Paul Egell

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Paul Egell um 1730
Kopf der Minerva. Spolie vom Palais Thurn und Taxis

[1][2][3][4][5][6][7][8]Paul Egell (* 9. April 1691 in Waibstadt;[9]10. Januar 1752 in Mannheim) war ein deutscher Bildhauer und Stuckateur.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Lehrjahren bei Permoser in Dresden wurde Paul Egell 1721 durch Kurfürst Carl Philipp zum Hofbildhauer in Mannheim berufen. Er gilt als einer der feinsinnigsten Meister des frühen Rokoko. Ignaz Günther war bis 1752 sein bedeutendster Schüler. Peter Anton von Verschaffelt wurde zu seinem Nachfolger ernannt.

Von seinen Werken sind noch zu sehen: Sog. Spielende Nymphe im Nymphenbad im Zwinger (Dresden), Stuckreliefs im Mannheimer Schloss, Masken an den Schlossarkaden, Giebelreliefs an der Schlosskirche und der Jesuitenkirche und Entwurf der dortigen Silbermadonna und des Orgelprospekts.

1734/1735 arbeitete Egell im Auftrag des Generalpostmeisters und Fürsten Anselm Franz von Thurn und Taxis am Bau des Palais Thurn und Taxis in Frankfurt am Main. Das barocke Stadtschloss wurde 1944 im Zweiten Weltkrieg zerstört, so dass von den Stuckaturen und Bildhauerarbeiten Egells heute außer einigen Spolien nur noch diejenigen Teile erhalten sind, die Ende des 19. Jahrhunderts nach Regensburg in die dortige Residenz der Fürsten von Thurn und Taxis überführt worden waren.

Kurz vor seinem Tod hatte er noch den Entwurf für den chinesischen Pavillon in Oggersheim fertiggestellt. Die Ausführung übernahm sein Sohn Augustin Egell.[10]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Stefanie Leibetseder: Mark Alexander im Dialog mit Paul Egells Mannheimer Hochaltar. In: OnlineZeitschrift Kunst Medien Bildung. Abgerufen im 22. März 2018 (dt).
  2. Stefanie Krause: Die Elfenbeinstatuette Christus an der Geißelsäule im Grünen Gewölbe in Dresden – ein unbekanntes Werk von Paul Egell ? In: Dresdner Kunstblätter. Band 49, Nr. 5. Sandstein, Dresden 2005, S. 307–313.
  3. Stefanie Leibetseder: Johann Paul Egell (1691–1752). Der kurpfälzische Hofbildhauer und die Hofkunst seiner Zeit. Skulptur – Ornament – Relief. In: STUDIEN ZUR INTERNATIONALEN ARCHITEKTUR- UND KUNSTGESCHICHTE. Band 96. Imhof, Petersberg 2013.
  4. Stefanie Krause: Der Mannheimer Hochaltar von Paul Egell. Überlegungen zur Rezeption römischer Basreliefs und Wandretabel im frühen 18. Jahrhundert. In: Jb. der Berliner Museen. N.F., 48. Berlin 2006, S. 55–71.
  5. Stefanie Leibetseder: Mannheim, Schloss, Haupttreppenhaus; Rittersaal. Abgerufen im 27. November 2017 (deutsch).
  6. Stefanie Leibetseder und Esther Wipfler: Trophäe. In: Reallexikon zur Deutschen Kunstgeschichte. Zentralinstitut für Kunstgeschichte, abgerufen im 12. Oktober 2017 (deutsch).
  7. Stefanie Leibetseder: „Schmuck der Kurpfalz“: Neue Quellen zur Herkunft und Genealogie von Paul Egell (1691–1752). In: Kunstchronik. Band 67, Nr. 5. München 2014, S. 227–230.
  8. Stefanie Leibetseder: Iconographic Studies of Bas-Reliefs and Ivories by Paul Egell. [Ikonografické štúdie basreliéfov a slonovín od Paula Egella]. In: ARS. Band 46, Nr. 1, 2013, S. 43–50.
  9. 20 000 Namen und 1000 Seiten harren der Veröffentlichung in der Rhein-Neckar-Zeitung vom 23. April 2008, Seite 5 (pdf-Datei; 109 kB) (Memento vom 7. Januar 2013 im Internet Archive)
  10. http://www.schloss-mannheim.de/de/schloss-mannheim/Chinesisches-Teehaus-von-J--W--Lanz/310386.html

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Paul Egell – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien