Pekka Haavisto

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Pekka Haavisto (2010)

Pekka Olavi Haavisto (* 23. März 1958 in Helsinki) ist ein finnischer Politiker der Partei Grüner Bund. Er war Umweltminister und Minister für internationale Entwicklung von 1995 bis 1999 und Minister für internationale Entwicklung von 2013 bis 2014.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach seiner Schulzeit engagierte sich Pekka Haavisto in der Politik und wurde Mitglied des Grünen Bundes. Von 1993 bis 1995 war er Vorsitzender dieser Partei. Bei der Parlamentswahl 1987 wurde er als Abgeordneter in das Finnische Parlament gewählt, dem er bis 1995 angehörte. Im ersten Kabinett des damaligen sozialdemokratischen Ministerpräsidenten Paavo Lipponen war Haavisto von 1995 bis 1999 Umweltminister und Minister für internationale Entwicklung. Damit wurde er 1995 zum ersten Minister einer Grünen Partei in Westeuropa und zum zweiten in der Welt.[1][2]

Von 1999 bis 2005 war Haavisto in verschiedenen Aufgabenbereichen für die Vereinten Nationen tätig. Er leitete das UN-Umweltprogramm (UNEP) in Kosovo, Afghanistan, Irak, Liberia, Palästina und Sudan. Er koordinierte UNEP Untersuchungen wegen der in den Kriegen im ehemaligen Jugoslawien eingesetzten Uranmunition im Kosovo, in Montenegro, Serbien und Bosnien-Herzegowina und nahm an den Untersuchungen der Vereinten Nationen beim Baia-Mare-Dammbruch in Baia Mare, Rumänien, teil.

2005 wurde Haavisto als Sonderbevollmächtigter der Europäischen Union im Sudan ernannt, wo er an den Friedensgesprächen in Darfur teilnahm. Im Jahre 2007 wurde Haavisto für den Wahlbezirk Helsinki erneut in das Finnische Parlament als Abgeordneter gewählt. 2011 wurde er zum Kandidaten des Grünen Bunds für die Präsidentschaftswahl 2012 ernannt. Bei der Wahl am 22. Januar 2012 erlangte er mit 18,8 Prozent der Stimmen den zweiten Platz und erreichte somit die Stichwahl gegen Sauli Niinistö von der konservativen Sammlungspartei. Haavisto erhielt bei der am 5. Februar 2012 abgehaltenen Stichwahl schließlich 37,4 %, Favorit Niinistö 62,6 %.

Haavisto wurde im Oktober 2013 als Nachfolger von Heidi Hautala zum Minister für internationale Entwicklung im Außenministerium berufen. Er schied im September 2014 aus der Regierung aus.

Haavisto lebt mit seinem Lebenspartner Antonio Flores zusammen.[3][4]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. [1] (finnisch)
  2. [2] (finnisch)
  3. Haavisto auf der offiziellen Webseite des Parlamentes (englisch)
  4. (finnisch)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]