die terroraffinen Netzwerke der Reichsbürger seien noch nicht durchschaut und angegriffen. Diese mit kritischen und genauen Informationen aufzuklären, sei Aufgabe der Medien.[133] Der Rechtsextremismusforscher Matthias Quent erklärte, eine erfolgreiche Umsetzung des Gruppenplans wäre „ein Signal gewesen an militante, gewaltbereite Netzwerke und Gruppen im ganzen Land, dass es jetzt losgeht. […] Man hätte damit rechnen können, dass es zu Entführungen, vielleicht sogar Ermordungen, zu Erstürmungen öffentlicher Orte kommt, zu einer erheblichen Gefährdung für die öffentliche Sicherheit und nicht zuletzt hätte es die Demokratie nachhaltig beschädigt.“[20] Der Politikwissenschaftler Jan Rathje vom CeMAS – Center für Monitoring, Analyse und Strategie findet Tendenzen der Reuß-Gruppe zum Libertarismus und zum Faschismus: Sie habe eher das Recht des Stärksten als die Monarchie durchsetzen und den ganzen Staat danach ausrichten wollen.[27]

Anklagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 11. Dezember 2023 klagte der Generalbundesanwalt insgesamt 27 in Untersuchungshaft sitzende Beschuldigte der Gruppe an, unter anderem wegen Mitgliedschaft in oder Unterstützung einer terroristischen Vereinigung (§ 129a StGB) sowie der Vorbereitung eines hochverräterischen Unternehmens (§ 83 StGB).[134] Neun davon wurden vor dem OLG Stuttgart,[135] zehn weitere vor dem OLG Frankfurt am Main,[136] die übrigen acht vor dem OLG München angeklagt.[137]

Die Aufteilung des zusammenhängenden Tatkomplexes war der erste Fall dieser Art in der bundesdeutschen Justizgeschichte und erfolgte aus Gründen der Prozessökonomie, um die jeweils spezifische Tatbeteiligung der einzelnen Angeklagten beweisen und bestrafen zu können.[138] Die drei Oberlandesgerichte ließen die Anklagen jeweils zu und eröffneten ab Mai 2024 das Hauptverfahren gegen noch 26 Angeklagte.[139] Der vor dem OLG Frankfurt angeklagte Norbert G. war vor Prozessbeginn gestorben.[140]

Strafprozesse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

OLG Stuttgart[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Prozess gegen Markus H., Marco van H., Matthias H., Markus L., Andreas M., Alexander Q., Ralf S., Wolfram S. und Steffen W. begann am 29. April 2024 in Stuttgart-Stammheim. Die neun Angeklagten wurden großenteils dem militärischen Arm der Gruppe zugerechnet. Markus L. wurde wegen versuchten Mordes angeklagt.[141] In diesem Prozess sollten mehr als 300 Zeugen befragt werden, darunter 270 Polizeibeamte.[142] Der Vorsitzende Richter Joachim Holzhausen lehnte die Forderung der Verteidiger ab, den Prozess auszusetzen und mit den übrigen Verfahren zusammenzulegen.[143]

OLG Frankfurt am Main[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am OLG Frankfurt wird gegen die zum Führungskreis der Gruppe gezählten Angeklagten verhandelt, darunter die mutmaßlichen Rädelsführer Heinrich Reuß und Rüdiger von Pescatore. Laut Anklage hatte Reuß wesentlichen Einfluss auf Ausrichtung und Vorgehen der Gruppe, die ihn nach dem angestrebten Machtwechsel als provisorisches „Staatsoberhaupt“ vorgesehen habe. Um einen Friedensvertrag mit den alliierten Siegermächten des Zweiten Weltkriegs auszuhandeln, habe er mit Hilfe von Vitalia B. Kontakt zu Repräsentanten der Russischen Föderation aufgenommen. Rüdiger von Pescatore habe an der Spitze des „militärischen Arms“ gestanden, die Idee für die sogenannte „Heimatschutzkompanien“ entwickelt und deren Aufstellung und Einrichtung geleitet. Die ehemalige AfD-Bundestagsabgeordnete Birgit Malsack-Winkemann habe ihre Zugangsrechte zu den Liegenschaften des Bundestages für die Putschpläne genutzt, die Gruppe bis mindestens September 2022 mit Informationen aus dem Parlamentsbetrieb versorgt und sich im Auftrag von Reuß mit konzeptionellen Vorbereitungen für den Aufbau neuer Justizstrukturen befasst.[136] Der Prozess begann am 21. Mai 2024.[144]

