Patti LaBelle

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Labelle ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel. Zu anderen Bedeutungen siehe La Belle.
Patti LaBelle (2005)
Patti LaBelle (Life Ball 2010)

Patti LaBelle (* 24. Mai 1944 in Philadelphia, Pennsylvania; eigentlich Patricia Louise Holt) ist eine amerikanische R&B- und Soul-Sängerin.

Biografie[Bearbeiten]

Bluebelles & Labelle[Bearbeiten]

Mit 14 Jahren begann Patti LaBelle, in der Kirche zu singen. 1958 bildete sie mit drei Freundinnen „The Ordettes“. 1962 erhielten sie einen Plattenvertrag, wobei aus Patricia Holt „Patty LaBelle“ wurde. The Ordettes nannten sich fortan in „The Bluebelles“.

Im gleichen Jahr hatten Patti LaBelle & the Bluebelles mit I Sold My Heart to the Junkman ihren ersten Top-40-Hit. Sie traten im legendären New Yorker Apollo Theater auf und wurden eine der angesagtesten Gesangsgruppen ihrer Zeit. Zu ihren Hits gehörten Danny Boy, Down the Aisle (The Wedding Song), You’ll Never Walk Alone und Somewhere over the Rainbow.

1970 gingen die Bluebelles nach England. Im folgenden Jahr kamen sie mit einem neuen Namen nach Amerika zurück: „Labelle“; Ende des Jahres veröffentlichten sie gemeinsam mit Laura Nyro die LP Gonna Take a Miracle. 1975 hatten sie mit Lady Marmalade eine Nummer 1, das zugehörige Album Nightbirds gewann Gold.[1] In Deutschland war LaBelle weniger erfolgreich, lediglich ihre Single Lady Marmalade konnte sich in den deutschen Charts 1975 unter die Top 20 platzieren.[2]

Patti LaBelle[Bearbeiten]

1976 löste sich die Gruppe auf. Im Jahr darauf brachte Patti LaBelle ihr gleichnamiges erstes Soloalbum heraus. 1983 hatte sie mit If Only You Knew und Love, Need & Want You zwei große Hits. 1985 verhalf der Film Beverly Hills Cop ihrem Song New Attitude zu ungeahntem Erfolg. 1986 kam ihr erfolgreichstes Album heraus, Winner in You, mit dem von Burt Bacharach komponierten Nummer-1-Hit On My Own. Für den Bond-Film Lizenz zum Töten sang sie den Song If You Asked Me To.

1992 gewann Patti LaBelle ihren ersten Grammy Award in Form des Grammy Award für die beste weibliche R&B-Darbietung für Burnin’. 1998 folgte ein zweiter Grammy . 1993 erhielt sie einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame und 2007 den Excellence in Media Award der GLAAD Media Awards.[3] Einige ihrer Songs wurden von jungen Popkünstlern neu aufgenommen, etwa Lady Marmalade von Christina Aguilera, P!nk, Mýa und Lil’ Kim (für den Film Moulin Rouge), oder verarbeitet, wie z. B. Love, Need & Want You von Nelly und Kelly Rowland in deren Nummer-1-Hit Dilemma. LaBelle ist ein großer Fan von Mariah Carey. Beide nahmen gemeinsam ein Duett mit dem Titel Got to Be Real auf.

Diskografie[Bearbeiten]

