Pedrafita do Cebreiro

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Gemeinde Pedrafita do Cebreiro
O Cebreiro – Igrexa de Santa María a Real
O Cebreiro – Igrexa de Santa María a Real
Wappen Karte von Spanien
Wappen von Pedrafita do Cebreiro
Pedrafita do Cebreiro (Spanien)
Finland road sign 311.svg
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: Galicien
Provinz: Lugo
Comarca: Los Ancares
Koordinaten 42° 44′ N, 7° 1′ WKoordinaten: 42° 44′ N, 7° 1′ W
Höhe: 1100 msnm
Fläche: 105,10 km²
Einwohner: 1.032 (1. Jan. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 9,82 Einw./km²
Postleitzahl: 27670
Gemeindenummer (INE): 27045 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Verwaltung
Website: www.concellodepedrafitadocebreiro.es

Pedrafita do Cebreiro ist eine nordwestspanische Gemeinde (municipio) mit 1032 Einwohnern (Stand 1. Januar 2018) in der Provinz Lugo in der Autonomen Gemeinschaft Galicien. Zur Gemeinde gehören mehrere Dörfer, von denen O Cebreiro am bekanntesten ist, da es sich am spanischen Jakobsweg (Camino Francés) befindet.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Großgemeinde Pedrafita do Cebreiro liegt im Osten der Provinz Lugo nahe der Grenze zur Provinz León in der Autonomen Gemeinschaft Kastilien und León in einer Höhe von etwa 1100 bis 1350 Metern ü. d. M. Die Provinzhauptstadt Lugo liegt etwa 70 Kilometer (Fahrtstrecke) nordwestlich; bis nach Santiago de Compostela sind es etwa 144 Kilometer Fußweg bzw. etwa 180 Kilometer Fahrtstrecke.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Pacios
  • Padornelo
  • Pedrafita do Cebreiro
  • Riocereixa
  • Veiga de Forcas
  • Zanfoga

Bevölkerungsentwicklung der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quelle:INE-Archiv – grafische Aufarbeitung für Wikipedia

Im 19. Jahrhundert hatte die Gemeinde konstant über 4.000 Einwohner. Die Mechanisierung der Landwirtschaft und der damit verbundene Verlust von Arbeitsplätzen führten seitdem zu einem noch immer anhaltenden Bevölkerungsrückgang.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pedrafita do Cebreiro war über Jahrhunderte eines von mehreren Dörfern und Weilern in der Umgebung des strategisch und handelstechnisch bedeutsamen Cebreiro-Passes, der den Übergang zwischen den eher trockenen Hochebenen (mesetas) von Kastilien-León zu den eher bergigen und regenreichen Landschaften Galiciens bildet. Die Bewohner lebten hauptsächlich als Selbstversorger von der Landwirtschaft, wobei Ackerbau und Viehzucht (Milch und Käse) gleichermaßen von Bedeutung waren. Durch die Lage am Spanischen Jakobsweg spielt heutzutage auch der Tourismus eine gewisse Rolle im wirtschaftlichen Leben der Bevölkerung.

barockes Wegkreuz mit Jakobsmuscheln in O Cebreiro

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Weg über den Cebreiro-Pass wurde bereits in der Antike genutzt; er bildete die Verbindung von Triacastela nach Astorga (Asturica Augusta). Im 9. Jahrhundert begannen die Pilgerreisen zum Grab des Apostels Jakobus, die ihre Blütezeit jedoch erst im 11. und 12. Jahrhundert erlebten. Im Jahr 836 stiftete der asturische König Alfons II. ein Pilgerhospital in O Cebreiro. 650 Jahre später (1486) unternahmen die Katholischen Könige Isabella und Ferdinand eine Pilgerreise nach Santiago und übernachteten in O Cebreiro.

Berglandschaft nahe dem Cebreiro-Pass

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Abgesehen von der umgebenden Berglandschaft und einigen aus Bruchsteinen erbauten Häusern bietet der Ort selbst keinerlei Sehenswürdigkeiten. Diese befinden sich allesamt in O Cebreiro.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Pedrafita do Cebreiro – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).