OLG München[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am OLG München wird ab 18. Juni 2024 gegen acht Angeklagte verhandelt, darunter Ruth Leiding. Sie soll die Gruppe mitgegründet haben, frühzeitig in die Pläne für ein gewaltsames Eindringen in den Deutschen Bundestag eingebunden gewesen sein, neue Mitglieder rekrutiert haben und für deren „spirituelle Überprüfung“ sowie die persönliche Beratung von Reuß zuständig gewesen sein. Der Angeklagte Tomas M. habe im militärischen Führungsstab den Organisationsbereich „Menschenwesen“ geleitet. Dieser habe nach dem Umsturz unter anderem die Militärgerichtsbarkeit übernehmen und auch die Todesstrafe verhängen und vollstrecken sollen. M. sei mit Harald P. und weiteren Angeklagten Teil des Personenschutzkommandos für Reuß gewesen. Frank R. und Christian W. hätten für Dezember 2022 einen Gesprächstermin im Generalkonsulat der Russischen Föderation in Leipzig vereinbart, um Russlands Unterstützung für den Putschplan der Gruppe zu erhalten. W. habe zudem verschiedene Konzeptunterlagen sowie Präsentationen für Rekrutierungsveranstaltungen entwickelt.[137]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sebastian Leber: Weder verwirrt noch harmlos: Reichsbürger im Staatsdienst und das mutmaßlich rechtsterroristische Netzwerk um Heinrich XIII. Prinz Reuß. In: Heike Kleffner, Matthias Meisner (Hrsg.): Staatsgewalt: Wie rechtsradikale Netzwerke die Sicherheitsbehörden unterwandern. Herder, Freiburg im Breisgau 2023, ISBN 978-3-451-83157-7, S. 123–131.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Das ist über die Razzia bekannt: 19 mutmaßliche „Reichsbürger“ in Untersuchungshaft. Tagesspiegel, 7. Dezember 2022
  2. a b c d e f g h Maik Baumgärtner et al.: Codename »Krone«: Das Innenleben der »Reichsbürger«-Truppe. Spiegel Online, 15. Dezember 2022 (kostenpflichtig)
  3. a b c d e f g h i Christoph Koopmann: Reichsbürger: Sie nannten ihn nur den „Prinzen“. Süddeutsche Zeitung (SZ), 20. Dezember 2022 (kostenpflichtig)
  4. J. Mueller-Töwe, J. Bebermeier, A. Leister: Ermittlungspanne alarmierte „Reichsbürger“. t-online.de, 13. Dezember 2022
  5. a b c d e f g Festnahmen von 25 mutmaßlichen Mitgliedern und Unterstützern einer terroristischen Vereinigung sowie Durchsuchungsmaßnahmen in elf Bundesländern bei insgesamt 52 Beschuldigten. Generalbundesanwalt.de, Pressemitteilung vom 7. Dezember 2022. – Die dort abgekürzten Namen werden hier ausgeschrieben, sofern Sekundärbelege dafür vorliegen.
  6. Entscheidung in Perugia: Italien liefert bei »Reichsbürger«-Razzia verhafteten Deutschen aus. Spiegel Online, 19. Dezember 2022
  7. Haftbefehle gegen 23 mutmaßliche Mitglieder und Unterstützer einer terroristischen Vereinigung in Vollzug gesetzt und Auslieferungsverfahren gegen zwei mutmaßliche Mitglieder einer terroristischen Vereinigung eingeleitet. Generalbundesanwalt.de, Pressemitteilung vom 9. Dezember 2022; Haftbefehl gegen ein weiteres mutmaßliches Mitglied einer terroristischen Vereinigung in Vollzug gesetzt. Generalbundesanwalt.de, Pressemitteilung vom 21. Dezember 2022
  8. Haftbefehl gegen ein weiteres mutmaßliches Mitglied einer terroristischen Vereinigung in Vollzug gesetzt. Generalbundesanwalt.de, 17. Februar 2023
  9. a b c d e Maik Baumgärtner et al.: Operation Staatsstreich: Die Putschfantasien der »Reichsbürger«-Truppe. Spiegel Online, 9. Dezember 2022 (kostenpflichtig)
  10. Nach Razzia gegen „Reichsbürger“ – „Keine Waffen in Hände von Extremisten“. Tagesschau.de, 12. Dezember 2022
  11. a b c Razzia gegen »Reichsbürger«-Szene: Wohnungen von Polizisten und einem Soldaten durchsucht. Spiegel Online, 22. März 2023
  12. Florian Flade, Katja Riedel, Sebastian Pittelkow: „Patriotische Union“: Schüsse bei neuer „Reichsbürger“-Razzia. Tagesschau.de, 22. März 2023
  13. a b c Franz Feyder: Razzia in Reutlingen im „Reichsbürger“-Milieu: Maschinengewehr und Handgranaten: Schütze hatte Waffenarsenal. Stuttgarter Nachrichten, 22. März 2023
  14. Übernahme der Ermittlungen wegen des Verdachts des versuchten Mordes. Generalbundesanwalt.de, 22. März 2023; Haftbefehl wegen versuchten Mordes in Vollzug gesetzt. Generalbundesanwalt.de, 23. März 2023
  15. a b c Drei weitere Festnahmen wegen Umsturzplänen. Spiegel Online, 22. Mai 2023; Festnahme von drei weiteren mutmaßlichen Mitgliedern einer terroristischen Vereinigung. Generalbundesanwalt.de, 23. Mai 2023; Haftbefehl gegen zwei weitere Mitglieder einer terroristischen Vereinigung in Vollzug gesetzt. Generalbundesanwalt.de, 23. Mai 2023
  16. a b c Sven Röbel, Jens Witte: Radikale Politsekte: Durchsuchungen bei Anhängern von »Reichsbürger«-Aktivist Heinrich XIII. Prinz Reuß. Spiegel Online, 21. Juni 2023
  17. Bundesgerichtshof ordnet Fortdauer der Untersuchungshaft gegen Beschuldigte aus dem sogenannten Reichsbürgermilieu wegen Bildung einer terroristischen Vereinigung und Vorbereitung eines hochverräterischen Unternehmens an. BGH, Pressemitteilung Nr. 115, 19. Juli 2023
  18. Erfolglose Beschwerde eines U-Häftlings nach „Reichsbürger“-Razzia. Beck-aktuell, 26. Oktober 2023; BVerfG, Beschluss der 1. Kammer des Zweiten Senats vom 16. Oktober 2023 – 2 BvR 1330/23.
  19. Fantasien vom Umsturz – Reichsbürger planten Staatsstreich. Tagesschau.de, 8. Dezember 2022
  20. a b c ARD-Recherche: Blick in den inneren Kreis der „Reichsbürger“-Gruppe um Prinz Reuß. Tagesschau.de, 5. Dezember 2023
  21. Christian Fuchs, Astrid Geisler, Holger Stark: Reichsbürger-Verschwörung: Der Prinz, die Richterin und ein geplatzter Staatsstreich. Zeit Online, 8. Dezember 2022 (kostenpflichtig)
  22. a b Putsch-Plan von Gruppe um Prinz Reuß: Reichsbürger wollten Kanzler und Minister gefesselt im TV vorführen. Focus, 13. August 2023
  23. a b Wolf Wiedmann-Schmidt: Mutmaßliche »Reichsbürger«-Terrorgruppe: AfD-Politikerin soll Mitverschwörer in Bundestag geschleust haben. Spiegel Online, 31. Juli 2023
  24. Tobias Utz: Reichsbürger planten Sturz der Bundesregierung: Steckt Russland dahinter? Frankfurter Rundschau (FR), 16. Dezember 2022
  25. a b c d e f g h i Sven Röbel, Wolf Wiedmann-Schmidt: Anklage gegen mutmaßliche Terrorgruppe: Die bizarre Wahnwelt der »Reichsbürger«-Putschisten. Spiegel, 16. Dezember 2023 (kostenpflichtig)
  26. Ulrich Wolf, Franziska Anders, Franziska Klemenz, Karin Schlottmann, Erik-Holm Langhof: Nach Razzien bei Reichsbürgern: BKA erwartet weitere Beschuldigte. Sächsische Zeitung, 8. Dezember 2022
  27. a b c Sebastian Leber: Das Reich in ihren Köpfen: Welches Deutschland Umstürzler Prinz Reuß errichten wollte. Tagesspiegel, 17. Mai 2024 (kostenpflichtig)
  28. a b c d Yassin Musharbash, Holger Stark: Rechtsextreme Verschwörung: Die Reichsbürger und ihre unsichtbaren Freunde. Zeit Online, 22. Dezember 2022.
  29. a b c d e Lars Wienand, Jonas Mueller-Töwe: Sturm auf den Bundestag: So ausgefeilt waren die Pläne der Terrorgruppe schon. T-online.de, 20. April 2023
  30. Razzia gegen Reichsbürger: Wer ist Heinrich XIII. Prinz Reuß? Hessenschau, 8. Dezember 2022
  31. Stefan Simon: Setzt der Terror-Prinz seine Tochter für Propagandazwecke ein? T-online.de, 18. Dezember 2022
  32. a b c d e f Lars Wienand: „Reichsbürger“ und Esoterik: Sie hofften auf Hilfe von Außerirdischen. T-online.de, 16. Dezember 2022
  33. a b c Julian Feldmann, Sebastian Pittelkow: Mutmaßliche „Reichsbürger“-Terroristen: Die Wahnwelt der Verschwörer. Tagesschau.de, 30. Januar 2024
  34. David Holzapfel, Tina Kaiser, Marc Neller, Uli Rauss: Angriff auf den Staat: Wie sich Rechtsradikale mit einer Armee an die Macht putschen wollten. Stern, 25. Januar 2024 (kostenpflichtig)
  35. a b c d Martin Steinhagen: Reuß-Gruppe: Stammheim statt Staatsstreich. Zeit, 29. April 2024
  36. a b Jörg Diehl, Matthias Gebauer, Roman Höfner, Sven Röbel: Schlag gegen »Reichsbürger«-Truppe: Wie die mutmaßlichen Rechtsterroristen weitere Soldaten und Polizisten rekrutieren wollten. Spiegel Online, 8. Dezember 2022
  37. a b c Ludwig Kendzia, Bastian Wierzioch: Reichsbürger-Putschversuch: Die möglichen Russland-Verbindungen der Gruppe Reuß. MDR, 19. Juli 2023
  38. Sebastian Erb: taz-Recherche zu Reichsbürger-Razzia: Eine Liste mit 18 Namen. taz, 9. Dezember 2022
  39. Teresa Toth, Moritz Serif, Katja Thorwarth, Kilian Bäuml, Jan-Frederik Wendt: Faeser über Reichsbürger: „Wir haben es nicht mit harmlosen Spinnern zu tun“. FR, 12. Dezember 2022
  40. Nach Razzia gegen „Reichsbürger“: Polizisten finden mögliche „Feindesliste“. Tagesschau.de, 13. Dezember 2022
  41. Sebastian Leber: Weder verwirrt noch harmlos. In: Heike Kleffner, Matthias Meisner (Hrsg.): Staatsgewalt. Freiburg 2023, S. 159
  42. a b Sabrina Patsch, Julius Geiler: Die Köpfe hinter dem vereitelten Staatsstreich: Das sind die festgenommenen „Reichsbürger“. Tagesspiegel, 9. Dezember 2022
  43. a b Robert Andreasch: »Wendezeit«, noch vor Weihnachten. Neues Deutschland (ND), 9. Dezember 2022
  44. Sven Röbel, Wolf Wiedmann-Schmidt: Mutmaßliche Umstürzler um Heinrich XIII. Prinz Reuß: Mehr als 360 Schusswaffen bei »Reichsbürgern« gefunden. Spiegel Online, 25. August 2023
  45. a b c d Florian Flade, Martin Kaul, Katja Riedel, Sebastian Pittelkow: Terrorverfahren in Reichsbürgerszene: Zwischen Gewalt und Wahnsinn. Tagesschau.de, 4. Dezember 2023
  46. Mutmaßliche Terrorgruppe: „Reichsbürger“ besaßen illegale Waffen. Tagesschau.de, 16. Dezember 2022
  47. Benno Stieber: Die sensiblen Reichsbürger. taz, 15. Mai 2024
  48. a b c d Stefan Lauer: Razzia: Das sind die AfD-Helfer beim Reichsbürger-Umsturzversuch. Belltower.News, 7. Dezember 2022
  49. a b c Markus Sehl, Leonie Ott: BGH-Haftbeschlüsse zu Reichsbürgern: Jura-Karteikarten und Zielfernrohr für den Staatsstreich. LTO, 31. Juli 2023
  50. Martin Kaul, Sebastian Pittelkow: Auf Bundeswehrgelände: Ermittler suchen illegales Waffenlager. Tagesschau.de, 15. November 2023
  51. Bundesgerichtshof: Beschluss vom 30. März 2023 in dem Ermittlungsverfahren StB 58/22 wegen mitgliedschaftlicher Beteiligung an einer terroristischen Vereinigung u.a., PDF S. 11; Bundesgerichtshof: Beschlüsse vom 11., 12. und 13. Juli 2023 – AK 21-28/23 und AK 34-47/23. Pressemitteilung Nr. 115/2023
  52. Reichsbürger-Prozess: Militärstruktur laut Anklage weit fortgeschritten. Tagesschau.de, 29. April 2024
  53. a b Festgenommene „Reichsbürger“ planten offenbar standrechtliche Exekutionen. Welt Online, 10. Juni 2023
  54. Bedrettin Bölükbasi: Neue Details zu Reichsbürger-Razzia: Es geht wohl um Gold, Bargeld – und Dokumente über Todesstrafen-Plan. Merkur.de, 28. Januar 2023
  55. Peter Hagen: Sicher vor Funkwellen: Schwarzbau von Prinz Reuß in Saaldorf mit Gold veredelt. Ostthüringer Zeitung (OTZ), 6. August 2023 (kostenpflichtig)
  56. Kira Ayyadi: „Patriotische Union“: Prinz, AfD-Richterin und Hauptkommissar planten den Staatsstreich. Belltower.News, 7. Dezember 2022
  57. a b c Franz Feyder: Reichsbürger um Prinz Reuß: Scholz und Lanz auf der Terrorliste. Stuttgarter Nachrichten, 20. April 2024
  58. Reichsbürger-Razzia: Sechs Bayern festgenommen. Bayerischer Rundfunk (BR), 7. Dezember 2022
  59. a b c Michael Götschenberg, Bernd Kellermann, Jonas Miller: Anklage gegen Verschwörer-Gruppe um Prinz Reuß erhoben. BR, 13. Dezember 2023
  60. Sebastian Leber: Weder verwirrt noch harmlos. In: Heike Kleffner, Matthias Meisner (Hrsg.): Staatsgewalt. Freiburg 2023, S. 166
  61. Zwei Ex-Kommandeure spielten eine Schlüsselrolle. T-online, 8. Dezember 2022
  62. a b Sebastian Leber: Weder verwirrt noch harmlos. In: Heike Kleffner, Matthias Meisner (Hrsg.): Staatsgewalt. Freiburg 2023, S. 164f.
  63. Sebastian Leber: Weder verwirrt noch harmlos. In: Heike Kleffner, Matthias Meisner (Hrsg.): Staatsgewalt. Freiburg 2023, S. 167
  64. a b Jonas Miller: Reichsbürger: Vor Weihnachten wollten sie zuschlagen. BR, 14. Dezember 2022
  65. Philip Oltermann: The Reichsbürger plot: sinister plan to overthrow the German state or just a rag-tag revolution? The Guardian, 10. Dezember 2022
  66. Thomas Witzgall: Jahresrückblick 2022 Bayern – Zahlreiche rechtsextreme Straftaten. Belltower.news, 27. Dezember 2022
  67. Simone Rafael: Update Reichsbürger-Razzien: Das breite Netzwerk der revolutionsbereiten Reichsbürger*innen. Belltower.News, 10. Dezember 2022
  68. Razzia gegen Reichsbürger: Elitesoldaten, die keine waren. Stuttgarter Nachrichten, 8. Dezember 2022
  69. Reichsbürger-Razzia: Ex-Kommandeure spielten in Terrorgruppe Schlüsselrolle. T-online.de, 8. Dezember 2022
  70. Michael Götschenberg: „Reichsbürger“-Szene: Gefährliche Mischung. Tagesschau.de, 8. Dezember 2022
  71. Martin Hähnlien: Festgenommene Reichsbürger: Handwerker und Ex-Soldaten. BR, 8. Dezember 2022
  72. Richterin, Fürst, Ex-Polizisten und ein Oberst: Das sind die Anführer der Reichsbürger-Terrorbande. Focus Online, 8. Dezember 2022
  73. Bundesweite Razzia gegen Reichsbürger: Ein Brennpunkt des Zugriffs war Franken. Nordbayern.de, 7. Dezember 2022; Überblick zu Razzia gegen Reichsbürger: Was im Hotspot Franken wann geschah. Nürnberger Nachrichten, 11. Dezember 2022
  74. a b Patrick Schiller: „Reichsbürger“ sollte Synagogen schützen: Der Ex-Polizist, der den Umsturz plante. T-online, 8. Dezember 2022
  75. a b Jean-Philipp Baeck: Razzia gegen Reichsbürger: Die Umstürzler von nebenan. taz, 9. Dezember 2022
  76. Olaf Kern, Alexander Spöri: David Alaba: Vater der Freundin sollte „Reichsbürger“ verpflegen. T-online, 9. Dezember 2022
  77. a b c d Dominik Lenze: AfD und Reichsbürgerideologie sind attraktiv für deutsche Adelige: Hoffen auf den Staatsstreich. Jungle World, 15. Dezember 2022
  78. a b Annika Leister: Die AfD und der Terrorverdacht: „Das ist unglaublich erschreckend“. T-online.de, 14. Dezember 2022
  79. Robert Kiesel, Alexander Fröhlich: Berliner Richterin, Sportschützin, Esoterik-Fan: Wer ist Birgit Malsack-Winkemann, die militante Umstürzlerin von der AfD? Tagesspiegel, 7. Dezember 2022
  80. Astrid Geisler, Martín Steinhagen: Reichsbürger: AfD-Abgeordnete führte Terrorverdächtige durch den Bundestag. Zeit online, 31. Juli 2023; Konrad Litschko: Reichsbürger wollten Bundestag stürmen: „Das ist wie Krieg“. taz, 1. August 2023
  81. „Reichsbürger“-Szene: Berliner Richterin vorläufig suspendiert. Tagesschau.de, 16. März 2023
  82. a b Stefan Simon: Ex-AfD-Mitglied Ruth Leiding: Was über die Astrologin der „Reichsbürger“ bekannt ist. T-online.de, 14. Dezember 2022
  83. Zwei Festnahmen in Olbernhau: Bei Ex-AfD-Stadtrat finden Ermittler Schusswaffen. Freie Presse, 7. Dezember 2022
  84. Mitglied der Mainzer Hofsänger unter „Reichsbürger“-Verdacht. SWR, 14. Dezember 2022
  85. Martin Ferber, Daniel Streib: „Reichsbürger“-Ermittlungen: Terror-Verdächtiger René R. aus Kämpfelbach ist auf freiem Fuß. Badische Neueste Nachrichten, 23. März 2023 (kostenpflichtig)
  86. Mutmaßlicher Reichsbürger Ralf S. festgenommen. Neckarchronik, 7. Dezember 2022 (kostenpflichtig)
  87. Alexander Roth: Nächster Riesen-Reichsbürger-Prozess in Stuttgart? Was den Terror-Verdächtigen vorgeworfen wird. ZVW, 13. Dezember 2023
  88. Stefan Hilser: Razzia in Frickingen wirft Fragen auf: Warum durchsuchen die Ermittler hier ein Haus? Südkurier, 8. Dezember 2022
  89. Weitere Anhänger von Heinrich XIII. Prinz Reuß festgenommen. Zeit Online, 23. Mai 2023
  90. a b Julia Klaus: Verbindung zu Prinz Reuß: Drei Festnahmen im „Reichsbürger“-Milieu. ZDF, 23. Mai 2023
  91. a b c Timo Lehmann, Sven Röbel: Ermittlungen gegen »Reichsbürger«: Behörden durchsuchen Haus von Wagenknechts Ex-Ehemann. Spiegel Online, 23. März 2023
  92. Razzien gegen Reichsbürger: Was über die drei in Hessen Festgenommenen bekannt ist. Hessenschau, 9. Dezember 2022
  93. Die belächelten Reichsbürger aus dem Erzgebirge. Zeit Online, 9. Dezember 2022
  94. Ludwig Kendzia, Bastian Wierzioch: Die Nähe der „Reichsbürger“ zu Russland. Tagesschau, 19. Juli 2023
  95. „Perverses“ Waffenarsenal bei „Reichsbürgern“ gefunden. T-online.de, 23. März 2023
  96. Razzia gegen Reichsbürger-Szene: Minden-Lübbecker Polizistin suspendiert. Radio Westfalica, 9. Dezember 2022
  97. Hochrangiger „Reichsbürger“ war auch in der Region aktiv. SWR, 8. Dezember 2022
  98. a b c Judith Brosel, Walter Faber, David Meiländer: Nach der Razzia: „Reichsbürger“ weiter aktiv. Tagesschau.de, 20. Dezember 2022
  99. Mark Schröder: Cuxland-Redner sollte Minister der Reichsbürger werden. Nordsee-Zeitung, 7. Dezember 2022
  100. a b Andrea Röpke: Reichsbürger: Putsch oder PR? Endstation Rechts, 19. Dezember 2022
  101. Sarah Schmalz Das braune Erbe der Esoterik. WOZ, 8. Oktober 2020
