Pazzallo

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Wappen von Pazzallo
Wappen von Lugano
Pazzallo
Quartier von Lugano
Karte von Pazzallo
Koordinaten 716559 / 9364145.984288.94279423Koordinaten: 45° 59′ 3″ N, 8° 56′ 34″ O; CH1903: 716559 / 93641
Höhe Ø 423 m
Fläche 1,63 km²
Einwohner 1523 (31. Dez. 2011)
Bevölkerungsdichte 934 Einwohner/km²
Eingemeindung 4. Apr. 2004
BFS-Nr. 519-2016
Postleitzahl 6912
Gemeindestand vor der Fusion am 4. April 2004
Grotto Morchino, Pazzallo, in Hermann Hesses Novelle Klingsors letzter Sommer von 1919 erwähnt

Pazzallo ist ein Quartier der Stadt Lugano im Kreis Lugano West, im Bezirk Lugano, des Kantons Tessin in der Schweiz. Bis zur Eingemeindung in die Stadt Lugano am 4. April 2004 bildete es eine selbstständige politische Gemeinde. Es umfasste auch die Ortsteile Capo San Martino und Carzo. Der Ort hatte im Jahr 2000 1’162 Einwohner.

Geschichte[Bearbeiten]

Pazzallo wurde 932 erstmals als Paciallo erwähnt. 1996 wurden in Carzo drei Gräber aus der jüngeren Eisenzeit gefunden. Im Mittelalter gehörte es mit Pambio-Noranco und Calprino zur 1335 erstmals erwähnten Gütergemeinschaft Pambio, Concilium sancti Petri de Pamio. Die Gütergemeinschaft blieb als Zweckverband der vier Gemeinden bis 1888 erhalten. Unter den Eidgenossen kam das Dorf zur Vogtei Lugano und 1803 zum gleichnamigen Bezirk.

Der bis 1863 zu Italien gehörende Ortsteil San Martino hiess auch Forca (Galgen) di San Martino, weil dort in der frühen Neuzeit der Galgen stand. In Pazzallo wurde Rebbau, Landwirtschaft und Seidenraupenzucht betrieben. Östlich des Dorfes befindet sich die Mittelstation der 1890 erbauten San-Salvatore-Bahn.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Oratorium San Barnaba[1]
  • Im Ortsteil Senago, Oratorium Santa Maria Ausiliatrice[1]
  • Museo Mario Bernasconi (Bildhauer) und Irma Pannes[2][1]
  • Im Ortsteil Morchino, Betkapelle[1]
  • Grotto Morchino[1]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Pazzallo, von Cademario aus gesehen
  • Silvio Calloni (* 18. Februar 1851 in Pazzallo; † 24. Februar 1931 Ebenda), Naturkundelehrer am Lyzeum von Lugano[3].
  • Mario Bernasconi (* 13. Februar 1899 in Pazzallo; † 19. März 1963 in Viganello), Bildhauer[4][5]
  • Irma Bernasconi-Pannes (* 19. Februar 1902 in Krefeld; † 19. März 1971 in Lugano), Kunstmalerin und Bildhauerin[6][7]
  • Dario Calloni, Dozent, Schulinspektor.

Literatur[Bearbeiten]

  • Virgilio Gilardoni: Il Romanico. Catalogo dei monumenti nella Repubblica e Cantone del Ticino. La Vesconta, Casagrande S.A., Bellinzona 1967, S. 256, 474-475.
  • Bernhard Anderes: Guida d’Arte della Svizzera Italiana. Edizioni Trelingue, Porza-Lugano 1980, S. 304.
  • Simona Martinoli und andere: Guida d’arte della Svizzera italiana. Edizioni Casagrande, Bellinzona 2007, S. 295, 343.
  • Vanessa Giannò: Pazzallo im Historischen Lexikon der Schweiz

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Pazzallo – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e Simona Martinoli und andere: Guida d’arte della Svizzera italiana. Hrsg. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK, Edizioni Casagrande, Bellinzona 2007, ISBN 978-88-7713-482-0, S. 343.
  2. Museo Mario Bernasconi
  3. Dario Calloni: Silvio Calloni im Historischen Lexikon der Schweiz
  4. Mario Bernasconi auf ticinarte.ch
  5. Mario Bernasconi in Sikart
  6. Irma Bernasconi-Pannes in Sikart
  7. Irma Bernasconi-Pannes auf ticinarte.ch