Patty Duke

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Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben[1]
Don’t Just Stand There
  US 90 18.09.1965 (12 Wo.)
Singles[1]
Don’t Just Stand There
  US 8 26.06.1965 (11 Wo.)
Say Something Funny
  US 22 02.10.1965 (8 Wo.)
Funny Little Butterflies
  US 77 25.09.1965 (5 Wo.)
Whenever She Holds You
  US 64 26.02.1966 (5 Wo.)

Anna Marie „Patty“ Duke (* 14. Dezember 1946 in Elmhurst, New York; † 29. März 2016 in Coeur d’Alene, Idaho[2]) war eine US-amerikanische Schauspielerin und Sängerin. Im Alter von 16 Jahren gewann sie den Oscar als Beste Nebendarstellerin für Licht im Dunkel, danach war sie zeitweise ein populärer Teenager-Star.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anna Marie Duke wurde als Tochter von John Patrick Duke, einem Handwerker und Taxifahrer, und Frances McMahon, einer Kassiererin, in Elmhurst, Queens geboren.[3] Ihr Vater war Irischamerikaner und ihre Großmutter mütterlicherseits Deutsche.[4] Mit ihrem Bruder Raymond erlebte sie eine harte Kindheit, denn ihr Vater war Alkoholiker, ihre Mutter litt an Depressionen, und sie wurde häufig Opfer häuslicher Gewalt. Als Patty Duke sechs Jahre alt war, trennte sich die Mutter vom Vater, und als sie acht Jahre alt war, übergab ihre Mutter das Sorgerecht für sie an John und Ethel Ross. Diese erkannten ihr Talent, wurden ihre Manager und forcierten eine Karriere als Kinderdarstellerin.[5]

Nach einigen Werbespots und kleineren Rollen bekam Patty Duke 1959 ihre erste größere Rolle als taubblinde Helen Keller am Broadway in Licht im Dunkel. Für dessen Verfilmung erhielt sie 1962 als 16-Jährige einen Oscar als beste Nebendarstellerin, für den sie sich mit einer der kürzesten „Reden“ bedankte, sie sagte nämlich nur „Thank you“.[6] Nach Tatum O’Neal und Anna Paquin ist sie die drittjüngste Oscargewinnerin. Sie gewann drei Emmys (1977, 1979 und 1980) und zwei Golden Globe Awards (1963 und 1970). Von 1963 bis 1966 hatte sie eine eigene Fernsehsendung, die Patty Duke Show. In dieser Zeit betätigte sie sich auch als Sängerin und veröffentlichte ein Musikalbum mit dem Titel Don’t Stand Just There. Der Titelsong kam in die Top 10 der US-Charts. Von 1985 bis 1988 war sie Vorsitzende der US-amerikanischen Schauspielergewerkschaft. Ab Ende der 1960er Jahre war sie als Schauspielerin vornehmlich in Fernsehproduktionen zu sehen. Ihr Schaffen umfasst mehr als 130 Produktionen.

Dreißig Jahre nach Ende ihrer Show wurde Duke von TV Guide 1996 auf Platz 40 der 50 größten Fernsehstars aller Zeiten geführt.[7]

Patty Duke war viermal verheiratet: von 1965 bis 1969 mit dem Regisseur Harry Falk, vom 26. Juni bis 9. Juli 1970 mit Michael Tell, von 1972 bis 1985 mit dem Schauspieler John Astin und von 1986 bis zu ihrem Tod mit Michael Pearce. Aus zwei ihrer Ehen gingen die Schauspieler Sean Astin (* 1971, mit Michael Tell) und Mackenzie Astin (* 1973) hervor; 1988 adoptierte sie einen weiteren Jungen. Patty Duke starb im März 2016 im Alter von 69 Jahren an einer Sepsis.[8]

