Paul Knüpfer

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Kammersänger Paul Knüpfer. Porträt von Heinrich Hellhoff (1868–1914)

Paul Knüpfer (* 21. Juni 1865[A 1] in Halle; † 4. November 1920 in Berlin) war ein deutscher Opernsänger (Bass).

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Knüpfer, der Sohn des Domkantors in Halle, wollte eigentlich Medizin studieren, studierte aber ab 1884 in Sondershausen Orchesterleitung. Seine Stimme ließ es nur nebenher durch Bernhard Günsburger ausbilden. Trotz des erklärten Widerwillen seines Vaters ging er dann doch als Sänger zur Bühne und gab 1887 sein Debüt in Sondershausen.

Danach sang von 1888 bis 1898 in Leipzig. Von 1898 bis 1920 hatte er ein Engagement an der Berliner Hofoper, der späteren Staatsoper.[1] Aus dieser Zeit als Kgl. Hofopernsänger existieren auch mehrere Grammophon-Aufnahmen (Schubert-Lieder, Zar und Zimmermann, Figaros Hochzeit, Die Jüdin).[2]

Knüpfers Frau war die Opernsängerin Marie Knüpfer-Egli (1872–1924). Seine Schwester Margarete Knüpfer war ebenfalls Opernsängerin.

Paul Knüpfer starb 1920 im Alter von 55 Jahren in Berlin und wurde auf dem Friedhof I der Jerusalems- und Neuen Kirche in Kreuzberg beigesetzt. Das Grab ist nicht erhalten.[3]

Paul Knüpfer hat zahlreiche Aufnahmen hinterlassen. Die ersten erschienen auf Lieban Künstler-Phonographenwalzen (Berlin 1900–01), dann folgten weitere auf Berliner Records (Berlin 1900–01), G&T (Berlin 1901 und 1903–07 sowie Bayreuth 1904) und Gramophone (Berlin 1908–16). Von seiner Frau Marie Knüpfer-Egli existieren Aufnahmen auf Berliner Records (Berlin 1901), G&T (Berlin 1902, 1904 und 1906) sowie Zonophone (Berlin 1907). Im Jahre 1906 entstanden Duette mit ihrer Schwägerin Margarete Knüpfer auf G&T (Duette aus "Hänsel und Gretel").

Repertoire (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Alan Kelly: "His Master's Voice/Die Stimme seines Herrn", Greenwood Press, Westport CT 1994, ISBN 0-313-29220-5

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Alan Blyth: Knüpfer, Paul (1866–1920), bass. In: Grove Music Online (englisch; Abonnement erforderlich).
  2. siehe das Text-Buch der bis Juli [1904] erschienenen Konzert-Platten (Hrsg. Arthur Blumenthal, Breslau 1904)
  3. Hans-Jürgen Mende: Lexikon Berliner Begräbnisstätten. Pharus-Plan, Berlin 2018, ISBN 978-3-86514-206-1, S. 214.

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Geburtsjahr nach Kutsch-Riemens, das BMLO schreibt 1866