Paula Preradović

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Paula Preradović[1][2], verehelichte Molden (* 12. Oktober 1887 in Wien als Paula von Preradović; † 25. Mai 1951 ebenda) war eine österreichische Lyrikerin und Schriftstellerin. Sie ist heute vor allem als Verfasserin des Textes der österreichischen Bundeshymne bekannt.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Enkelin des Schriftstellers Petar Preradović in Wien geboren, übersiedelte sie mit ihrem Vater Dušan Preradović, der dort als k.u.k. Marineoffizier stationiert war, und ihrer Mutter im Alter von zwei Jahren nach Pola in Istrien. Sie verbrachte 1889–1913 ihre Kindheit und Jugend in Österreich-Ungarns Hauptkriegshafen, besuchte aber dazwischen 1901–1905 ein Internat in St. Pölten.

1913 begann sie in München eine Ausbildung zur Krankenpflegerin; nach dem Beginn des Ersten Weltkrieges, 1914, stellte sie sich dem Kriegsspital an der Wiener Universität zur Verfügung.

1916 heiratete sie den Historiker und Journalisten Ernst Molden. Das Paar lebte zeitweilig in Kopenhagen, ab 1920 wieder dauerhaft in Wien und hatte zwei Söhne, Otto Molden und Fritz Molden.

Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Paula von Preradović begann schon in ihrer Jugend Lyrik zu schreiben und veröffentlichte ab den 1920er Jahren mehrere Gedichtbände, darunter Südlicher Sommer (1929) und Dalmatinische Sonette (1933). Ab den späten 1930er Jahren entstanden auch Prosawerke, vor allem der Roman Pave und Pero, erschienen 1940. In ihm verarbeitete die Autorin Teile des Schriftwechsels zwischen ihrem Großvater Petar Preradović (Pero) und seiner ersten Frau Paolina de Ponte (Pave).

1946 nahm sie auf Bitten des damaligen Unterrichtsministers Felix Hurdes am Wettbewerb für eine neue österreichische Volkshymne teil. Ihr Gedicht Land der Berge, Land am Strome wurde nach leichten Abänderungen am 25. Februar 1947 zum Text der Bundeshymne der Republik Österreich erklärt.

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sie ruht in einem Ehrengrab auf dem Wiener Zentralfriedhof (Gruppe 32 C, Nummer 42) neben ihrem Gatten. 1954 wurde die Preradovicgasse in Penzing, dem 14. Wiener Bezirk, nach ihr benannt. Im Grab, das sich unmittelbar neben der Gruft der Bundespräsidenten befindet, wurden später auch ihre Söhne Otto Molden und Fritz Molden bestattet.

Veröffentlichungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lyrik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Südlicher Sommer, Verlag Kösel/Pustet, München 1929
  • Dalmatinische Sonette, Paul Zsolnay Verlag, Berlin/Wien/Leipzig 1933
  • Lob Gottes im Gebirge, Verlag Pustet, Salzburg/Leipzig 1936
  • Ritter, Tod und Teufel, Österreichische Verlagsanstalt, Innsbruck 1946

Prosa[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Pave und Pero. Kroatischer Roman 1940
  • Wiener Chronik, 1945
  • Königslegende, 1950
  • Die Versuchung des Columba, 1951
  • Tagebuch, veröffentlicht 1995

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Archiv Literaturhaus Wien
  2. Intrigen, Bomben und Sanktion, Beilage Extra zur Wiener Zeitung, 27. Oktober 2007