Paul Freier

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Paul Freier
Paul Freier.jpg
Spielerinformationen
Name Slawomir Paul Freier
Geburtstag 26. Juli 1979
Geburtsort BytomPolen
Größe 180 cm
Position Mittelfeld
Junioren
Jahre Station
1984–1990
1990–1993
1993–1996
1996–1998
ŁTS Łabędy
SV Holzen
BSV Menden
VfL Bochum
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1998–2000
1999–2004
2004–2008
2008–2014
VfL Bochum II
VfL Bochum
Bayer 04 Leverkusen
VfL Bochum
68 (19)
117 (16)
112 (17)
149 0(8)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
2000–2001
2002–2007
Deutschland U-21
Deutschland
13 0(2)
19 0(1)
Stationen als Trainer
Jahre Station
2015
2015–2016
2016–
VfL Bochum U-16 (Co-Trainer)
VfL Bochum U-19 (Co-Trainer)
FC Iserlohn 46/49 U-19
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Slawomir Paul Freier, polnisch Sławomir Paweł Freier (* 26. Juli 1979 in Bytom, Polen), ist ein deutscher Fußballtrainer und ehemaliger -spieler. Er trainiert die Jugend des FC Iserlohn 46/49.

Kindheit und Jugend[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Paul Freier wurde als Sohn des ehemaligen Fußballspielers Eugen Freier in Bytom geboren. 1990 wanderte er mit seiner Familie nach Arnsberg aus.[1]

Karriere als Aktiver[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anfänge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Paul Freier begann als Fünfjähriger mit dem Fußballspielen bei ŁTS Łabędy, einem Stadtteilverein aus Gliwice. Nach seiner Übersiedelung nach Arnsberg trat Freier dem SV Holzen bei und ging später zum BSV Menden. Er erhielt als Jugendlicher ein Angebot der Nachwuchsabteilung von Borussia Dortmund, jedoch war sein Vater der Meinung, dass ein Wechsel zu früh käme. Des Weiteren hätte er aufgrund der beruflichen Tätigkeit seines Vaters nicht mehrmals pro Woche nach Dortmund gefahren werden können.[2] 1996 wechselte Freier in die Nachwuchsabteilung des VfL Bochum.

VfL Bochum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für den VfL gab er in der 2. Bundesliga sein Profidebüt am 5. November 1999 beim 2:0-Sieg am 11. Spieltag der Spielzeit 1999/2000 im Spiel gegen den SV Waldhof Mannheim, als er kurz vor Spielende für Delron Buckley eingewechselt wurde. Am Ende der Spielzeit stieg Freier mit den Bochumern in die Bundesliga auf. Für die Profimannschaft war er in dieser Spielzeit zu sechs Einsätzen ohne Torerfolg gekommen. Am 12. August 2000 absolvierte er mit seiner Einwechslung in der 75. Minute beim 1:0-Sieg am ersten Spieltag der Bundesliga-Spielzeit 2000/01 gegen den 1. FC Kaiserslautern sein Bundesliga-Debüt. Am 28. April 2001 erzielte er mit dem Treffer zum 1:0 beim 1:1 am 31. Spieltag im Revierderby gegen den FC Schalke 04 sein erstes Tor im Profifußball. Freier kam in dieser Spielzeit zu 22 Einsätzen und einem Torerfolg nebst zwei Torvorlagen. Der VfL stieg als Tabellenletzter wieder aus der Bundesliga ab. In der Zweitliga-Spielzeit 2001/02 absolvierte Freier 30 Einsätze und erzielte sieben Tore; der VfL Bochum stieg am Ende der Spielzeit wieder in die Bundesliga auf. Die Bundesliga-Saison 2002/03 brachte für den rechten Außenstürmer den Durchbruch: Er kam im deutschen Oberhaus zu 30 Einsätzen und sieben Toren und etablierte sich in der deutschen Nationalmannschaft. In der Spielzeit 2003/04 belegte Freier mit dem VfL Bochum einen UEFA-Pokalplatz und ließ dabei die Revierrivalen FC Schalke 04 und Borussia Dortmund hinter sich.

Bayer 04 Leverkusen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ab der Saison 2004/05 spielte Freier für Bayer 04 Leverkusen. In seinen vier Jahren in Leverkusen kam er – auch verletzungsbedingt – selten über die Rolle des Reservisten hinaus; nach einer Systemumstellung durch den damaligen Trainer Michael Skibbe wurde ihm dann auch Tranquillo Barnetta vorgezogen.[3][4]

Rückkehr nach Bochum und Karriereausklang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Saison 2008/09 wechselte Freier zurück zum VfL Bochum, bei dem er einen Fünfjahresvertrag unterzeichnete. Er schlug dabei besser dotierte Angebote von Hertha BSC und von Hannover 96 aus.[3] Mit Vertragsende im Juni 2014 beendete er seine Karriere.[5]

Nationalmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Paul Freier debütierte am 9. Mai 2002 in der Nationalmannschaft beim 7:0 in Freiburg im Breisgau gegen Kuwait.[6] Nach der Fußball-Weltmeisterschaft 2002 stieg er zum Stammspieler in der Nationalmannschaft auf und war auch Kandidat auf einen Platz im Kader zur EM 2004, konnte jedoch verletzungsbedingt nicht teilnehmen. Im Februar 2005 absolvierte er unter Jürgen Klinsmann beim 2:2 gegen Argentinien in Düsseldorf sein Comeback für die Nationalmannschaft. Danach wurde er eineinhalb Jahre nicht mehr für die Nationalmannschaft nominiert, ehe er im November 2006 von Joachim Löw für das EM-Qualifikationsspiel in Nikosia gegen Zypern nachnominiert wurde, allerdings nicht zum Einsatz kam. Im März 2007 spielte er im Freundschaftsspiel in Duisburg gegen Dänemark. Dieses Spiel war Freiers letzter Einsatz für die Nationalmannschaft.

Trainerkarriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Januar 2015 wurde Freier Co-Trainer der U-16-Mannschaft des VfL Bochum.[7] Mit der U-19 der Bochumer wurde er in der Saison 2015/16 Dritter der U-19-Bundesliga. Im Sommer 2016 wechselte er zum FC Iserlohn 46/49, dessen U-19-Mannschaft er trainiert.[8]

Ab der Saison 2017/18 wird er Co-Trainer der U-19 des FC Schalke 04.[9]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Freier ist verheiratet und Vater von vier Kindern.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hartwig Sellmann: Paul Freier vom VfL Bochum lag oft am Boden - Profi-Karriere mit Höhen und Tiefen. In: WAZ. FUNKE DIGITAL GmbH & Co. KG, 26. Juni 2012; abgerufen am 5. September 2014.
  2. Stars erzählen – Paul Freier – Vom Vater inspiriert. In: dfb.de. Deutscher Fußball-Bund e. V., archiviert vom Original am 11. Juli 2007; abgerufen am 7. September 2013.
  3. a b Jan-Hendrik Böhmer: "Auf dem Holzweg der Selbstzufriedenheit". In: spox. Perform Media Deutschland GmbH, 25. Mai 2011; abgerufen am 5. September 2014.
  4. Andreas Bock: »Ich bin gelassener geworden«. In: 11 Freunde. 11FREUNDE Verlag GmbH & Co. KG, 21. April 2014; abgerufen am 5. Juni 2015.
  5. Matthias Arnhold: Sławomir Paul Freier - Matches and Goals in Bundesliga. RSSSF. 17. März 2016. Abgerufen am 17. März 2016.
  6. Matthias Arnhold: Sławomir Paul Freier - International Appearances. RSSSF. 17. März 2016. Abgerufen am 17. März 2016.
  7. Slawo Freier neuer Co-Trainer der U16, Offizielle Internetpräsenz des VfL Bochum, veröffentlicht am 13. Januar 2015, abgerufen am 16. Januar 2015
  8. fc-iserlohn.com vom 13. Juni 2016: Ex-Nationalspieler Paul Freier wird Trainer der U19, abgerufen am 2. September 2016
  9. Freier neuer U19-Co-Trainer, Willeke übernimmt U16 - Aktuell - Schalke04.de. Abgerufen am 7. April 2017.