Paul Rutherford (Sänger)

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Paul Rutherford (* 8. Dezember 1959 in Liverpool, England) ist ein britischer Popsänger. Bekannt wurde er Mitte der 1980er Jahre als Backgroundsänger und Tänzer der Band Frankie Goes to Hollywood.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Singles
Get Real
  UK 47 08.10.1988 ( 4 Wo.)
I Want Your Love
  UK 82 08.04.1989 ( 4 Wo.)
Oh World
  UK 61 12.08.1989 ( 5 Wo.)
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Geboren in Liverpool, später zog Rutherford nach Cantril Farm (derzeit Stockbridge Village). Er tauchte in den 1970er Jahren in der Punk-Szene von Merseyside auf und sammelte mit "The Spitfire Boys of Saint Helen" die ersten Hits. Anschließend wurde er zusammen mit Peter Gill, Jed O'Toole und Brian Nash von Holly Johnson, damals Singer mit den "Big in Japan", für seine neue Gruppe "Frankie Goes to Hollywood" rekrutiert. Johnson war der Leadsänger, während Paul als Begleitsänger und Tänzer fungierte. Zu dieser Zeit wurde gemunkelt, dass die beiden, die einzigen homosexuellen Mitglieder der Gruppe, eine Beziehung hatten. Nach den ersten Auftritten in der Gegend von Liverpool (und dem Wechsel zwischen Jed O'Toole und seinem Bruder Mark O’Toole) gelang der Band der Erfolg mit der Single 'Relax', dank einer Mischung aus Geschicklichkeit, Kommerzialität und Ambiguität. Nach der anfänglichen Zensur kannten die Frankie Goes to Hollywood großen Erfolg und dominierten 1984 die britische Hit-Parade. Sie brachten drei Singles auf den ersten Platz, was zuvor nur Gerry und den Pacemakers 1964 gelungen war. Erst zwei Jahre später, im Jahre 1986 entschied Holly Johnson die Solo-Karriere zu verfolgen und die Frankie Goes to Hollywood lösten sich auf. Rutherford versuchte auch eine Solokarriere, aber mit weniger Erfolg als Johnson. Die 1988er mit dem Acid-House Sound Single 'Get Real' hatte einen guten Erfolg in den Clubs und wurde von dem Album "Oh World" (1989) gefolgt, aus dem noch zwei weitere Singles ausgekoppelt wurden. All drei Singles wurden von ABC produziert. Im Jahre 1990 arbeitete Rutherford mit den "Pressure Zone" zusammen, indem er in 'That Moon' sang. Nachdem er mit seinem Partner nach Waiheke Island in Neuseeland umgezogen war, kehrte er 2004 mit "Frankie Goes to Hollywood" zurück, wo er anlässlich des 25. Jahrestages der beruflichen Karriere von Trevor Horn mit Ryan Molloy anstelle von Holly Johnson und Jed O'Toole anstelle von Brian Nash für ein besonderes Konzert in Wembley zusammenkam. Mit der gleichen Besetzung ging die Gruppe 2005 auf Tournee. Um Rechtsstreitigkeiten mit Holly Johnson über den Namen "Frankie Goes to Hollywood" zu vermeiden, gründete Rutherford 2007 zusammen mit Gill, J. O'Toole und Molloy die "Forbidden Hollywood". Im selben Jahr, kurz vor einer neuen Tournee, verließ Molloy die Gruppe und die Forbidden Hollywood lösten sich auf. Ende 2010 veröffentlichte er das Album "The Cowboy Years" unter dem Namen "Paul Rutherford/Butt Cowboys". Im Jahre 2011 ließ Rutherford mit einer Neuauflage von „Oh World“ und mit einer Zusammenarbeit auf dem neuen Album der deutschen Sängerin Claudia Brücken 'Combined' wieder von sich reden.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Oh World (1989)
  • That Moon EP / The Pressure Zone (1989)
  • The Cowboy Years (2010)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]