Paul Léautaud

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Paul Léautaud (* 18. Januar 1872 in Paris; † 22. Februar 1956 in Le Plessis-Robinson, Département Hauts-de-Seine) war ein französischer Schriftsteller.

Paul Léautaud auf einem Gemälde von Michele Catti aus dem Jahre 1915

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Kindheit wurde er von den Eltern vernachlässigt. Zunächst arbeitete er als Handlungsgehilfe und Advokatsschreiber. Von 1908 bis 1941 war Paul Léautaud Sekretär des Mercure de France, für den er seit 1895 Theaterkritiken schrieb, ebenso für La Nouvelle Revue Française. Er lebte seit 1912 isoliert als Misanthrop, umgeben von zahllosen Hunden und Katzen, in einem Häuschen in dem Pariser Vorort Fontenay-aux-Roses. Durch Rundfunkansprachen wurde er 1950/51 auch einer breiteren Öffentlichkeit bekannt.

Werke in deutscher Übersetzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Literarisches Tagebuch 1893–1956. Eine Auswahl. Herausgegeben und übersetzt von Hanns Grössel. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1966. ISBN 3499251175
  • Der kleine Freund. Ein Roman. Berechtigte Übertragung von Alexander Bergengruen und Mario Hindermann. Zürich: Arche 1967.
  • Der Vater. In Memoriam. Berechtigte Übertragung von Jacqueline Pierini-Senn. Zürich: Arche 1968.
  • Erste Liebe. Eine Liebesgeschichte und Aphorismen über die Liebe. Berechtigte Übertragung von Alexander Bergengruen. Zürich: Arche 1969.
  • In Memoriam. Übersetzung und Nachwort von Ernst Jünger. Stuttgart: Klett-Cotta 1978.
  • Sommerfrische, Sommerfrische. Aus dem Französischen von Kay Borowsky. Tübingen: Heliopolis 1989.
  • Das kleine unvollendete Werk. Aus dem Französischen übersetzt von Bernd Wilczek. Mit einem Kommentar von Marie Dormoy und einem Nachwort von Edith Silve. Köln und Saignelégier: Bruckner & Thünker 1993.
  • Robert Mallet: Gespräch mit Paul Léautaud (1951). Aus dem Französischen von Klaus Laabs. In: Sinn und Form 51 (1999), Heft 3, S. 413–432.
  • Worte, Äußerungen und Anekdoten. Aus dem Französischen von Daniel Dubbe. In: Krachkultur 11/2007, S. 145–151.
  • Kriegstagebuch 1939–1945. Herausgegeben, übersetzt und mit einem Nachwort von Hanns Grössel. Berenberg Verlag, Berlin 2011, ISBN 978-3-937834-42-9.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Martin Brinkmann: Deutsch-französische Freundschaft. Ernst Jünger und Paul Léautaud – einige Bemerkungen zum Verhältnis zweier Geistesaristokraten. In: Heinz-Peter Preusser und Matthias Wilde (Hrsg.): Kulturphilosophen als Leser. Porträts literarischer Lektüren. Festschrift für Wolfgang Emmerich. Göttingen: Wallstein Verlag 2006, S. 227–243.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Martin Brinkmann: Deutsch-französische Freundschaft. Ernst Jünger und Paul Léautaud – einige Bemerkungen zum Verhältnis zweier Geistesaristokraten