Pauline Schäfer

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Pauline Schäfer Gerätturnen
Deutsche Meisterschaften Gerätturnen Mehrkampf weiblich Wettkampf at Internationales Deutsches Turnfest Berlin 2017 (Martin Rulsch) 463.jpg

Pauline Schäfer auf dem Schwebebalken bei den Deutschen Meisterschaften 2017

Persönliche Informationen
Nationalität: DeutschlandDeutschland Deutschland
Disziplin Gerätturnen
Spezialgerät/e: Poutre.svg Schwebebalken
Verein: TV Pflugscheid-Hixberg/TuS 1861 Chemnitz-Altendorf
Trainer: Gabriele Frehse
Geburtstag: 4. Januar 1997 (22 Jahre)
Geburtsort: Dudweiler
Medaillen
Logo der FIG Weltmeisterschaften
0Bronze0 2015 Glasgow Schwebebalken
0Gold0 2017 Montreal Schwebebalken

Pauline Schäfer (* 4. Januar 1997 in Saarbrücken-Dudweiler) ist eine deutsche Kunstturnerin und Sportsoldatin.[1] Ihr Spezialgerät ist der Schwebebalken, auf dem sie bei den Weltmeisterschaften 2017 die Goldmedaille gewann.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schäfer begann im Alter von fünf Jahren mit dem Turnen, damals turnte sie beim TV Pflugscheid-Hixberg.[2] 2012 zog sie aus dem saarländischen Bierbach ins Internat des Sportgymnasiums Chemnitz.[3]

Schäfer gehört dem TuS 1861 Chemnitz-Altendorf an und wurde bis Mitte 2018 am dortigen Leistungszentrum von Gabriele („Gabi“) Frehse trainiert. Sie kreierte ein eigenes Turnelement. Der „Schäfer“ ist ein Seitwärts-Salto mit halber Drehung,[4] welchen sie bei der Weltmeisterschaft 2014 in Nanning erstmals international zeigte und welcher seit dem im Internationalen Regelwerk dem Code de Pointage ihren Namen trägt.[5]

Im Jahr 2018 wechselte Schäfer ihre Trainerin und wird jetzt von Bundestrainerin Ulla Koch trainiert.[6]

Schäfers jüngere Schwester Helene ist ebenfalls Turnerin,[7] auch ihre beiden älteren Brüder turnten. Ihre Mutter Liane Betz war Vizeeuropameisterin im Polizei-Fünfkampf.[8][9] Auch ihr Partner Andreas Bretschneider ist Kunstturner und Teil der deutschen Nationalmannschaft.[10]

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sie nahm 2013 und 2014 an den Weltmeisterschaften teil. 2014 und 2015 wurde sie Deutsche Meisterin am Sprung und am Schwebebalken.

Bei den Europameisterschaften 2014 verpasste sie mit der Mannschaft eine Medaille nur knapp und wurde Vierte.[11]

Bei den Europameisterschaften 2015 wurde sie Siebte am Schwebebalken. Im selben Jahr gewann sie bei den Weltmeisterschaften in Glasgow die Bronzemedaille am Balken. Sie ist die erste deutsche Medaillengewinnerin an diesem Gerät seit 34 Jahren.[12]

Bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio der Janiero erreichte sie mit der Mannschaft das Teamfinale und sie belegten dort Platz 6. Damit ist Sie Teil des ersten deutschen Frauen-Turn-Teams seit der Wiedervereinigung, das ein olympisches Teamfinale erreichte.[13] Das Balkenfinale der besten acht Turnerinnen verpasste sie in Rio mit Platz 15 in der Qualifikation, und auch am Boden reichte es trotz sehr guter Leistung und Platz 12 nicht für das Finale.[14]

Bei den Weltmeisterschaften 2017 in Montreal gewann sie am Schwebebalken die Goldmedaille und ist damit erst die dritte deutsche Turnerin, nach Erika Zuchold 1970 und Maxi Gnauck 1981, der dieser Erfolg gelang.[15] In der Qualifikation für das Finale musste sie sich mit Platz drei hinter ihrer Teamkollegin Tabea Alt,[16] die die Qualifikation gewann, geschlagen geben. Im Finale musste Sie als erstes an das Gerät und konnte bis zum Ende nicht von der Führungsposition verdrängt werden. Tabea Alt gewann am Ende Bronze.

Bei der Wahl zur Sportlerin des Jahres 2017 belegte die damals 20-Jährige im Dezember den zweiten Rang.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Pauline Schäfer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Pauline Schäfer. Abgerufen am 30. Januar 2019.
  2. Interview: Pauline Schäfer. In: Pulstreiber. (pulstreiber.de [abgerufen am 29. September 2018]).
  3. Sarah Walter: Mit dem Schäfer-Salto nach Rio. (Nicht mehr online verfügbar.) In: sportstiftung-saar.de. 18. Dezember 2014, archiviert vom Original am 8. Oktober 2017; abgerufen am 9. Oktober 2017. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.sportstiftung-saar.de
  4. Peter Schmidt: Pauline und ihr „Schäfer“ (Memento vom 8. November 2015 im Internet Archive).
  5. Süddeutsche de GmbH, Munich Germany: Pauline kreiert den «Schäfer-Salto» - Sport-News. Abgerufen am 30. Januar 2019.
  6. Pauline Schäfer und Trainerin Frehse setzen Zusammenarbeit aus. Abgerufen am 30. Januar 2019.
  7. Profil von Helene Schäfer. In: dtb-online.de. Abgerufen am 12. Oktober 2017.
  8. Sandra Schmidt: Interview mit Pauline Schäfer: „Ich bin wie gefangen“. In: taz.de. 22. April 2017, abgerufen am 12. Oktober 2017.
  9. Stern TV vom 11. Oktober 2017
  10. RP ONLINE: Kunstturnen: So tickt Weltmeisterin Pauline Schäfer. Abgerufen am 30. Januar 2019.
  11. Pauline Schäfer. In: sporthilfe.de. Abgerufen am 9. Oktober 2017.
  12. Historische Bronzemedaille für Pauline Schäfer. In: sueddeutsche.de. 1. November 2015, abgerufen am 1. November 2015.
  13. NDR: Turnerinnen schreiben Olympia-Geschichte. Abgerufen am 30. Januar 2019.
  14. News |   Turnen international - Deutsche Turnliga. Abgerufen am 30. Januar 2019.
  15. Volker Kreisl: Gold für die Abendgymnasiastin. In: sueddeutsche.de. 9. Oktober 2017, abgerufen am 9. Oktober 2017.
  16. News |   Turnen international - Deutsche Turnliga. Abgerufen am 30. Januar 2019.