Hauptartikel: Patti LaBelle/Diskografie

Studioalben[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[2][1] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US Vereinigte StaatenVereinigte Staaten R&B
1966 Over the Rainbow 20
(? Wo.)
Erstveröffentlichung: 1966
als Patti LaBelle & the Bluebelles
1972 Gonna Take a Miracle 46
(? Wo.)
41
(? Wo.)
Erstveröffentlichung: 17. November 1971
Laura Nyro mit LaBelle
1975 Moon Shadow 42
(? Wo.)
Erstveröffentlichung: 1972
als LaBelle
1975 Nightbirds 7 Gold
(? Wo.)
4
(? Wo.)
Erstveröffentlichung: 13. September 1974
als LaBelle
1975 Phoenix 44
(? Wo.)
10
(? Wo.)
Erstveröffentlichung: 19. August 1975
als LaBelle
1976 Chameleon 94
(? Wo.)
21
(? Wo.)
Erstveröffentlichung: 17. Juni 1976
als LaBelle
1977 Patti LaBelle 62
(? Wo.)
16
(? Wo.)
Erstveröffentlichung: 13. Oktober 1977
1978 Tasty 129
(? Wo.)
39
(? Wo.)
Erstveröffentlichung: 23. Oktober 1978
1979 It’s Alright with Me 145
(? Wo.)
33
(? Wo.)
Erstveröffentlichung: 12. November 1979
1980 Released 114
(? Wo.)
21
(? Wo.)
Erstveröffentlichung: 24. November 1980
1981 The Spirit’s in It 156
(? Wo.)
43
(? Wo.)
Erstveröffentlichung: 30. November 1981
1983 I’m in Love Again 61 Gold
(? Wo.)
4
(? Wo.)
Erstveröffentlichung: 21. November 1983
1995 Patti 72
(29 Wo.)
13
(41 Wo.)
Erstveröffentlichung: 11. Juli 1985
1986 Winner in You 31
(16 Wo.)
30
(17 Wo.)
1 Platin
(30 Wo.)
1
(42 Wo.)
Erstveröffentlichung: 28. April 1986
1989 Be Yourself 86
(26 Wo.)
14
(39 Wo.)
Erstveröffentlichung: 22. Juni 1989
1991 Burnin’ 71 Gold
(36 Wo.)
9
(51 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1. Oktober 1991
Grammy (Best Female R&B Vocal Performance)
1994 Gems 48 Gold
(22 Wo.)
7
(38 Wo.)
Erstveröffentlichung: 7. Juni 1994
1997 Flame 39 Gold
(21 Wo.)
10
(50 Wo.)
Erstveröffentlichung: 24. Juni 1997
2000 When a Woman Loves 63
(5 Wo.)
26
(12 Wo.)
Erstveröffentlichung: 24. Oktober 2000
2004 Timeless Journey 18
(10 Wo.)
5
(24 Wo.)
Erstveröffentlichung: 4. Mai 2004
2005 Classic Moments 24
(9 Wo.)
5
(14 Wo.)
Erstveröffentlichung: 21. Juni 2005
2006 The Gospel According to Patti LaBelle 86
(9 Wo.)
17
(31 Wo.)
Erstveröffentlichung: 21. November 2006
2007 Miss Patti’s Christmas 174
(1 Wo.)
26
(7 Wo.)
Erstveröffentlichung: 9. Oktober 2007
2008 Back to Now 45
(2 Wo.)
9
(15 Wo.)
Erstveröffentlichung: 21. Oktober 2008
als LaBelle

weitere Alben

  • 1962: Patti Labelle and Her Bluebells on Stage (als Patti LaBelle & the Bluebelles)
  • 1963: Sleigh Bells, Jingle Bells & Blue Belles (als Patti LaBelle & the Bluebelles)
  • 1963: Sweethearts of the Apollo (als Patti LaBelle & the Bluebelles)
  • 1967: Dreamer (als Patti LaBelle & the Bluebelles)
  • 1971: Labelle (als LaBelle; VÖ: 8. September)
  • 1973: Pressure Cookin’ (als LaBelle; VÖ: 7. August)
  • 1973: Merry Christmas from Patti LaBelle and the Bluebelles (als Patti LaBelle & the Bluebelles)
  • 1975: Patti LaBelle and the Bluebells (als Patti LaBelle & the Bluebelles)
  • 1984: The Poet II (Bobby Womack feat. Patti LaBelle)
  • 1990: This Christmas (VÖ: 30. Oktober)

Quellen[Bearbeiten]

  1. a b Gold-/Platin-Datenbanken: UK US
  2. a b Chartquellen: Singles1 Singles2 Alben UK1 UK2 US1 US2 US3 US4
  3. GLAAD: Patti LaBelle, Tom Ford, Kate Clinton Honored at 18th Annual GLAAD Media Awards in New York (Memento vom 11. Juli 2007 im Internet Archive), 27. März 2007, abgerufen am 13. März 2015 (englisch).

Literatur[Bearbeiten]

  • Warner, Jay: The Billboard Book of American Singing Groups. A History 1940–1990. New York City / New York: Billboard Books, 1992, S. 407-409

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Patti LaBelle – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien