Pavol Breslik

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Pavol Breslik bei „Oper für alle“ am Marstallplatz in München (Bayerische Staatsoper 2016)

Pavol Breslik (eigentlich Bršlík, * 9. März 1979 in Kysucké Nové Mesto) ist ein slowakischer Opernsänger der Stimmlage Tenor.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pavol Breslik studierte an der Hochschule für Künste in Banská Bystrica. Gesangsstudien führten ihn in das Opernstudio Cnipal in Marseille. Er absolvierte Meisterklassen bei Mady Mesplé, Yvonne Minton, Peter Dvorsky und William Matteuzzi. 2002 trat er erstmals als Nemorino in L’elisir d’amore in der Oper Klosterneuburg auf.

2003 bis 2006 war Pavol Breslik Ensemblemitglied an der Berliner Staatsoper Unter den Linden. Dort sang er u. a. Ferrando (Così fan tutte), Tamino (Die Zauberflöte), Don Ottavio (Don Giovanni), Steuermann (Der fliegende Holländer), Kudrjasch (Katja Kabanowa) und Gottesnarr (Boris Godunow.) Darüber hinaus gastierte er an allen großen nationalen und internationalen Opernbühnen, u. a. in London, München, Wien, Paris, Zürich, Barcelona, Brüssel, Salzburg und Bratislava. Am 14. Juni 2008 sang er anlässlich der Wiedereröffnung des Cuvilliés-Theater in München den Idamante in der Oper Idomeneo.

Seit Beginn der Spielzeit 2012/13 ist Pavol Breslik Ensemblemitglied am Opernhaus Zürich, wo er als Steva Buryja (Jenůfa), Don Ottavio, Faust (Gounods Faust), Roberto Devereux (Roberto Devereux), Peter Quint (The Turn of the Screw), Alfredo (La traviata), Belmonte (Die Entführung aus dem Serail), Macduff (Macbeth), Nemorino und Nadir (Les pêcheurs de perles) zu hören war. Anfang 2016 gab er als Nadir sein Hausdebüt an der Opera Australia in Sydney.

In der Bayerischen Staatsoper München sang Pavol Breslik die Partien des Belmonte, Cassio (Otello), Ottavio, Tamino, Nemorino, Lenski (Eugen Onegin), Edgardo (Lucia di Lammermoor) mit Diana Damrau, Alfredo, Fenton (Falstaff) und Steva.

Eröffnungsfestival der Elbphilharmonie Hamburg mit dem NDR Elbphilharmonie Orchester unter Thomas Hengelbrock

Bei der Eröffnung der Hamburger Elbphilharmonie am 11. Januar 2017 sang er die Uraufführung von Reminiszenz / Triptychon und Spruch in memoriam Hans Henny Jahnn des Komponisten Wolfgang Rihm – ein Auftragswerk des NDR anlässlich des Eröffnungskonzertes.

Pavol Breslik ist ein gefragter Lied- und Konzertsänger. Höhepunkte seiner Konzerttätigkeit waren seine Auftritte bei den BBC Proms mit dem London Philharmonic Orchestra, in London, Paris und Lille, ferner mit dem Concert d’Astrée und Emmanuelle Haïm beim Edinburgh Festival und anlässlich der Wiedereröffnung der Dresdner Frauenkirche, sowie seine Gesangseinlagen aus Oper und Operette bei der Aids-Gala am 11. November 2007 in Berlin. Auf dem Konzertpodium sang er auch bei den Salzburger Festspielen, den Osterfestpielen Baden-Baden, beim Orchester des Bayerischen Rundfunks oder dem Boston Symphony Orchestra. 2014 gab er einen Liederabend bei der Schubertiade Schwarzenberg. Zusammen mit Anna Netrebko, Juan Diego Flórez und der Staatskapelle Dresden unter Christian Thielemann sang Pavol Breslik den Grafen Boni in der konzertanten Aufführung von Die Csárdásfürstin im Rahmen des Silvesterkonzerts 2014 in der Semperoper Dresden.

Der Sänger arbeitete mit vielen bekannten Dirigenten zusammen. So u. a. mit Daniel Barenboim, Lawrence Foster, Kurt Masur, Sir Colin Davis, Rafael Frühbeck de Burgos, Kirill Petrenko, Christian Thielemann und Riccardo Muti. 2009 sang er in der Bayerischen Staatsoper an der Seite von Edita Gruberová den Gennaro in Lucrezia Borgia. Kurz darauf gab er sein Debüt an der Metropolitan Opera New York als Don Ottavio, und anlässlich des letzten Auftritts der Gruberova als Violetta am 21. Dezember 2010 debütierte er im Gasteig (am 11. Dezember) sowie im Wiener Musikverein in der Rolle des Alfredo.

Weitere Engagements:

  • Ottavio, Festival International d’Art Lyrique Aix-en-Provence, Juli 2017
  • Liederabend (mit Amir Katz, Pianist), Prinzregententheater München, Juli 2017
  • Konzert: Mendelssohn "Lobgesang". Kammerakademie Potsdam unter Antonello Manacorda, September 2017

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2000 gewann er den 1. Preis beim Antonín-Dvořák-Wettbewerb in der Tschechischen Republik
  • 2005 wurde der Künstler von der Zeitschrift Opernwelt zum „Nachwuchssänger des Jahres“ gewählt.
  • 2017 CD Mozart (Orfeo 2016 mit dem Münchner Rundfunkorchester unter Patrick Lange) nominiert für den Gramophone Award 2017.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]