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1959: Ehegeheimnisse (Happy Anniversary)
  • 1962: Licht im Dunkel (The Miracle Worker)
  • 1963–1966: The Patty Duke Show
  • 1967: Das Tal der Puppen (Valley of the Dolls)
  • 1967: Die Leute von der Shiloh Ranch (The Virginian) (Fernsehserie, 1 Episode)
  • 1969: Ich, Natalie (Me, Natalie)
  • 1972: Ausgeliefert (You’ll Like My Mother)
  • 1976: Die Straßen von San Francisco (The Streets of San Francisco) (Fernsehserie, 2 Episoden)
  • 1977: Der Fluch der schwarzen Witwe (Curse of the Black Widow)
  • 1977: Tod an Bord (Killer on Board)
  • 1978: Der tödliche Schwarm (The Swarm)
  • 1978: Was soll denn nur mit Vater werden (A Family Upside Down)
  • 1979: Licht im Dunkel (The Miracle Worker)
  • 1980: Die Chaotin und der Wolfmann (Mom, the Wolfman and Me)
  • 1981: Die Macht der Gewalt (The Violation of Sarah McDavid)
  • 1982: Mein großer Bruder (Something So Right)
  • 1982–1983: It Takes Two (Fernsehserie, 22 Episoden)
  • 1983: Schwester Dulcinas 1-Dollar-Coup (September Gun)
  • 1984: Unter Verdacht (Best Kept Secrets)
  • 1986: Triumph des Herzens (A Time to Triumph)
  • 1987: An einem Freitagabend (Fight for Life)
  • 1988: Der Todesengel (Fatal Judgement)
  • 1989: Die Rettung der Jessica McClure (Everybody’s Baby: The Rescue of Jessica McClure)
  • 1989: Amityville Horror 4 (Amityville 4: The Evil Escapes)
  • 1990: Babynapping – Roberts Entführung (Always Remember I Love You)
  • 1990: Die Patty Duke Story (Call Me Anna)
  • 1991: Zwischen Leben und Tod (Absolute Strangers)
  • 1992: Der letzte Wunsch (Last Wish)
  • 1992: Die phantastische Geisternacht (Grave Secrets: The Legacy of Hilltop Drive)
  • 1992: Zauberhafte Zeiten (Prelude to a Kiss)
  • 1993: Mutter, laß mich nicht allein (No Child of Mine)
  • 1994: Den Killer im Nacken (One Woman’s Courage)
  • 1994: Niemand hört den Schrei (Cries from the Heart)
  • 1995: Recht und Gerechtigkeit (When the Vows Break)
  • 1996: Die Glut der Gewalt (Harvest of Fire)
  • 1996: Schatten der Vergangenheit (To Face Her Past)
  • 1998, 2003: Ein Hauch von Himmel (Touched By An Angel) (Fernsehserie, 3 Episoden)
  • 1998: Verbrecherisches Blut (When He Didn’t Come Home)
  • 1999: Wenn nicht ein Wunder geschieht (A Season for Miracles)
  • 2011: Hawaii Five-0 (Fernsehserie, 1 Folge)
  • 2012: Drop Dead Diva (Fernsehserie, 1 Folge)

Auszeichnungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oscar

Golden Globe Award

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Patty Duke, Kennen Turan: Call Me Anna: The Autobiography of Patty Duke. Bantam Book 1987, ISBN 0-553-27205-5.
  • Patty Duke, Gloria Hochman: Brilliant Madness: Living with Manic Depressive Illness. Bantam Book 1993, ISBN 0-553-56072-7.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Patty Duke – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b US-Singles: Joel Whitburn’s Top Pop Singles. 1955–2006. Billboard Books, New York 2007, ISBN 0-89820-172-1. / US-Alben: The Billboard Albums von Joel Whitburn, 6th Edition, Record Research 2006, ISBN 0-89820-166-7.
  2. Actress Patty Duke has died at age 69
  3. Patty Duke Biography (1946-) auf filmreference.com (englisch), abgerufen am 7. März 2012
  4. Vgl. Call Me Anna: The Autobiography of Patty Duke. Seite 8.
  5. Michael A. Lipton: Duke of Hazards; Having Survived a Hellish Youth and Manic Depression, Patty Duke Relishes Her Rustic Life Down on the Farm. In: People Magazine. 51, Nr. 16, 3. Mai 1999. Abgerufen am 15. August 2009.
  6. Mentalfloss, #3
  7. Special Collectors' Issue: 50 Greatest TV Stars of All Time. In: TV Guide. Nr. December 14–20, 1996..
  8. Nachruf bei USA Today online, (englisch)