Pauluskirche (Breslau)

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Ansicht der Pauluskirche und dem ehemaligen Striegauer Platz auf einer Postkarte um 1913

Die Pauluskirche am Striegauer Platz (heute plac Strzegomski) war eine evangelische Kirche im Stil der Neorenaissance in Breslau. Das Kirchengebäude wurde 1945 während der Schlacht um Breslau gesprengt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Pauluskirche wurde 1908 von Arthur Kickton entworfen und am 17. März 1913, dem hundertsten Jahrestag des Aufrufs des preußischen KönigsAn mein Volk“ in Breslau, geweiht. 1919 wurde Fritz Lubrich Oberorganist an der Pauluskirche.

Der systemkritische Pfarrer der Pauluskirche Kurt Bornitz (1899–1945) wurde im Januar 1945 auf Anordnung der Gestapo in Breslau erschossen.

Zu Ende des Zweiten Weltkriegs wurden die Kirchenanlagen in der Schlacht um Breslau auf Befehl von Gauleiter Hanke gesprengt. Die Trümmer wurden einige Jahre später vollständig beseitigt, ähnlich wie bei den meisten stärker beschädigten und nicht denkmalgeschützten evangelischen Kirchen von Breslau.

Heute befindet sich auf dem ehemaligen Kirchengrundstück ein Ärzte- und Sonderdiagnostikzentrum.

Architektur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die eigentliche Kirche bildete mit dem zugehörigen Pfarr- und Gemeindehaus sowie eingezäunten Gartenanlagen ein architektonisch geschlossenes Ensemble. Das Kirchengebäude war ein Langhaus mit Kreuzflügeln und zwei schmalen Seitenschiffen. Der 65 m hohe Turm löste sich über der Glockenstube in kleinere Zwillingstürme auf. Die Kirche besaß mit ihren zwei Emporen 1400 Sitzplätze. Über dem Altar befand sich ein holzgeschnitzte lebensgroße Kruzifix-Gruppe.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Pauluskirche für Breslau. Leipzig: Seemann 1909. In: Deutsche Konkurrenzen; 23,9
  • Ulrich Bunzel: Entstehen und Vergehen der evangelischen Kirchen Breslaus. München 1964

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Pauluskirche (Breslau) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 51° 6′ 50″ N, 17° 0′ 11″ O