Paul Horst-Schulze

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Paul Horst-Schulze
Paul Horst-Schulze, Selbstbildnis (1909), links seine Ehefrau Wera, rechts der Baum, von dem er stürzte

Paul Horst-Schulze (* 5. Oktober 1876 in Naunhof; † 27. Dezember 1937 in Leipzig) war ein deutscher Maler, Grafiker und Kunstgewerbler.

Leben und Werk[Bearbeiten]

Der Sohn des Naunhofer Pastors Moritz Hermann Schulze (1828–1909) studierte an der Akademie der bildenden Künste Leipzig und der Akademie der Bildenden Künste München, dann ein Jahr an der Kunstakademie Düsseldorf. Er gilt als einer der talentiertesten jungen Leipziger Künstler am Anfang des 20. Jahrhunderts. 1907 heiratete er Wera Wagner. Mit sieben Jahren hatte sich Paul Horst-Schulze beim Sturz von einem Baum eine schwere Rückenverletzung zugezogen. Da er den Unfall verheimlichte, verformte sich ohne ärztliche Behandlung sein Rücken so, dass er zeitlebens einen Buckel hatte.

Horst-Schulze entwarf zunächst Wohnungseinrichtungen und Muster für Stoffe. Für die 1901–1904 von Raymund Brachmann erbaute Villa Haunstein schuf er die Innengestaltung einer der schönsten Jugendstilvillen Leipzigs. Außerdem schuf er viele Illustrationen zu Kinder- und Jugendschriften sowie Buchschmuck, vor allem für den Verlag Eugen Diederichs. Erst relativ spät kam er zur Malerei. Erste Gemälde wurden auf der sächsischen Kunstausstellung 1903 in Dresden und 1904 im Haus der Berliner Secession und 1909 in der Kollektivausstellung des Leipziger Künstlervereins gezeigt.

1902 wurde Paul Horst-Schulze Professor für figürliches Malen an der nunmehrigen Königlichen Akademie für graphische Künste und Buchgewerbe in Leipzig. 1907 gehörte er zu den Mitbegründern des Deutschen Werkbundes. Zudem war er Mitglied des Deutschen Künstlerbundes, des Leipziger Künstlerbundes und des Vereins Leipziger Jahres-Ausstellungen.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Paul Horst-Schulze – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien