Paul Kohner

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Paul Kohner (* 29. März 1902 in Teplitz-Schönau, Österreich-Ungarn; † 16. März 1988 in Los Angeles, Kalifornien, Vereinigte Staaten) war ein österreichisch-US-amerikanischer Filmproduzent und Schauspielagent.

Leben[Bearbeiten]

Paul Kohner wurde von Carl Laemmle, dem Gründer von Universal, auf einer seiner zahlreichen Europa-Reisen entdeckt. Laemmle nahm Kohner 1921 mit nach Hollywood und förderte ihn. Unter Laemmle stieg Kohner zum Produzenten auf und erhielt schließlich 1928 den Auftrag, die Deutsche Universal zu leiten. Kohner gründete 1938 den European Film Fund, der vertriebenen europäischen Filmschaffenden in finanzieller Notlage unterstützen sollte. Als Agent betreute er Marlene Dietrich, Greta Garbo, Dolores del Río, Maurice Chevalier, Billy Wilder, Liv Ullmann, Henry Fonda, David Niven, Erich von Stroheim, Ingmar Bergman und Lana Turner.

Privatleben[Bearbeiten]

Kohner war verheiratet mit der mexikanischen Schauspielerin Lupita Tovar und ist der Großvater von Paul Weitz und Chris Weitz. Seine Tochter ist die Schauspielerin Susan Kohner.

Nachlass der Firma[Bearbeiten]

Der Nachlass der Agentur von Paul Kohner wurde im Jahr 1988 von der Deutschen Kinemathek aufgekauft.[1][2] Der Nachlass enthielt etwa fünftausend Klientenakten, etwa eintausend Skripte und tausende von Briefen. Im Jahr 2013 wurden 25 Drehbücher aus dem Nachlass unter dem Titel „In der Ferne das Glück – Geschichten für Hollywood“ im Aufbau Verlag Berlin herausgegeben.[3] Alle hier publizierten Drehbücher wurden nicht verfilmt.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. siehe Bernd Eilert: Die Leiden unheilbarer Europäer in Hollywood, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 31. Mai 2013, Seite 32
  2. Ausstellung aus Teiles des Nachlasses von Kohner in der Deutschen Kinemathek
  3. Herausgegeben von Wolfgang Jacobsen und Heike Klapdor