  102. Angelika Henkel, Marie-Caroline Chlebosch: Razzia bei Reichsbürgern: LKA-Beamter unter Beschuldigten. NDR, 9. Dezember 2022
  103. Karl Doeleke: „Reichsbürger“-Razzia: LKA Niedersachsen sortiert beschuldigten Staatsschützer aus. Hannoversche Allgemeine Zeitung (HAZ), 23. Dezember 2022
  104. Razzia bei „Reichsbürgern“: LKA suspendiert Beamten vorläufig. NDR, 13. Dezember 2022
  105. Putsch-Ermittlungen: Ein Beschuldigter ist LKA-Spezialist für Rechtsextremismus. T-online.de, 9. Dezember 2022
  106. Angelika Henkel: Reichsbürger-Verdacht: Ermittlungen gegen zwei Polizisten. NDR, 1. September 2023
  107. Lars Wienand: Ermittlungen gegen Wagenknecht-Ex: „Exil-Kanzler“ sollte Post für Putin überbringen. T-online.de, 29. Dezember 2022
  108. Lars Wienand: Reichsbürger-Razzia: Als die Polizei beim „Exil-Kanzler“ klingelt, fällt eine Panne auf. T-online.de, 23. März 2023
  109. AfD-Mitgliedschaft bei Frau nach Razzia annulliert. SZ, 12. Dezember 2022
  110. Stefan Simon: Was über die Astrologin der „Reichsbürger“ bekannt ist. T-Online, 13. Dezember 2022
  111. a b Jonas Miller, Elke Graßer-Reitzner: Reichsbürger: Spur führt ins Rockermilieu. BR, 16. Dezember 2022
  112. Gareth Joswig, Sebastian Erb: Verhältnis von AfD zu Reichsbürgern: Ein Königreich für die AfD. taz, 16. Dezember 2022
  113. Andrea Röpke: Verschwörungsideologe Jo Conrad und eine abgesagte Veranstaltung. Endstation Rechts, 13. Januar 2023
  114. Andreas Speit: Krönung gescheitert: Im Netzwerk der Patriotischen Union bewegten sich KSK-Angehörige. Der Freitag, 10. Dezember 2022 (kostenpflichtig)
  115. Lanz am Mittwoch über Razzien: Ex-Kriminalbeamten-Chef hält Reichsbürger-Gruppe für „wahnsinnig gefährlich“. RND, 8. Dezember 2022
  116. Sebastian Erb: Ermittlungen gegen Terrorgruppe: Auch Ex-Abgeordnete durchchecken. taz, 17. Dezember 2022
  117. Bärbel Bas rechnet mit strengeren Sicherheitsregeln im Bundestag. Zeit Online, 17. Dezember 2022
  118. Grüne fordern von FDP Zustimmung zur Verschärfung des Waffenrechts. Zeit Online, 19. Dezember 2022
  119. Georg Schwarte: Sondersitzung der Bundestagsausschüsse: Wussten „Reichsbürger“ von der Razzia? Tagesschau.de, 12. Dezember 2022
  120. Frauke Niemeyer: „Die Razzia wirkt wie eine PR-Aktion“. N-tv, 7. Dezember 2022; Stefan Niggemeier: Stell dir vor, es ist Razzia und alle Medien sind schon da. Übermedien, 8. Dezember 2022; Michael Borgers, Katja Riedel, Benedikt Schulz: Razzia gegen „Reichsbürger“-Szene: Medien wussten vorab Bescheid. Deutschlandfunk (DLF), 7. Dezember 2022
  121. Christian Conrad: Rechtswidrige Razzia-Vorabinfos für Journalisten. Legal Tribune Online (LTO), 15. Dezember 2022; Ein rechtswidriges Medienspektakel? LTO, 15. Dezember 2022
  122. Frederick Schindler: Journalisten bei Razzia – „Gefahr einer Instrumentalisierung durch Sicherheitsbehörden“. Die Welt, 9. Dezember 2022 (kostenpflichtig); Der Putsch, der nie passiert wäre. Neue Zürcher Zeitung (NZZ), 7. Dezember 2022
  123. Michael Götschenberg: Reichsbürger-Razzia: Warum die Medien schon Bescheid wussten. Tagesschau.de, 10. Dezember 2022
  124. CDU: Schritte gegen „Reichsbürger“ mittragen. ZDF, 12. Dezember 2022
  125. a b AfD-Verbot nach Reichsbürger-Razzia gefordert: CDU-Chef Merz strikt dagegen. Web.de, 15. Dezember 2022
