Pawel Pawlowitsch Demidow

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Pawel Pawlowitsch Demidow
Signatur 1871

Pawel Pawlowitsch Demidow, zweiter Prinz von San Donato (russisch Павел Павлович Демидов; * 9. Oktober 1839 in Frankfurt am Main[Anmerkung 1][1]; † 26. Januar 1885 in Vaglia, Italien) war ein aus dem russischen Adelsgeschlecht Demidow stammender, russischer Unternehmer, Diplomat, Jurist und Philanthrop sowie Bürgermeister von Kiew.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Demidow kam als Sohn von Pawel Nikolajewitsch Demidow (1798–1840) und Aurora Karamzina (1808–1902) in Frankfurt am Main zur Welt.[2] Er studierte bis 1860 an der Fakultät für Rechtswissenschaft der Universität St. Petersburg und war anschließend im russischen diplomatischen Dienst unter anderem in Florenz, Paris und Wien beschäftigt. Von 1871 bis 1872 und 1873 bis 1874[3] war er Bürgermeister von Kiew. Im russisch-türkischen Krieg von 1877/78 war Demidow Außerordentlicher Generalbevollmächtigter des Roten Kreuzes. Demidow richtete an der Medizinischen Fakultät der Universität Kiew ein Stipendium ein, für das er jährlich 25.200 Rubel einzahlte.[4] 1883 veröffentlichte er sein Buch Die Judenfrage in Russland.[5] Er starb 1885 in seiner 1872 erworbenen Villa Medici von Pratolino bei Florenz[6] und wurde in Nischni Tagil beerdigt.[1]

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1867 heiratete Demidow die Prinzessin Marija Elimowna Meschtscherskaja (Мария Элимовна Мещерская; 1844–1868) die am 25. Juni 1868 einen Sohn namens Elim zur Welt brachte und tags darauf verstarb. 1871 heiratete er die Prinzessin Jelena Petrowna Trubezkaja (Елена Петровна Трубецкая; 1853–1917), die ihm sechs Kinder, darunter Aurora (1873–1904), die Mutter von Paul von Jugoslawien, schenkte.[2]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Pawel Pawlowitsch Demidow – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. anderen Quellen nach in Weimar

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Demidow auf uraltourist.ru, abgerufen am 9. Oktober 2015
  2. a b Stammbaum DEMIDOV di San Donato LOPUKHIN-DEMIDOV, abgerufen am 9. Oktober 2015
  3. Ivan Saliy; Gesicht der Hauptstadt in das Schicksal ihrer Führer, Hrsg. В. Ковалинський 2008. – Seite 36. – ISBN 978-966-507-226-3, abgerufen am 9. Oktober 2015
  4. Von der Art Demidow auf historyntagil.ru; abgerufen am 9. Oktober 2015
  5. The jewish question in Russia by Demidov, Pavel Pavlovich, principe Di San Donato, 1839–1885, abgerufen am 9. Oktober 2015
  6. DEMIDOV, Pawel Pawlowitsch in der Jüdischen Enzyklopädie, abgerufen am 9. Oktober 2015