Pek’in

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Pek’in
Pek’in
Basisdaten
hebräisch: פְּקִיעִין
arabisch: البقيعة
Staat: Israel Israel
Bezirk: Nord
Gegründet: 1924
Koordinaten: 32° 58′ N, 35° 20′ OKoordinaten: 32° 58′ 27″ N, 35° 19′ 53″ O
Fläche: 3,565 km²
 
Einwohner: 5.690 (2016)
Bevölkerungsdichte: 1.596 Einwohner je km²
 
Zeitzone: UTC+2
Pek’in (Israel)
Pek’in
Pek’in

Pek’in (hebräisch פְּקִיעִין; arabisch البقيعة, DMG al-Buqīʿa) ist eine israelisch-drusische Stadt im Norden Israels.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pek’in befindet sich 8 Kilometer östlich von Ma’alot-Tarshiha in Galiläa. 5.690 Menschen leben dort (Stand Dezember 2016).[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Pek’in geht zurück auf das historische Baca, das Flavius Josephus in seinem Werk Jüdischer Krieg nannte.[2][3][4] Laut Flavius Josephus befand sich der Ort an der Grenze zwischen dem Königreich des Herodes Agrippa II. und dem Königreich Tyros.

Synagoge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Synagoge wurde anstelle eines historischen Beth Midrasch erbaut, wo in der Zeit vor dem Bar-Kochba-Krieg der Rabbi Jehoschua ben Chananja gelehrt hatte. In der Zeit nach dem Bar-Kochba-Krieg soll hier Rabbi Schimon ben Jochai gelehrt haben. Das aktuelle Gebäude stammt aus dem Jahr 1873. Ein Jude namens Rafael Halevy aus Beirut finanzierte den Bau. 1926 und 1930 wurden zwei alte Steintafeln in der Synagoge freigelegt. Eine zeigt eine Menora, Schofar und Lulav und die zweite zeigt einen Thoraschrein. Beide werden in die Zeit zwischen dem späten 2. Jahrhundert und dem Anfang des 3. Jahrhunderts datiert.[5]

1922 besuchte Jizchak Ben Zwi die jüdische Gemeinde von Pek’in und dokumentierte seinen Besuch in seinem Buch Shaar Yashuv. 1955 veranlasste Zwi das israelische Ministerium für religiöse Angelegenheiten die alte Synagoge zu restaurieren. Zwi ließ auch eine 100-Schekel-Banknote drucken, die die Synagoge von Pek’in auf der Rückseite zeigte. Die zurzeit ungenutzte Synagoge wird von Margalit Zinati unterhalten. Zinatis Familie lebt seit Jahrhunderten in Pek’in, seit der Zeit des Zweiten Tempels.[6]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.cbs.gov.il/ishuvim/reshimalefishem.pdf Israelisches Zentralbüro für Statistik abgerufen am 15. April 2018
  2. Edna J. Stern, Nimrod Getzov, עדנה שטרן, נמרוד גצוב: מנהגי הקבורה הפיניקיים בתקופה הרומית לאור החפירות ליד אל-כברי / Aspects of Phoenician Burial Customs in the Roman Period in Light of an Excavation near El-Kabri (Kabri). In: ’Atiqot / עתיקות. 51, 1. Januar 2006, ISSN 0792-8424, S. 120. Abgerufen am 21. September 2014.
  3. Jürgen Zangenberg, Harold W. Attridge, Dale B. Martin: Religion, Ethnicity, and Identity in Ancient Galilee: A Region in Transition. Mohr Siebeck, 2007, ISBN 978-3-16-149044-6, S. 130–131.
  4. Steve Mason: Life of Josephus (= Flavius Josephus: Translation and Commentary. Band 9). BRILL, 2001, ISBN 90-04-11793-8, S. 179.
  5. Marilyn Joyce Segal Chiat: Handbook of Synagogue Architecture. In: Brown Judaic Studies. Band 29. Scholars Press, 1982, ISBN 978-0-89130-524-8, S. 53–54 (Google Books).
  6. Eli Ashkenaz: Researchers race to document vanishing Jewish heritage of Galilee Druze village In: Haaretz vom 25. Juli 2012.