Pavillon Tschehel Sotun

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Der Pavillon Tschehel Sotun in der Stadt Qazvin wurde im 16. Jahrhundert unter dem Safawiden Schah Tahmasp (Regentschaft von 1524 bis 1576) erbaut
Rückfront

Der Pavillon Tschehel Sotun (auch: Kakh-e Chehel Sotun, Chehel Sotoon, persisch كاخ چهل ستون, DMG kāḫ-e čehel sotūn, ‚Vierzigsäulenpalast‘) ist ein safawidischer, zweistöckiger Gartenpalast aus dem frühen 16. Jahrhundert in Qazvin, Iran.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Pavillon liegt im Zentrum der Stadt, gegenüber dem „Meydan-e Azadi“. Erbaut wurde er 1510.[2] Zurückzuführen ist der Bau auf den zweiten Schah der Safawidendynastie, Abu’l-Fatḥ Ṭahmāsp, der darin seinen Königssitz einrichtete. Da der Pavillon einst ein spitzes Dach hatte, mit dem er an einen Hut erinnert haben soll, heißt er im Volksmund noch heute „Kolah-ye Farangi“ („Hut der Franken“).[3] Das Bauwerk ist von einem Arkadengang umgeben. Der Arkadengang ist von allen Seiten durch Portale zugänglich. Den oberen Stock umläuft eine Galerie, von welcher aus mittels 32 Zedernholzsäulen das Dach getragen wird.

Im Erdgeschoss befindet sich eine Halle. Diese ist mit Fliesenmosaiken verziert. Weiterhin finden sich Reste von Wandmalereien, die Menschen darstellen. Unter den Kadscharen wurden sie bisweilen mit Gips bedeckt und später kunstvoll restauriert. Schah Abbas der Große soll 1588 im Pavillon gekrönt worden sein, bevor er zehn Jahre später seinen Regierungssitz von Qazvin nach Isfahan verlegte.

Südlich des Pavillon Tschehel Sotun schloss das „Ali-Qapu“-Tor das Regierungsgelände ab, östlich der Harem mit seinen Gartenanlagen. Im Westen lag der „Meydan-Platz“.

Heute beherbergt der Pavillon ein Museum für kalligrafische Werke.[4]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Pavillon Tschehel Sotun – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 36° 16′ 6″ N, 50° 0′ 18″ O Pavillon Tschehel Sotun. In: Ehsan Yarshater (Hrsg.): Encyclopædia Iranica (englisch, inkl. Literaturangaben)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Berger, S. 238
  2. Andrew Burke, Mark Elliot, Iran (e-book-version, lonley planet), S. 177 in der Google-Buchsuche
  3. Peter Kerber, Iran: Islamischer Staat mit jahrtausendealter Kultur, S. 184 in der Google-Buchsuche
  4. Chehel Sotun calligraphy museum, Qazvin (Memento des Originals vom 10. Februar 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.behrah.com

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]