Peißen (Bernburg)

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Peißen
Koordinaten: 51° 44′ 38″ N, 11° 45′ 29″ O
Höhe: 69 m ü. NN
Fläche: 9,68 km²
Einwohner: 1135 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 117 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 2010
Postleitzahl: 06408
Vorwahl: 03471
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Lage von Peißen in Bernburg (Saale)

Peißen ist ein Ortsteil der Stadt Bernburg (Saale) im Salzlandkreis in Sachsen-Anhalt.

Peißen, Luftaufnahme (2017)

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Peißen liegt südlich von Bernburg (Saale).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Peißen wurde erstmals im Jahr 1157 in einer Schenkungsurkunde an das Kloster Petersberg bei Halle (Saale) erwähnt. Durch den heutigen Ort Peißen verlief bis 1945 die preußisch-anhaltische Grenze.[2]

Oberpeißen gehörte zum Herzogtum Anhalt-Bernburg. Nach dem Aussterben der Bernburger Linie wurde Oberpeißen 1863 dem Landkreis Bernburg[3] im Herzogtum Anhalt zugeteilt, das 1918 zum Freistaat Anhalt wurde.

Unterpeißen lag im Saalkreis[4] des Erzstifts Magdeburg, das 1680 als Herzogtum Magdeburg unter brandenburg-preußische Herrschaft kam. Die Gerichtsbarkeit lag bei den Herren von Krosigk zu Poplitz.[5] Während der französischen Besetzung des Saalkreises gehörte Unterpeißen von 1807 bis 1813 zum Departement der Saale im Königreich Westphalen. Der Ort war dem Kanton Cönnern im Distrikt Halle zugeordnet.[6] Bei der politischen Neuordnung Preußens nach dem Wiener Kongress 1815 wurde Unterpeißen im Jahr 1816 dem Regierungsbezirk Merseburg der preußischen Provinz Sachsen angeschlossen und dem Saalkreis zugeordnet.[7]

Bei der ersten Kreisreform in der DDR wechselte Unterpeißen im Jahr 1950 in den Landkreis Bernburg. Gleichzeitig fand zum 1. Juli 1950 der Zusammenschluss von Ober- und Unterpeißen zur Gemeinde Peißen statt.[8] Mit der zweiten Kreisreform im Jahr 1952 wurde Peißen dem Kreis Bernburg im Bezirk Halle angegliedert, der 1990 in Landkreis Halle umbenannt wurde und 2007 im Salzlandkreis aufging.

Die Gemeinde Peißen gehörte ab dem 1. Januar 2005 der Verwaltungsgemeinschaft Nienburg (Saale) an. Am 1. Januar 2010 wurde die bis dahin selbstständige Gemeinde zusammen mit den Gemeinden Baalberge, Biendorf, Gröna, Poley, Preußlitz und Wohlsdorf in die Stadt Bernburg (Saale) eingemeindet.[9]

Am 11. September 2011 wurde Peißen von einem schweren Unwetter mit Orkan und tennisballgroßen Hagelkörnern heimgesucht. Dabei wurden rund 200 Häuser beschädigt.[10]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Naturdenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Ort liegen in aufgelassenen Tongruben zwei Flächennaturdenkmale; das Lurchschutzgebiet Peißen und Schongebiete für bestandsgefährdete Fische.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Direkt durch die Gemarkung Peißen führt die Bundesstraße 71 von Magdeburg nach Könnern. Die Bundesautobahn 14, die von Dresden nach Magdeburg führt, liegt westlich von Peißen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Peißen (Bernburg) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Einwohnerentwicklung Ortsteil Peißen
  2. Datei über Peißen
  3. Der Landkreis Bernburg im Gemeindeverzeichnis 1900
  4. Erwähnung von Unterpeißen im Buch „Geographie für alle Stände“, S. 131
  5. Unterpeißen in der Beschreibung des Herzogtums Magdeburg, S. 408
  6. Beschreibung des Saale-Departements
  7. Der Saalkreis im Gemeindeverzeichnis 1900
  8. Peißen auf gov.genealogy.net
  9. StBA: Gebietsänderungen vom 01. Januar bis 31. Dezember 2010
  10. [1], [2]