Paulus-Kirche (Werl)

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Paulus-Kirche

Die evangelische Paulus-Kirche ist ein ortsbildprägendes Kirchengebäude in Werl im Kreis Soest (Nordrhein-Westfalen).

Geschichte und Architektur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1965 war die Evangelische Kirchengemeinde auf 4345 Mitglieder angewachsen. Die bisher genutzte Johanneskirche wurde zu klein. Der Grundstein für die neue Kirche wurde am 24. Juli 1964 gelegt, eingeweiht wurde sie am vierten Adventssonntag 1966. Die Pläne stammen von dem Architekten Ernst Dossmann. Der schlichte Stahlbeton-Skelettkörper bewirkt im Innenraum eine klare Gliederung unter Verzicht mystifizierender Effekte. Nur der Altarbereich ist durch die künstlerisch gestalteten Fenster durch besonderen Lichteinfall hervorgehoben. Die Altarseite im Innenraum besteht aus Grünsandstein. Im einzeln stehenden Glockenturm hing bis 1994 nur eine Stahlglocke. Sie wurde durch fünf Bronzeglocken ersetzt (Schlagtöne: d",f",g",a",b"). Der Turm wurde 1993 renoviert.

Orgel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste Orgel, von der Werler Orgelbau-Firma Stockmann gebaut, stammte aus der Johanneskirche. Doch obwohl das Instrument für den neuen, größeren Kirchenraum unterdimensioniert war, konnte erst 1990 eine neue Orgel gekauft werden. Sie wurde von der Firma Eule aus Bautzen gebaut. Das Schleifladeninstrument hat 28 Register auf zwei Manualen und Pedal. Die Registertraktur ist mechanisch und elektrisch (Doppeltraktur), die Spieltrakturen sind mechanisch. Das Instrument hat folgende Disposition:

I Hauptwerk C–g3
Bourdon 16′
Prinzipal 08′
Rohrflöte 08′
Oktave 04′
Koppelflöte 04′
Gemshorn 02′
Quinte 0113
Mixtur IV 02′
Trompete 08′
Tremulant
Zimbelstern 0
II Schwellwerk C–g3
Bordun 08′
Gambe 08′
Unda Maris (ab c0) 0 08′
Prinzipal 04′
Spitzflöte 04′
Quinte 0223
Oktave 02′
Terz 0135
Sifflöte 01′
Scharff IV 01′
Schalmei-Oboe 08′
Tremulant
Pedal C–f1
Prinzipalbass 16′
Subbass 16′
Oktavbass 08′
Bassflöte 08′
Choralbass 04′
Hintersatz IV 0 0223
Posaune 16′
Trompete 08′
  • Koppeln: II/I, I/P, II/P als Tritt und Zug
  • Spielhilfen: Feste Kombination (Tutti); Zunge Ab; 64-fache Setzeranlage mit Sequenzschalter Auf/Ab; Schwelltritt und Handhebel für die Jalousien des Schwellwerks
  • Effektregister: Zimbelstern mit 8 Glocken (f3, g3, b3, c4, d4, f4, d4, c4)
  • Nichtakustische Registerzüge: Vox Strigis, als Geschenk der Orgelbauer, eine Holzeule (Pauline) fährt mit dem „Schuhu“ einer Holzpfeife aus dem Inneren der Orgel heraus
  • Stimmung: Tonhöhe a1 = 440 Hz bei 18 °C; Stimmung gleichschwebend

Ausstattung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Altarstein, die Kanzel und der Taufstein sind Arbeiten des Künstlers W. Kreutter. Sie wurden aus Lirchheimer Muschelkalk angefertigt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Koordinaten: 51° 33′ 19″ N, 7° 55′ 14,3″ O