  126. Kai Küstner, Martin Schmidt: AfD und „Reichsbürger“-Razzia: Die einen schweigen, die anderen raunen. Tagesschau.de, 9. Dezember 2022; Fabian Wenck: Großrazzia als Ablenkung von Illerkirchberg? So interpretieren AfD-Politiker Schlag gegen Terrorzelle um. RND, 7. Dezember 2022
  127. Thomas Krause: Distanzieren, Schweigen, Beschwichtigen: So unterschiedlich reagiert die AfD auf die Reichsbürger-Razzia. Stern, 9. Dezember 2022
  128. a b Sarah Kohler: „Sie waren bereit, Verbrechen von Mord und Totschlag zu begehen“. SZ, 14. Dezember 2022
  129. a b Paula Gaess: Reichsbürger-Debatte im Bundestag: Brandbeschleuniger für Hass. taz, 14. Dezember 2022
  130. Birgit Baumann: Reichsbürger und AfD: Eine unheilvolle Allianz für Deutschland. Standard.at, 9. Dezember 2022
  131. Thüringens Innenminister (SPD): „AfD-Verbotsverfahren vorbereiten“. taz, 14. Dezember 2022
  132. Tina Kaiser, Wigbert Löer: Experten warnen: „Die Festgenommenen stellen einen ganz kleinen Bruchteil der radikalen Reichsbürgerszene dar“. Stern, 14. Dezember 2022 (kostenpflichtig)
  133. Maria Häußler: Extremismusexperte: „Die Gefahr ist kein Putsch, aber Gewalt und Terror“. Berliner Zeitung, 8. Dezember 2022
  134. Mutmaßliche „Reichsbürger“-Terroristen: Generalbundesanwalt erhebt Anklage gegen Prinz-Reuß-Gruppe. Spiegel Online, 11. Dezember 2023
  135. Der Generalbundesanwalt: Anklage gegen neun Personen u.a. wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung, Vorbereitung eines hochverräterischen Unternehmens sowie versuchten Mordes vor dem Oberlandesgericht Stuttgart erhoben. Pressemitteilung vom 12. Dezember 2023.
  136. a b Der Generalbundesanwalt: Anklage gegen zehn Personen u.a. wegen Mitgliedschaft in oder Unterstützung einer terroristischen Vereinigung und Vorbereitung eines hochverräterischen Unternehmens vor dem Oberlandesgericht Frankfurt erhoben. Pressemitteilung vom 12. Dezember 2023.
  137. a b Der Generalbundesanwalt: Anklage gegen acht Personen u.a. wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung und Vorbereitung eines hochverräterischen Unternehmens vor dem Oberlandesgericht München erhoben. Pressemitteilung vom 12. Dezember 2023.
  138. Michael Götschenberg, Holger Schmidt, Frank Bräuigam: Drei Gerichte befassen sich mit der „Gruppe Reuß“. tagesschau.de, 11. Dezember 2023; Sarah Platz: „Reichsbürger“-Verfahren starten: Was die Prozesse gegen die Reuß-Gruppe so kompliziert macht. N-tv, 28. April 2024.
  139. Gerichte eröffnen Hauptverfahren ab Mai. Justiz erwartet lange Straf­pro­zesse gegen „Gruppe Reuß“. Legal Tribune Online, 2. April 2024.
  140. Martín Steinhagen: Tatverdächtiger aus Gruppe um Prinz Reuß verstorben. Zeit Online, 19. März 2024, abgerufen am 22. Mai 2024
  141. Marcus Giebel: Reichsbürger-Prozess in Stuttgart: Teils bizarre Anklage verlesen. FR, 30. April 2024
  142. Jan Sternberg, Christian Rath: Verschwörer vor Gericht: Worum geht es bei den historischen Verfahren? RND, 29. April 2024
  143. Vorwurf des Hochverrats Prozess gegen »Reichsbürger« hat begonnen. Spiegel, 29. April 2024; „Reichsbürger“-Prozesse werden nicht gebündelt. beck.de, 13. Mai 2024
  144. Markus Sehl: Grö­ß­en­wahn und Ziel­fern­rohr. Legal Tribune Online, 21. Mai 2024, abgerufen am 22. Mai 2024.