Pauline Pfeiffer

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Ernest und Pauline Hemingway in Paris, 1927

Pauline Marie Pfeiffer (* 28. Juli 1895 in Parkersburg, Iowa; † 1. Oktober 1951 in Los Angeles, Kalifornien) war eine amerikanische Journalistin und zweite Ehefrau des Autors Ernest Hemingway.[1]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pfeiffer wurde als Tochter von Paul, ein Immobilienmakler und Mary Pfeiffer geboren. Paulines Familie war reich und katholisch.[2] 1901 zogen sie nach St. Louis um. Dort besuchte sie die Visitation Academy of St. Louis. Ihre Familie übersiedelte ihre Familie nach Piggott, Arkansas während Pauline Pfeiffer an der University of Missouri School of Journalism studierte und 1918 abschloss. Danach arbeitete sie für die Zeitungen Cleveland Press in Cleveland und The Daily Telegraph New York. Später wechselte Pfeiffer zu den Magazinen wie Vanity Fair und Vogue.

Als sie für die Vogue nach Paris zog, traf sie dort 1926 Ernest Hemingway und seine erste Frau Hadley Richardson.[3]

Im Frühjahr 1926 wurde Hadley Richardson auf die Affäre zwischen Ernest Hemingway und Pauline aufmerksam.[4] Im Juli 1926 begleitete Pauline das Paar auf ihrer jährlichen Reise nach Pamplona.[5] Nach ihrer Rückkehr nach Paris beschloss das Paar ihre Trennung und Hadley beantragte im November 1926 die Scheidung.[6] Im Januar 1927 wurde sie offiziell geschieden.[3]

Ernest Hemingway heiratete Pauline am Vormittag des 10. Mai 1927 standesamtlich und am Nachmittag kirchlich. Vor der Heirat konvertierte Hemingway zum Katholizismus.[7] Die anschließenden Flitterwochen verbrachten sie in Le Grau-du-Roi.[8][9] Ende des Jahres wollte die schwangere Pauline nach Amerika zurückkehren. John Dos Passos empfahl Key West und das Paar verließ im März 1928 Paris.[10]

Am 27. Juni 1928 entband sie ihren Sohn Patrick. Hemingway verarbeitete Pfeiffers schwierige Entbindung im Roman In einem anderen Land. Catherine Barkley, eine Krankenschwester von Beruf, stirbt nach der Entbindung ihres totgeborenen Kindes im Krankenhaus an einer Blutung.

Der jüngste Sohn Gregory wurde 1931 geboren.

Da Pfeiffer streng katholisch war, unterstützte sie die Nationalisten im spanischen Bürgerkrieg, während Hemingway auf Seiten der Republikaner stand.[3]

1937 begann Hemingway auf einer Reise nach Spanien eine Affäre mit Martha Gellhorn.[3] Am 4. November 1940 wurden Pfeiffer und Hemingway geschieden. Drei Wochen später heiratete er Gellhorn.[3]

Den Rest ihres Lebens verbrachte sie in Key West und eröffnete ein Polstergeschäft.[11] Während dieser Zeit reiste sie häufig nach Kalifornien, um ihre Schwester zu besuchen.[3] Sie starb am 1. Oktober 1951 im Saint Vincent Hospital in Los Angeles. Ihr Tod wurde mit dem Schock in Verbindung gebracht, den sie aufgrund der Verhaftung ihres Sohnes Gregory und dem anschließenden Anruf bei Ernest erhalten hätte. Gregory hatte den Großteil seines Lebens Probleme mit seiner Geschlechtsidentität und wurde festgenommen, da er als Mann die Damentoilette in einem Kino benutzte.[12] Jahre später, als Gregory Arzt war, interpretierte er den Autopsiebericht seiner Mutter und fand dort Hinweise auf einen pheochromocytomären Tumor an ihren Nebennieren. Er meinte, aufgrund des Telefonats mit Ernest schüttete der Tumor zu viel Adrenalin aus. Danach sei die Adrenalinausschüttung gestoppt worden. Darauf hätte sich der Blutdruck zu sehr geändert und sie hätte einen Schock erlitten, der den Tod verursachte.[13]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Pauline Pfeiffer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. The Tuscaloosa News - Google News Archivsuche. Abgerufen am 24. Juli 2019.
  2. 1900 United States Federal Census
  3. a b c d e f Kert, Bernice: The Hemingway Women: Those Who Loved Him – the Wives and Others. W.W. Norton & Co., New York 1983, ISBN 0-393-01720-6.
  4. Baker, Carlos: Ernest Hemingway: A Life Story. Charles Scribner's Sons, New York 1969, ISBN 978-0-02-001690-8, S. 43.
  5. Mellow, James R.: Hemingway: A Life Without Consequences. Houghton Mifflin, Boston 1992, ISBN 0-395-37777-3, S. 333.
  6. Mellow, James R.: Hemingway: A Life Without Consequences. Houghton Mifflin, Boston 1992, ISBN 0-395-37777-3, S. 338–340.
  7. Mellow, James R.: Hemingway: A Life Without Consequences. Houghton Mifflin, Boston 1992, ISBN 0-395-37777-3, S. 294.
  8. Meyers, Jeffrey: Hemingway: A Biography. Macmillan, London 1986, ISBN 0-333-42126-4, S. 172.
  9. Mellow, James R.: Hemingway: A Life Without Consequences. Houghton Mifflin, Boston 1992, ISBN 0-395-37777-3, S. 348–353.
  10. Meyers, Jeffrey: Hemingway: A Biography. Macmillan, London 1986, ISBN 0-333-42126-4, S. 204.
  11. Pauline Pfeiffer Background. Abgerufen am 24. Juli 2019 (amerikanisches Englisch).
  12. The Strange Saga of Gregory Hemingway. Abgerufen am 24. Juli 2019.
  13. Gloria Hemingway (1931–2001) writer, doctor..