Peggy Parnass

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Peggy Parnass, 2009

Ruth Peggy Sophie Parnass (* 11. Oktober 1934 in Hamburg) ist eine deutsch-schwedische Schauspielerin, Kolumnistin, Gerichtsreporterin und Autorin. Sie lebt in Hamburg.

Leben und Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ihr Vater Simon Pudl Parnass und ihre Mutter Hertha Parnass geb. Emanuel wurden im Vernichtungslager Treblinka von den Nationalsozialisten ermordet.

1939 wurde Parnass als Kind mit ihrem vierjährigen Bruder Gady mit einem Kindertransport nach Stockholm gebracht. Während der folgenden sechs Jahre lebte sie in zwölf verschiedenen Pflegefamilien. Kurz vor Ende des Krieges kamen die Kinder zu einem Onkel nach London, der als einziger der Familie durch Flucht überlebt hatte. Dort lebte sie drei Jahre zusammen mit ihrem Bruder, der später Engländer wurde, während Peggy zurück nach Schweden ging und die schwedische Staatsbürgerschaft annahm. Dort gebar sie auch ihren Sohn.

Parnass studierte in Stockholm, London, Hamburg und Paris. Seit ihrem 14. Lebensjahr erarbeitete sie sich ihren Lebensunterhalt durch ihre Sprachkenntnisse als Sprachlehrerin, Filmkritikerin, Kolumnistin und Dolmetscherin für die Kriminalpolizei. Sie arbeitete als Schauspielerin in Film und Fernsehen und übersetzte Märchen. Sie schrieb 17 Jahre lang Gerichtsreportagen für die Monatszeitschrift konkret. Nach wie vor ist sie politisch engagiert, hält Lesungen auch aus ihren Büchern, singt an Theatern in Deutschland, der Schweiz, Österreich oder Luxemburg, arbeitet für Rundfunk und Fernsehen (SFB-Porträt, Interviews, Diskussionen). Peggy Parnass gilt als Ikone der Schwulenbewegung.[1]

Filme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Roland Kirbach: Schwulsein heute – ganz normal?; in: Die Zeit, Ausgabe 26/2007 vom 21. Juni 2007, S. 17 f.