Paul Achleitner

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Achleitner während des Weltwirtschaftsforums 2012

Paul Michael Achleitner (* 28. September 1956 in Linz, Oberösterreich) ist seit dem 31. Mai 2012 Aufsichtsratsvorsitzender der Deutschen Bank.[1]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er studierte Rechts- und Sozialwissenschaften an der Universität St. Gallen, wo er auch promoviert wurde, sowie an der Harvard University. Nach Stationen bei der Unternehmensberatung Bain & Company und der Investmentbank Goldman Sachs, dort zuletzt als Geschäftsführer der Deutschland-Niederlassung, wechselte er 2000 in den Vorstand der Allianz AG (seit 2006 Allianz SE). Er verantwortete dort das Ressort Finanzen und Beteiligungen. Mit seiner Berufung zum Aufsichtsratsvorsitzenden der Deutschen Bank zum 31. Mai 2012 schied er aus dem Vorstand der Allianz aus.

Achleitner hat als Honorarprofessor einen Lehrauftrag an der WHU – Otto Beisheim School of Management in Vallendar, wo er die Vorlesung Investment Banking hält.

Neben Konzernmandaten nimmt er Aufsichtsratsmandate bei der Bayer AG, der Daimler AG und der RWE AG wahr und ist Mitglied des Gesellschafterausschusses der Henkel AG & Co. KGaA. Laut Spiegel Online verdiente Achleitner 2017 unverändert 800.000 Euro als Aufsichtsratsvorsitzender der Deutschen Bank.[2]

Achleitner gehörte der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex an.

Vom 11. bis 14. Juni 2015 nahm er an der 63. Bilderberg-Konferenz in Telfs-Buchen in Österreich teil.

Er ist verheiratet mit der Wirtschaftsprofessorin Ann-Kristin Achleitner; die beiden haben drei Kinder.[3]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Magazin Der Spiegel macht sieht in Achleitner die maßgebende Ursache für einen Niedergang der Deutschen Bank. Unter anderem habe er die Suche nach einem neuen Vorstandsvorsitzenden „dilettantisch“ betrieben.[6]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Aufsichtsrat, Website der DB, abgerufen am 26. April 2018
  2. Das sind die bestbezahlten Konzernwächter, SPON vom 26. April 2018, abgerufen am 26. April 2018
  3. Andrea Rexer: Wider das Klischee von den Wegbeißerinnen. In: Süddeutsche Zeitung. 26. November 2014, abgerufen am 14. April 2018.
  4. Aufstellung aller durch den Bundespräsidenten verliehenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ab 1952 (PDF; 6,9 MB)
  5. Paul Achleitner ist der Auslandsösterreicher 2013. nachrichten.at, 6. September 2013. Abgerufen am 10. September 2013.
  6. Tim Bartz, Martin Hesse: Das letzte Aufgebot. In: Der Spiegel. Nr. 16, 2018, S. 70–72 (online).