Paul Chaim Eisenberg

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Oberrabbiner Eisenberg im Jahr 2015

Paul Chaim Eisenberg (geboren 26. Juni 1950 in Wien) war von 1983 bis Juni 2016 Oberrabbiner der Israelitischen Kultusgemeinde Wien.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Paul Chaim Eisenberg stammt aus einer Rabbinerfamilie. Er war aktives Mitglied bei den Bne Akiwa und übernahm Aufgaben im Jugendbereich. Er studierte zwei Semester Mathematik und Statistik an der Universität Wien. Danach absolvierte er ein Rabbinatsstudium in Jerusalem. Nach dem Tod seines Vaters Akiba Eisenberg im Jahre 1983 übernahm er das Amt als Oberrabbiner der Israelitischen Kultusgemeinde Wien. Seit 1988 ist Eisenberg auch Oberrabbiner des Bundesverbandes der Israelitischen Kultusgemeinden Österreichs.

Neben seiner Funktion als Oberrabbiner tritt er auch immer wieder als Sänger auf, etwa beim jährlichen KlezMore-Festival und dem Kantorenkonzert in Wien. Im Jahr 2001 brachte er in Zusammenarbeit mit dem ORF unter dem Titel As der Rebbe lacht eine CD mit jiddischen Liedern und chassidischen Weisen und Erzählungen heraus.

Mit 1. Juli 2016 folgte ihm Arie Folger als Wiener Oberrabbiner nach.[1][2]

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ist Jesus die Brücke für das Gespräch zwischen Juden und Christen? (IDCIV-Vorträge; Bd. 8). Informationszentrum im Dienste der Christlich-Jüdischen Verständigung, Wien 1984.
  • Einführung in den Talmud (IDCIV-Vorträge; Bd. 11). Informationszentrum im Dienste der Christlich-Jüdischen Verständigung, Wien 1985.
  • Mit Evelyn Adunka: Erlebnisse eines Rabbiners: Geschichte und Geschichten. Molden Verlag, Wien 2006, ISBN 3-85485-127-8

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. orf.at - Arie Folger wird neuer Wiener Oberrabbiner. Artikel vom 24. Dezember 2015, abgerufen am 24. Dezember 2015.
  2. derStandard.at - Wiener Oberrabbiner: Ein Hardliner für Wiens jüdische Gemeinde. Artikel vom 24. Dezember 2015, abgerufen am 25. Dezember 2015.
  3. Aufstellung aller durch den Bundespräsidenten verliehenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ab 1952 (PDF-Datei; 6,59 MB)